Jetzt im Frühling machen viele Hobbygärtner ihren Garten wieder fit für die neue Saison. Beete werden vorbereitet, der Rasen wird gemäht und bald soll alles wieder schön saftig grün aussehen. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn man unschöne braune Flecken im Rasen entdeckt. Oft steckt hinter dem Schaden ein Problem unter der Oberfläche: Engerlinge.
Was sind Engerlinge?
Als Engerlinge bezeichnet man die Larven verschiedener Käferarten. Besonders häufig sind sie die Larven von Maikäfern, Junikäfern oder Rosenkäfern. Sie leben im Boden und ernähren sich dort von organischem Material. Manche Arten aber auch von den Wurzeln von Gräsern und Pflanzen.
Vor allem im Rasen können diese Larven ordentlich Schaden anrichten. Wenn sie an den Graswurzeln fressen, verlieren die Halme ihren Halt im Boden und sterben ab. Die Folge sind gelbe oder braune Stellen, die sich mit der Zeit immer weiter ausbreiten können.
Typische Anzeichen für Engerlinge im Rasen
Braune Flecken im Rasen haben nicht immer dieselbe Ursache. Trockenheit, Pilzkrankheiten oder Nährstoffmangel können ebenfalls dafür verantwortlich sein. Es gibt jedoch ein paar spezielle Hinweise, die auf Engerlinge hindeuten:
- Der Rasen wirkt stellenweise trocken und abgestorben, obwohl ausreichend gegossen wird.
- Die Grasnarbe lässt sich leicht anheben, fast wie ein Teppich.
- Unter der Oberfläche sind weiße, gekrümmte Larven zu finden.
- Vögel, Igel oder Maulwürfe graben auffällig oft im Rasen.
Was du gegen Engerlinge im Rasen tun kannst
Wenn sich viele Larven im Boden befinden, kann der Rasen stark leiden. Es gibt aber zum Glück ein paar Möglichkeiten, den Befall einzudämmen.
1. Rasen regelmäßig kontrollieren
Gerade im Frühling solltest du verdächtige Stellen im Rasen genauer prüfen. Früh erkannt, lässt sich ein größerer Schaden oft verhindern.
2. Engerlinge absammeln
Bei kleineren Flächen reicht es manchmal schon, die Larven beim Umgraben oder Vertikulieren einfach einzusammeln.
Mehr dazu: Das ist der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu vertikutieren
3. Natürliche Feinde fördern
Igel und Vögel und gehören zu den natürlichen Feinden der Engerlinge. Gestalte deinen Garten möglichst vielfältig, um die Tiere anzulocken, zum Beispiel mit Hecken, Sträuchern und dichten Pflanzenbereichen, in denen sie Schutz finden können. Vogeltränken oder Nistkästen können zusätzlich dafür sorgen, dass sich mehr Vögel im Garten ansiedeln.
4. Nematoden einsetzen
Bei einem stärkeren Befall greifen viele Gärtner zu Nematoden (gibt es hier bei Amazon*). Diese winzigen Fadenwürmer werden mit Wasser ausgebracht und befallen gezielt die Larven im Boden.
Wann der Rasen sich wieder erholt
Wurde die Ursache beseitigt, kann sich der Rasen oft erstaunlich schnell regenerieren. Kahle Stellen lassen sich durch Nachsaat schließen. Wichtig ist natürlich auch eine gute Pflege, inklusive regelmäßiges Mähen, ausreichend Wasser und bei Bedarf etwas Rasendünger.
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