Es gibt ja so einige Pflanzen, die wir vorschnell als Unkraut betiteln, nur weil sie optisch nicht wirklich in das Bild des perfekten Gartens mit klaren Kanten und einem sattgrünen Rasen passen.
Ein typisches Erkennungsmerkmal, das uns dazu veranlasst, eine Pflanze als Unkraut zu bezeichnen, ist das schnelle Wachstum. Und genau das trifft auch auf die Vogelmiere (Stellaria media) zu, im Volksmund auch Hühnerdarm, Hühnerhirse oder Sternmiere genannt.
Fühlt sie sich einmal heimisch, breitet sich die Gewöhnliche Vogelmiere sehr schnell aus. Und wohl fühlt sich die Vogelmiere wirklich an vielen Orten: Sie ist weltweit zu finden und bevorzugt einen stickstoffreichen Boden, fühlt sich aber auch auf sandig bis lehmigen und humusreichen Böden wohl. Hier wächst sie bodennah und bildet großflächige „Teppiche“.
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Daran erkennst du die Gewöhnliche Vogelmiere sofort
Du erkennst Vogelmiere an ihrem dichten, hellgrünen Polster aus kleinen, ovalen Blättern und ihren dünnen Stängeln, die oft eine einzelne feine Haarlinie entlang einer Seite tragen. Die winzigen weißen Blüten wirken, als hätten sie zehn Blütenblätter, bestehen aber tatsächlich aus fünf tief eingeschnittenen.
Achtung: Vogelmiere ist leicht zu verwechseln mit dem giftigen Acker-Gauchhei.
Die Vogelmiere hat auch positive Eigenschaften für den Garten
Die Vogelmiere hat aber auch sehr positive Eigenschaften. Denn sie sorgt dafür, dass der Boden feucht und gesund bleibt. Da sie sehr anpassungsfähig ist, wächst die Pflanze auch an Stellen, an denen man kein Pflanzenwachstum erwarten würde.
Sogar nach Naturkatastrophen wie großen Überschwemmungen oder Vulkanausbrüchen wächst die Vogelmiere als eine der ersten Pflanzen überhaupt und hilft bei der Rehabilitation des Erdreichs.
Tipp: Vogelmiere im Garten gilt als zuverlässiges Indiz dafür, dass der Boden zu viel Stickstoff enthält.
Wie ihr Name bereits verrät ist sie ein bei Vögeln und Hühnern beliebtes Futter. Ökologisch hat sie zudem einen hohen Nutzen als Raupenfutter für Schmetterlinge.
Kann man Vogelmiere essen?
Vogelmiere ist auch für uns Menschen essbar und hat viele gesunde Eigenschaften. Die Pflanze liefert vor allem Vitamin C, Vitamin A in Form von Beta‑Carotin und verschiedene B‑Vitamine. Dazu kommen wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium und Zink.
Bemerkenswert ist auch ihr Gehalt an pflanzlichem Eiweiß sowie sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidativ wirken.
Wie du Vogelmiere im Garten bekämpfen kannst
Trotzdem möchte nicht jede*r Vogelmiere in seinem Garten. Wie bei fast allen Unkrautarten ist die Stärkung des Rasens, ein erster Schritt. Eine gesunde Grasnabe lässt kaum Raum für Unkraut.
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Um den Rasen gesund zu halten, solltest du ihn regelmäßig vertikutieren, düngen und natürlich mähen. Du kannst die Vogelmiere vor der Blüte auch jäten. Ziehe sie hierzu einfach inklusive Wurzel aus der Erde. Das funktioniert am besten, wenn es vorher geregnet hat, da die Erde dann besonders weich ist.
Entdeckst du Lücken im Rasen solltest du diese auffüllen, zum Beispiel indem du neuen Rasen sähst oder Mulch in den Lücken verteilst. Wichtig ist einfach, dass du der Vogelmiere so wenig Platz wie möglich lässt.
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