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Schimmel vermeiden: So lüftest du Räume ohne Fenster

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Achtung Schimmelgefahr: So lüftest du Räume ohne Fenster

In Räumen ohne Fenster kommt das Lüften oft zu kurz. Dabei ist es genau in diesen Zimmern so wichtig, für frische Luft zu sorgen, um Schimmel vorzubeugen. Wir haben 5 praktische Tipps auf Lager, mit denen ihr auch fensterlose Räume lüften könnt.

Speisekammer, Gästetoilette, Keller: Viele dieser Räume kommen ohne Fenster daher. Da stellt das Lüften schonmal eine echte Herausforderung dar.

Vor allem aber innenliegende Badezimmer ohne Fenster sorgen für Kopfzerbrechen. Die hohe Luftfeuchtigkeit, beispielsweise nach dem Duschen, gepaart mit der geringen Luftzirkulation, ist ein echter Schimmel-Magnet. Schneller als gedacht, entdeckt man in Fugen und an Wänden die schwarzen Flecken.

Lesetipp: Verhindert das Abziehen der Dusche Schimmel im Bad?

Darum solltet ihr Räume ohne Fenster lüften

Ein Wort: Schimmel.

Kann die Luftfeuchtigkeit in einem Raum nicht entweichen, kommt es schnell zu Schimmelbildung. Das ist nicht nur ziemlich eklig, schwarzer Schimmel kann auch gesundheitsschädigend sein.

In Wohnräumen beträgt die ideale Luftfeuchtigkeit 40 bis 60 %. Im Bad liegt sie etwas höher. Hier sind 50 bis 70 % normal, nach dem Duschen kann sie auch mal bei 80 % liegen. Im Keller sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65 % betragen.

Tipp: Mit einem Hygrometer könnt ihr ganz easy die Luftfeuchtigkeit in eurer Wohnung und den einzelnen Räumen messen. Hier könnt ihr einen top bewerteten Hygrometer bei Amazon kaufen*.

Im Video: 3 Tipps für richtiges Heizen

Schimmel vermeiden: So lüftest du Räume ohne Fenster

Wie lüfte ich einen Raum ohne Fenster?

Ihr könnt auf verschiedenste Arten in fensterlosen Zimmern für frische Luft sorgen und damit die Schimmelgefahr senken.

Für Durchzug sorgen

Dieser Tipp ist wirklich der einfachste von allen, denn jeder Raum, auch wenn er kein Fenster hat, besitzt eine Tür. Stellt diese weit auf und öffnet im besten Fall in einem angrenzenden oder gegenüberliegenden Raum das Fenster.

Wenn ihr auf diese Art lüftet, solltet ihr daran denken, alle anderen Zimmertüren zu schließen. Nur so kann die Luftfeuchtigkeit auch wirklich aus dem geöffneten Fenster entweichen und landet nicht in einem anderen Raum. Für einen zusätzlichen Effekt könnt ihr zudem einen Ventilator in die geöffnete Zimmertür stellen.

Bei den meisten Bädern, Abstellkammern oder auch Schlafzimmern ohne Fenster ist diese Möglichkeit super, da sie oft an Räumen mit Fenstern angrenzen. Bei Kellerräumen wird es schon etwas schwieriger. Aber auch hier gibt es ein paar einfache Tipps und Tricks, um die Feuchtigkeit in der Luft loszuwerden.

Luftentfeuchter

In Räumen ohne Fenster oder angrenzende Fenster kann ein Luftentfeuchter helfen. Diese Geräte filtern, wie der Name bereits sagt, die Feuchtigkeit aus der Luft.

Elektrische Luftentfeuchter (wie hier von Pro Breeze*) müssen einfach nur in eine Steckdose eingesteckt werden und schon absorbieren sie die Nässe aus der Luft. Manche Geräte können sogar an der Wand befestigt werden, andere besitzen praktische LED-Anzeigen, auf denen ihr jederzeit die aktuelle Luftfeuchtigkeit im Raum ablesen könnt.

Neben elektrischen Luftentfeuchtern gibt es auch chemische Modelle. Diese ziehen durch ein spezielles Granulat das Wasser aus der Luft. Auch wenn man das Granulat alle paar Monate austauschen muss, sind diese Raumentfeuchter ziemlich praktisch. Sie brauchen keinen Stromanschluss, wenig Platz und sind zudem lautlos. Dieser chemische Luftentfeuchter auf Amazon hat über 6.000 Bewertungen*.

Auch lesen: Heizkosten senken: Warum sind Heizungen eigentlich oft unter den Fenstern?

Hausmittel: Katzenstreu oder Salz

Diese Hausmittelchen zum Lüften von fensterlosen Räumen funktionieren im Grunde wie die chemischen Luftentfeuchter. Salz und Katzenstreu saugen beide Feuchtigkeit auf.

Füllt für diesen Haushalts-Hack einfach ein paar Schälchen mit Speisesalz und stellt sie im jeweiligen Raum auf. In einem hübschen offenen Behälter geht der selbstgemachte Luftentfeuchter zudem glatt als Deko durch. Ist das Gefäß nass und steht voll mit Wasser, solltet ihr es entleeren und mit frischem Salz auffüllen.

Die Katzenstreu-Variante ist leider nicht ganz so hübsch. Füllt hierfür eine möglichst große, breite Schale zur Hälfte mit dem Katzenstreu. So kann es möglichst viel Feuchtigkeit anziehen.

Luftschacht reinigen

In Deutschland ist es vorgeschrieben, dass Räume ohne Fenster mit einer verbauten Lüftungstechnik ausgestattet sein müssen. Bei älteren Gebäuden ist diese Technik nur leider oft veraltet. Manchmal hilft es aber schon, die alte Lüftung ordentlich zu reinigen, damit sie wieder besser funktioniert.

Entfernt dafür das Gitter und die Abdeckung vom Abluftschacht. Diese sind oft ziemlich eingestaubt. Macht sie mit einem feuchten Lappen und etwas Spüli wieder sauber. Zusätzlich könnt ihr auch den Filter im Inneren durch einen neuen ersetzen.

Entlüfter einbauen
Die letzte Möglichkeit, einen Raum ohne Fenster zu lüften, ist die aufwendigste – aber auch die nachhaltig wirkungsvollste.

Liegt der Raum ohne Fenster an einer Außenwand, ist die wirksamste Methode gegen Feuchtigkeit, eine dezentrale Lüftungsanlage einzubauen. Diese saugt die feuchte Luft nach draußen und lässt frische Außenluft hineinströmen. So eine dezentrale Lüftungsanlage kann vergleichsweise einfach eingebaut werden, weil dafür keine Abluftrohre angelegt werden müssen. Wer in einer Mietwohnung lebt, sollte daher unbedingt in Erwägung ziehen, mit seinem Vermieter darüber zu reden. Immerhin ist es auch im Sinne des Vermieters, dass die Zimmer schimmelfrei bleiben.