Damit deine Pflanzen gut wachsen und schön blühen, ist es wichtig, sie zu düngen. Doch warum bilden sich plötzlich braune und gelbe Blätter, manche rollen sich ein oder die Pflanze verkümmert komplett? Dann war es nicht zu wenig, sondern zu viel Dünger. Keine Sorge, mit ein paar Handgriffen lassen sich deine Pflanzen zum Glück noch retten
Woran erkenne ich überdüngte Pflanzen?
Typische Warnsignale sind:
- Braune Blattspitzen
- Gelbliche oder extrem dunkelgrüne Blätter
- Blätter rollen sich ein, kräuseln oder wirken wie verbrannt
- Weißliche Krusten auf der Erde (Salzrückstände)
- Schlaffe, welke Blätter trotz feuchter Erde
- Stillstand beim Wachstum
Wenn du mehrere dieser Anzeichen bei der Pflanze beobachtest, solltest du handeln, bevor sie komplett eingeht.
Soforthilfe: So rettest du deine Pflanze
1. Durchspülen
Erst einmal ist es wichtig, alle überschüssigen Salze aus der Erde zu spülen.
Stelle die Pflanze dafür ins Waschbecken, auf den Balkon oder in die Dusche. Spüle den Wurzelballen großzügig mit klarem Wasser durch.
2. Finger weg vom Dünger
Verzichte mindestens zwei bis vier Wochen aufs Düngen, um ihr keine weiteren Nährstoffe zuzuführen.
3. Verletzte Blätter entfernen
Alles, was schon verbrannt oder stark geschädigt aussieht, kannst du vorsichtig abschneiden. So spart deine Pflanze Energie für neue Triebe.
4. Wenn nötig: Umtopfen
Manchmal ist die Erde einfach zu stark mit Dünger belastet. Dann ist die beste Lösung, die Pflanze in frische Erde zu setzen.
Schüttele dafür die alte Erde vorsichtig ab, ohne die Wurzeln zu verletzen. Setze sie in neue, nährstoffarme Erde und gieße sie in nächstes Zeit nur noch ohne Dünger.
Wenn du wenig Ärger mit deinen Pflanzen haben willst, solltest du am besten schon beim Kauf darauf achten, dass sie möglichst pflegeleicht sind. So wie diese Stauden:

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Frauenmantel kann als pflegeleichter Bodendecker gesetzt werden, der als Schneckenschutzzaun wirkt.

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Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze, die in vielen Teilen der Welt wild wächst. Sie bevorzugt sonnige Standorte und ist pflegeleicht.

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Mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Thymian und Salbei brauchen wenig Wasser und gedeihen auch in praller Sonne prächtig. Noch dazu halten sie Schnecken fern.

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Mädchenauge gedeiht an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden. Pflegeleicht aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Boden- und Klimabedingungen.

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Fetthenne bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie hat eine hohe Trockenheitstoleranz und geringe Ansprüche an die Bodenqualität.

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Katzenminze bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie muss selten gegossen werden.

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Rosmarin bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Er ist resistent gegenüber Schädlingen und braucht nur wenig Wasser.
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