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Das richtige Buch statt Handy: 6 Tipps, mit denen Teenager Lust aufs Lesen bekommen

Teenagerin liegt auf ihrem Bett und liest.
Wie bringst du deinen Teenager wieder zum Lesen? Wir haben 6 Tipps, wie's klappen kann. Credit: Getty Images/ Alys Tomlinson

Mein 16-Jähriger liest endlich wieder Bücher und lässt das Handy viel öfter liegen. Und wir Eltern mussten fast nichts dazu beitragen. Wie das geklappt hat, liest du hier.

Mein Sohn war eine richtige Leseratte. Er hat einfach alles verschlungen, was ihm zwischen seine Finger kam. Vermutlich hatte er in seiner Grundschulzeit mehr Bücher gelesen als ich in meinem ganzen bisherigen Leben.

Heute ist er 16 Jahre alt und steckt seine Nase meistens ins Handy. Umso überraschter war ich, als das plötzlich immer häufiger neben ihm lag, während er stattdessen ein Buch in der Hand hatte.

Auslöser dafür waren aber weder eine neue Regel, noch eine Diskussion über Bildschirmzeiten, sondern die Bücher der österreichischen Jugendbuchautorin Ursula Poznanski (hier bei Thalia ansehen)*.

Seitdem verschlingt er einen Thriller nach dem anderen. Und wenn du deinen Teenager jetzt auch zum Lesen und öfter weg vom Handy bringen möchtest, habe ich eventuell ein paar Tipps, die natürlich persönlich zu meinem Kind passen, aber vielleicht ja auch zu deinem.

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1. Das richtige Buch ist wichtiger als jede Diskussion über Bildschirmzeit

Ich hab es immer auf dem ‚offiziellen‘ Weg versucht bei meinem Kind. Damit er wieder mehr liest, hab ich die Bildschirmzeiten auf Handy, Tablet oder auch am TV begrenzt, Lesezeit vereinbart und für ordentlich Literaturnachschub gesorgt. Dabei aber viel öfter richtig daneben gegriffen. Denn die von mir ausgesuchten Bücher haben ihn gelangweilt, also hat er sie nicht gelesen.

Spannung ist also der entscheidende Faktor bei uns gewesen. Und die musste auch direkt im ersten Kapitel stecken. Und schon war mein Sohn Feuer und Flamme für die Geschichte.

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2. Teenager müssen ihre Bücher finden

Teenager müssen also unbedingt selbst erkunden, was sie spannend finden. Und dabei interessiert sie oft wenig, welche Altersempfehlung ein Buch hat. Sie brauchen Figuren, mit denen sie sich identifizieren können, die spannend oder lustig sind oder die Geschichten erzählen, die sie überraschen.

Bücher, die Themen wie digitale Medien, künstliche Intelligenz, Spiele oder ganz viel Spannung beinhalten sind jene, mit denen viele Jugendliche etwas anfangen können. Sie vermitteln das Gefühl, dass die Geschichten näher an ihrer eigenen Welt sind.

Ganz außer Acht lassen sollte man Altersempfehlungen aber nicht. Es gibt immer mehr Bücher, deren Cover jugendlich daherkommt, in denen aber jede Menge Erotik oder belastende Themen stecken.

3. Nicht jedes Buch muss wertvoll sein

Klar ist es cool, wenn Kinder ‚Moby Dick‘, ‚1984‘ oder ‚Der große Gatsby‘ lesen, und vielleicht machen sie das auch irgendwann, aber nur, wenn es ihnen Spaß macht. Der ist nämlich viel entscheidender beim Lesen, als der Stempel ‚pädagogisch wertvoll‘.

Das Lesen an sich ist wertvoll. Geschriebenen Geschichten und ihren Protagonisten Zeit zu schenken und ihnen folgen zu wollen, ist wertvoll. Es ist also erstmal unwichtig, ob dein Kind Comics, Graphic Novels oder einen Liebesroman liest – Hauptsache, es liest.

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4. E-Books sind auch Bücher

Es mag widersprüchlich wirken, wenn man das Kind vom Handybildschirm holen will und ihm dann einen E-Reader mit Bildschirm fürs Lesen in die Hand drückt. Aber das ist es gar nicht. Lesen bleibt ja Lesen.

Und wer weiß, vielleicht ist genau das technische Gadget der Stups, den der Teen braucht, um sich Büchern zu widmen. Außerdem ist es sehr praktisch, denn es passen wesentlich mehr Bücher drauf als in einen Rucksack, wenn es in den Urlaub geht.

5. Lies selbst

Teenager hören gerne besonders gut weg, wenn wir ihnen etwas sagen. Vermutlich geben sie es auch besonders ungern zu, dass sie einem unserer Ratschläge gefolgt sind. Und doch schauen sie ganz genau hin, was wir machen. Und noch besser schauen sie hin, was wir nicht machen, sie aber machen sollen / müssen.

Wer also seinen Teen dazu bringen will, hin und wieder in ein Buch zu schauen, sollte das selbst genau so praktizieren und mit gutem Beispiel voran gehen.

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6. Lies, was dein Teenager liest

Mein Sohn hat mir in unserem letzten Urlaub eines seiner liebsten Bücher empfohlen, Cryptos von Ursula Poznanski (hier bei Thalia shoppen)*. Ich habe es ruckzuck weggelesen und habe mich nicht nur bestens unterhalten gefühlt, sondern auch einen anderen Zugang dazu gefunden, wie ich mit ihm über Bücher spreche.

Während sonst der Akt des Lesens im Vordergrund stand, konnten wir uns super über Charaktere, überraschende Wendungen und richtig nervige Handlungsstränge unterhalten. So, als hätten wir gemeinsam eine Serie geschaut. Er war so euphorisiert, mit mir seine Gedanken zu dem Buch teilen zu können, dass ich mir gleich noch weitere Buchempfehlungen von ihm abgeholt hab.

Und selbst wenn man nicht die gleichen Bücher liest, kann man immer nach der Geschichte fragen, besonders coolen und witzigen Figuren und nicht nur danach, wie das Kind mit dem Buch vorankommt.

Wenn Teens lesen wollen, brauchen sie keine Erinnerung

Der schönste Moment ist, wenn der Teenager wirklich liest und nichts ihn davon abbringen kann. Und wenn man ihn gar nicht an die ‚Lesezeit‘ erinnern muss. Dann liegt plötzlich morgens neben seinem Bett nicht mehr nur das Handy, sondern das Buch obendrüber.

Teenager lassen sich ungern sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Sie entscheiden selbst, wie sie ihre freie Zeit verbringen wollen. Das gilt eben auch fürs Lesen. Aber mit dem richtigen Buch, oder seien wir optimistisch, den richtigen Büchern, ist das fast ein Selbstläufer.

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Buchempfehlungen für Teenager

Jedes Kind ist anders und nicht alle entdecken eine Liebe für Thriller. Sollte dein Kind aber auf spannende Geschichten stehen, bei dem es ein bisschen miträtseln kann, dann kann ich dir diese Bücher wärmstens ans Herz legen.

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