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Kennt ihr die Unterschiede zwischen Butter und Margarine?

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Schon gewusst? Das sind die Unterschiede zwischen Butter und Margarine

Streichfett ist Streichfett – oder etwa nicht? Tatsächlich gibt es einige Unterschiede zwischen Butter und Margarine.

Butter oder Margarine – ist doch voll egal? Nicht ganz: Es gibt deutliche Differenzen zwischen den Streichfetten. Hier erfahrt ihr, welche.

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Sie sind beide gelb, schmecken toll auf Brot und lassen sich beim Backen einsetzen: so weit die Gemeinsamkeiten von Butter und Margarine. Aber was unterscheidet die beiden Aufstriche? Und kann man sie gleichwertig verwenden? Hier erfahrt ihr es.

Was ist der Unterschied zwischen Butter und Margarine?

Ganze 3,5 Kilogramm Margarine essen die Menschen in Deutschland laut Statista Umfragen pro Kopf. Bei Butter lag der Verbrauch laut Statista sogar bei 6,14 Kilogramm! Beliebt sind also beide Produkte. Aber was unterscheidet sie?

Die Zutaten
Grundsätzlich unterscheidet die beiden Produkte, woraus sie hergestellt wurden. Butter besteht aus natürlichen, tierischen Fetten, Margarine hingegen wird industriell (hauptsächlich) aus Pflanzenfetten gefertigt.

Aber vorsichtig: In Margarine können auch tierische Bestandteile enthalten sein. Sie ist also nicht automatisch vegan!

Die Zubereitung
Für Butter braucht man prinzipiell nur Milch, egal ob diese von Kühen, Schafen oder Ziegen kommt. Diese Milch wird mit einer Zentrifuge in den Rahm (fettreiche Sahne) und in Magermilch getrennt. Der Rahm wird geschlagen, bis Butter entsteht.

Margarine hingegen besteht aus verschiedenen Ölen und Wasser. Diesen Zutaten werden Emulgatoren zugegeben, damit sich Fett und Wasser nicht trennen. Durch industrielle Verfahren wird dann Konsistenz und Geschmack erzeugt.

Der Geschmack
Butter hat einen kräftigeren Geschmack, der insbesondere Kuchen und Co. ein tolles Aroma verleiht. Margarine hingegen ist etwas neutraler und schmeckt stärker nach Öl.

Übrigens: Wenn ihr eure Butter in ihrer Verpackung im Kühlschrank lagert, kann es sein, dass sie die Gerüche darin aufnimmt. Deshalb solltet ihr sie in einem Buttergefäß verwahren.

Die Konsistenz
Margarine ist gekühlt streichfertig und kann ohne vorheriges Schmelzen zum Backen oder für das Brot verwendet werden.

Butter hingegen ist sehr fest, wenn sie aus dem Kühlschrank kommt, und wird erst bei Zimmertemperatur weicher. Aber: Beide Produkte lassen sich schmelzen!

Die Haltbarkeit
Margarine lässt sich deutlich länger aufbewahren als Butter. Letzteres hält sich gut gekühlt etwa einen Monat, Margarine kann ungeöffnet bis zu drei Monate haltbar sein. Wurde die Margarine erst geöffnet, ist auch sie etwa einen Monat gut.

Schon gewusst? Du kannst sowohl Butter als auch Margarine wunderbar einfrieren. Dann halten die Streichfette noch länger.

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Unterschiede von Butter und Margarine beim Backen

Während manche Menschen beim Backen auf Butter schwören, greifen andere lieber zur Margarine. Aber macht das wirklich einen Unterschied? Beide Streichfette haben ihre eigenen Vorzüge:

Butter wird seit langer Zeit beim Backen verwendet. Und das aus gutem Grund:

  • Sie hat ein besonderes Aroma.
  • Butter eignet sich für alle Teigarten.
  • Sie kann für Buttercremes verwendet werden.
  • Es handelt sich um ein weniger verarbeitetes Produkt.

Margarine hat einen sehr zurückhaltenden Geschmack, der bei Buttergebäcken natürlich nicht ideal ist, bei Rührteig aber fast keinen Unterschied macht. Außerdem hat sie andere Vorteile:

  • Einige Sorten sind vegan und laktosefrei.
  • Margarine ist günstiger als Butter.
  • Sie ist länger haltbar.
  • Man muss Margarine nicht erst aufwärmen, damit sie weich wird.

Butter und Margarine austauschen
Ihr seid am Backen und stellt plötzlich fest: Oh Schreck, die Margarine ist leer! Kein Problem, du kannst das Streichfett 1:1 durch Butter ersetzen.

Andersrum ist das etwas komplizierter. Zwar könnt ihr auch hier einfach Butter durch Margarine austauschen, das funktioniert aber nicht bei allen Gebäcken gut, weil dann oftmals der Buttergeschmack fehlt.

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Butter vs. Margarine: Unterschiede beim Kochen

Wer liebt nicht den Geruch von geschmolzener Butter in der Pfanne? Ganz abgesehen vom Geruch eignet sich Butter aber tatsächlich gar nicht so gut zum Braten. Denn sie wird sehr schnell dunkel und verbrennt.

Margarine hingegen ist sehr viel resistenter gegenüber Hitze und hat einen niedrigen Rauchpunkt. Damit ist sie besser zum Anbraten. Davon ausgenommen: Halbfettmargarine. Sie enthält zu viel Wasser.

Noch besser sind übrigens spezielle Bratfette (etwa dieses Bratöl auf Amazon*). Diese könnt ihr ohne Probleme sehr hoch erhitzen, ohne dass sie anfangen zu verbrennen.

Auf dem Brot: Margarine oder Butter?

Hier ist es ganz allein euch und euren Geschmacksknospen überlassen, was ihr auf das Brot schmiert. Butter hat einen kräftigeren Geschmack, während Margarine zurückhaltender ist. Aber beide enthalten Fett und wie wir wissen: Fett ist ein Geschmacksträger!

Es gibt übrigens auch nur kleine Unterschiede, was die Kalorien angeht: 100 g Butter hat 750 Kalorien, die gleiche Menge Margarine 720 Kalorien.

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