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Steuererklärung 2026: Das kannst du tun, wenn du die Abgabefrist verpasst hast

Frau blickt ernst auf ein Blatt Papier in ihrer Hand
Wer die Abgabefrist verpasst, erhält häufig eine Mahnung vom Finanzamt mit Angabe einer neuen Frist. Credit: Getty Images

Am 31. Juli endet die Abgabefrist für die Steuererklärung 2026. Wer jetzt noch nicht abgegeben hat, sollte schnell handeln, um Verspätungszuschläge zu vermeiden.

Den 31. Juli 2026 sollten sich alle, die eine Steuererklärung machen müssen, in ihrem Kalender markieren. Denn dann endet die Abgabefrist für die Steuerklärung für das Jahr 2025. Wer diese Frist versäumt, läuft Gefahr vom Finanzamt mit Verspätungszuschlägen belegt zu werden.

Aber es geht auch anders. Hier erfährst du, was du unternehmen kannst, wenn du die Frist für deine Steuererklärung versäumt hast. Also durchatmen und weiterlesen.

Wie hoch fällt der Verspätungszuschlag aus?

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und diese nicht fristgerecht einreicht, muss mit einem Verspätungszuschlag vom Finanzamt rechnen.

Dieser Verspätungszuschlag ist nicht zu verwechseln mit dem Säumniszuschlag. Der Säumniszuschlag wird fällig, wenn eine bereits festgesetzte Steuerschuld (oder Steuer-Nachzahlung) nicht fristgerecht bezahlt wird.

Die Höhe des Zuschlags: richtet sich nach der Verspätung und wird prozentual angesetzt. Das heißt: Für jeden (angefangenen) Monat Verspätung berechnet das Finanzamt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro Monat. Die maximal Höhe beläuft sich auf insgesamt 25.000 Euro.

Es gibt jedoch eine Kann- und eine Muss-Regelung: Wenn die Steuererklärung bis zu 14 Monate nach Fristablauf eingereicht wurde, kann das Finanzamt nach eigenem Ermessen festlegen, ob es einen Verspätungszuschlag erhebt. Die Muss-Regelung tritt jedoch in Kraft, wenn mehr als 14 Monate vergangen sind. In dem Fall wird der Zuschlag in jedem Fall fällig.

Oft erhält man eine Mahnung, wenn man die Abgabefrist verpasst hat. Zudem erhält man eine neue Frist, die man einhalten muss. Das passiert allerdings nicht in jedem Fall. Dennoch: Auch wenn keine Mahnung durch das Finanzamt erfolgt, besteht die Abgabepflicht weiterhin.

Diese Möglichkeiten gibt es nach Ablauf der Abgabefrist

Fall 1: Du hast die Mahnung noch nicht erhalten 

Am besten ist es in diesem Fall, sofort die Steuererklärung nachzureichen und zu hoffen, dass das zuständige Finanzamt ein Auge zudrückt und die verspätete Abgabe ohne Zuschläge akzeptiert. Tipp: Mit einer Steuer-App, die bei der Erstellung und Abgabe deiner Steuererklärung hilft, geht das ganz in der Regel ganz schnell und einfach.

Fall 2: Du hast die Mahnung bereits erhalten 

Liegt bereits eine Mahnung vom Finanzamt vor, ist darin eine neue Abgabefrist angegeben, die du unbedingt einzuhalten solltest. Zwar kann das Finanzamt später trotzdem Zuschläge erheben, aber wenn es zum ersten Mal passiert ist, sind viele Finanzämter noch kulant. Bei wiederholter Fristüberschreitung jedoch ist ein Verspätungszuschlag in der Regel nicht mehr zu verhindern.

Fall 3: Du hast bereits einen Versäumniszuschlag erhalten 

Hast du bereits ein Verspätungszuschlag vom Finanzamt erhalten, kannst du innerhalb eines Monats Einspruch gegen die Entscheidung einlegen. Dann müssen aber gute Gründe für die Nichteinhaltung geliefert werden, etwa ein unvorhergesehener Krankenhausaufenthalt.

Fall 4: Du stellst einen Antrag auf Erlass des Verspätungszuschlags

Es gibt im Nachhinein auch die Möglichkeit, einen Antrag auf Erlass aus „Billigkeitsgründen“ zu stellen. Die Erlassung des Verspätungszuschlags bedarf allerdings ebenfalls guter Gründe, etwa eine angespannte finanzielle Situation, aufgrund derer der Zuschlag eine übermäßige Belastung darstellt.

Wichtig: Die Steuererklärung lohnt sich fast immer

Egal, ob du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist oder nicht: Es lohnt sich fast immer, eine Steuererklärung abzugeben. Denn Verspätungszuschläge können die (sehr wahrscheinlich) zu erwartende Rückzahlung zum Teil empfindlich schmälern. Vor allem wer Nachzahlungen erwartet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese durch die Verspätungszuschläge noch einmal höher ausfallen.

Besonders ärgerlich ist es, wenn aus einer Steuerrückzahlung durch langes Aufschieben und dadurch hohe Verspätungszuschlage plötzlich eine Nachzahlungsforderung wird. Denn die Verspätungszuschläge erhöhen sich mit jedem Monat, den man die Frist verstreichen lässt.

Deshalb: Keine Panik, wenn ihr die Frist zur Abgabe eurer Steuererklärung verpasst habt. Aber seht dann zu, das ihr schnell seid und dem Finanzamt mit möglichst wenig Verspätung alle Unterlagen zukommen lasst. Und für alle, die an Aufschieberitis leiden: Mit einer Steuer-App ist das Ganze wirklich relativ schnell gemacht.