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Muss ich wasserfeste Sonnencreme nach dem Baden erneut auftragen?

Mutter cremt ihre Tochter ein.
Wie lange schützt wasserfeste Sonnencreme wirklich? Credit: Adobe Stock/Halfpoint

Freuen sich deine Kinder schon darauf, im Sommer zu plantschen und zu schwimmen? Darum musst du trotz wasserfestem Sonnenschutz regelmäßig nachcremen.

Der Sommer rückt näher und für viele damit auch die Sommerferien bzw. der langersehnte Urlaub. Ob nun heimisch im Freibad oder im Süden am Strand, eines gehört immer dazu: ausreichend Sonnenschutz.

Ich greife dabei gerne zu wasserfester Sonnencreme. Vor allem, wenn ich vorhabe, zwischendurch in den Pool oder ins Meer zu springen, muss ich nicht ständig nachcremen. Oder doch? Lies hier, was es wirklich bedeutet, wenn Sonnencremes „wasserfest“ sind.

Was „wasserfest“ wirklich bedeutet

Leider ist wasserfeste Sonnencreme etwas weniger dauerhaft, als viele denken. Eine Sonnencreme darf sich „wasserfest“ nennen, wenn nach zwei Aufenthalten im Wasser von jeweils 20 Minuten noch mindestens 50 Prozent des angegebenen Lichtschutzfaktors vorhanden sind.

Das heißt konkret: Wenn du dich mit LSF 50 eincremst, hast du nach dem Baden unter Umständen nur noch einen Schutz, der eher einem LSF 25 entspricht. Und das auch nur unter Laborbedingungen. In der Realität kommen noch Faktoren wie Abtrocknen mit dem Handtuch, Schwitzen oder Reibung durch Sand dazu.

Noch ein Begriff, der häufig auftaucht, ist „extra wasserfest“. Hier wird der Schutz nach viermal 20 Minuten im Wasser getestet. Aber auch hier gilt: Der Schutz nimmt mit jeder „Belastung“ weiter ab.

Nachcremen nicht vergessen!

Selbst ohne Wasserkontakt verliert Sonnencreme im Laufe des Tages an Wirkung. UV-Filter bauen sich ab, die Creme wird durch Bewegung, Kleidung oder Schweiß abgetragen. Dermatolog*innen empfehlen deshalb, etwa alle zwei Stunden nachzucremen.

Nach dem Baden, Abtrocknen oder starkem Schwitzen am besten sofort. Ein wasserfester Sonnenschutz ist zwar etwas langanhaltender, sollte aber ebenfalls regelmäßig nachgecremt werden.

Wichtig: Nachcremen verlängert nicht die maximale Schutzzeit, sondern sorgt nur dafür, dass der ursprüngliche Schutz erhalten bleibt.

Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF, gibt dir eine Orientierung, wie gut deine Haut vor UV-B-Strahlen geschützt ist. Er beschreibt, wie viel länger du dich theoretisch in der Sonne aufhalten kannst, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, im Vergleich zu deiner natürlichen Eigenschutzzeit. Liegt diese zum Beispiel bei etwa 10 Minuten, könntest du mit LSF 30 rechnerisch rund 300 Minuten geschützt sein. LSF 15 blockiert ca. 93 %, LSF 30 ca. 96,7 % und LSF 50+ ca. 98 % der UV-B-Strahlen.

Lesetipp: Darum nehme ich immer eine leere Sonnencreme-Tube mit zum Strand (der Grund ist genial)

Tipps für den Alltag mit Kindern

In vielen Familien kann das Eincremen schnell zur Geduldsprobe werden. Meistens mögen Kinder das Gefühl auf der Haut nicht, vor allem wenn die Creme weißelt oder klebrig ist. Ein paar kleine Tricks können helfen, den Sonnenschutz stressfreier in den Alltag zu integrieren.

Leichtere Texturen wie Sprays, Fluids oder Gels ziehen oft schneller ein und fühlen sich weniger schwer auf der Haut an.

Mehr dazu: Sonnencreme im Test: Diese Bestseller-Produkte bieten UV-Schutz ohne Klebe-Effekt

Für empfindliche Kinderhaut lohnt sich hingegen ein Blick auf spezielle Kinder-Sonnencremes (hier bei Rossmann stöbern*). Diese setzen häufig auf mineralische Filter und sind besonders gut verträglich, auch wenn sie manchmal etwas stärker weißeln.

Ein weiterer Trick ist das Eincremen vor dem Anziehen. Wenn die Haut noch frei ist, geht es schneller und gleichmäßiger. Außerdem hat die Creme dann genug Zeit einzuziehen, bevor es nach draußen geht.

Und nicht zuletzt hilft es, Sonnenschutz zur Routine zu machen. Wenn Eincremen ganz selbstverständlich zum Start in den Tag gehört, gibt es oft weniger Diskussionen.

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