Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner wünschen sich einen dichten und satten Rasen. Leider übersteht der Rasen den Winter aber nicht immer unbeschadet und so finden sich im Frühjahr häufig Löcher und Lücken. Auch Unkraut und Moos können die Gräser verdrängen und das Gesamtbild stören.
Ist der Rasen nicht mehr dicht, sollte er nachgesät werden. Die Frage ist nur, darf man die neuen Samen einfach auf den bereits bestehenden Rasen streuen? Und kann ich überhaupt schon im März mit dem Säen starten?
Erfahre hier den idealen Zeitpunkt zum Nachsäen und was du dabei beachten solltest. Weiter unten findest du außerdem eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Das ist der ideale Zeitpunkt, um neuen Rasen zu säen
Der ideale Zeitpunkt, um Rasen nachzusäen ist im Frühjahr von April bis Mai oder im Spätsommer im September.
Der Spätsommer hat den Vorteil, dass es mehr regnet und die Gräser nicht mehr unter der starken Sonneneinstrahlung leiden. Doch auch das Frühjahr ist noch ein guter Zeitpunkt.
Gerade die Befeuchtung der Erde ist für frisch gesäte Gräser wichtig, damit sie nicht austrocknen und absterben.
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Regelmäßiges Nachsäen hält den Rasen frisch und gesund
Generell ist das Nachsäen von frischem Rasen nicht nur sinnvoll, wenn der Rasen kahle Stellen aufweist. Er profitiert nämlich ganzheitlich von einer dichten Grasnarbe, da die frisch gesäten Gräser Unkraut oder Moos besser verdrängen können und weniger anfällig für Krankheiten sind. Demnach ist es sinnvoll den Rasen ein bis zweimal im Jahr nachzusäen, um den Rasen gesund zu halten.
Wie schnell der neue Rasen nachwächst, hängt von der Samenart ab. Es gibt zum Beispiel Schatten- und Trockenrasensamen. Sie zeichnen sich durch eine tiefe Wurzelbildung und einer etwas längeren Keimdauer. Ein hoher Lolium-Anteil wiederum sorgt für ein schnelleres Wachstum.
Tipp: Die Abkürzung „RSM“ auf Rasensamen steht für Regel-Saatgut-Mischung und weist auf eine gute Qualität der Samen hin.
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Rasen nachsäen: So geht’s Schritt für Schritt
- Die Erde an den kahlen Stellen mit einem Rächen auflockern und altes Gras oder Pflanzenreste ggf. entfernen. Du kannst zusätzlich auch etwas frische Rasenerde untermischen.
- Nun die Rasensamen kreuz und quer auf den kahlen Stellen verteilen.
- Da die Samen einen guten Bodenkontakt brauchen, müssen sie festgedrückt werden. Das geht am besten mit einer Rasenwalze. Alternativ kannst du die Samen auch festtreten.
- Jetzt sollten die Stellen locker mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt werden, damit sich Vögel oder andere Tiere nicht daran bedienen.
- Zum Schluss muss der Boden bewässert werden. Wichtig ist, dass du die Erde nicht überschwemmst oder mit einem harten Wasserstrahl auf die Erde zielst, da die Samen dadurch wegschwemmen würden. Der Boden sollte vier bis sechs Wochen feucht gehalten werden.
- Das erste Mal Mähen kannst du, wenn der neue Rasen etwa 10 Zentimeter gewachsen ist.
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