Viele Familien verdienen gar nicht so schlecht – und trotzdem ist das Geld ständig knapp. Das Problem ist dann oft nicht das Einkommen. Das Problem ist fehlende Übersicht.
Genau das hat auch Vanessa M.1 aus der Finanztip-Community erlebt. Die junge Mutter hatte jahrelang einen Vermögensberater, dem schon ihre Eltern vertraut hatten. Sie hatte mehr als genug Versicherungen, teure Fonds und überflüssige Verträge – aber keinen klaren Plan. „Ich hatte nach diesen Gesprächen oft das Gefühl, trotzdem nicht genug abgesichert zu sein“, erzählt sie im Gespräch mit Finanztip.

Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur von Finanztip und einer der bekanntesten Finanzexperten Deutschlands. Seit vielen Jahren erklärt er einem breiten Publikum auf verständliche Art, worauf es in Sachen Job, Karriere und Finanzen wirklich ankommt.
Der Wendepunkt kam mit dem Corona-Lockdown. Eine teure Geldanlage stieß ihr auf. Vanessa hatte viel Zeit und begann, selbst zu recherchieren. Sie stieß auf die unabhängigen Tipps von Finanztip. Und merkte. Finanzen, das kann sie selbst. Das Wirtschaftsgymnasium war nicht umsonst.
Familienfinanzen müssen gar nicht kompliziert sein – wenn man eine klare Struktur hat. Vier Geldtöpfe reichen völlig. Gehen wir es durch:
Geldtopf 1: Girokonto
Topf eins ist das Girokonto. Darüber laufen Miete, Strom, Einkäufe, Versicherungen – aber auch Kino, Restaurantbesuche oder Sportverein der Kinder. Das ist der Alltagstopf der Familie.
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Geldtopf 2: Kreditkarte
Topf zwei ist die Kreditkarte – eine echte, keine Debitkarte. Die Kreditkarte brauchen Familien vor allem für Reisen, Hotels oder Mietwagen. Und sie muss nichts kosten: Finanztip empfiehlt aktuell fünf kostenlose Kreditkarten.
Wichtig: Lassen Sie den offenen Betrag jeden Monat komplett abbuchen. Kreditkartenfirmen leben auch von Kunden, die das Abbuchen vergessen und dann hohe Zinsen zahlen.
Geldtopf 3: Notgroschen
Topf drei ist der wichtigste für Notfälle: das Tagesgeldkonto. Auf ihm liegen drei Nettomonatsgehälter als Notgroschen. Auch wenn die Waschmaschine kaputt geht und gleichzeitig eine Autoreparatur fällig wird, braucht die Familie nicht mehr in den Dispo und spart die 15 Prozent Dispozinsen. So entsteht keine Panik.
Geldtopf 4: Altersvorsorge
Und erst dann kommt Topf vier: der ETF-Sparplan für die Zukunft. Altersvorsorge funktioniert heute am besten günstig, breit gestreut und langfristig. Entscheidend ist am Anfang nicht die Höhe des Sparplans – ob 100, 200 oder 500 Euro –, sondern überhaupt anzufangen.
Genau das hat Vanessa gemacht. Sie kündigte teure Fonds, wechselte zu einem günstigen Depot und spart heute mit ETFs für die Zukunft ihrer Familie. Vor allem aber spricht die Familie heute offen über Geld. Ihre kleine Tochter sagte neulich beim Blick aufs Depot nur: „Mama, dort wird’s mehr.“
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Viele Eltern wollen sich kümmern, wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen. Dafür hat Finanztip die kostenlose Mailserie „Finanzfit für Deine Familie“ entwickelt. In sechs einfachen Schritten lernen Familien, wie sie Budget, Notgroschen, Versicherungen und Geldanlage sinnvoll ordnen. Familienbudget heißt nicht Verzicht, sondern das gute Gefühl: Wir haben unser Geld im Griff.
Mehr Lesestoff:
- Laut Finanzexperte: Diese vier Geldtöpfe brauchst du wirklich
- Altersarmut: Finanzexpertin erklärt im Podcast, was Frauen vor der Rente tun müssen
- Vermögensmillionär werden: Wie es auch ohne Eigenkapital gelingt
- Name geändert ↩︎
