Eine meiner absoluten Lieblingspflanzen für Balkon und Garten ist der Lavendel. Die mintgrünen Stängel und die lila Blüten erinnern mich an den Sommer und die Provence.
Lavendel ist nicht nur hübsch anzusehen und hat einen angenehmen Duft, er ist auch ziemlich nützlich. Denn Bienen und Schmetterlingen schenkt er Nahrung, während er auf Wespen und Ameisen eine abschreckende Wirkung hat.
Getrockneter Lavendel lässt sich zudem in den Innenräumen einsetzen, weil er Spinnen vertreibt und Kleidermotten fernhält, was ich persönlich wirklich genial finde. Außerdem hilft Lavendel beim Einschlafen.
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Lavendel liebt Sonne und braucht nur wenig Nährstoffe. In der Natur ist die mediterrane Pflanze an sonnigen, eher trockenen Standorten zu finden. Staunässe und eine zu feuchte Umgebung mag die Pflanze nicht.
Lavendel: Besser in diesem Fall nicht düngen – damit er ein 2. Mal blüht
Der ultimative Tipp fürs Düngen bei Lavendel lautet ganz eindeutig: weniger ist mehr. Im Topf sollte der Lavendel maximal zweimal jährlich gedüngt werden. Das erste Mal im Juni zu Beginn der Wachstumszeit und zum zweiten Mal nach dem ersten Blühen.
Wird Lavendel überdüngt, kommt es lediglich zu einem verstärkten Längenwachstum, dafür wächst der Strauch aber weniger dicht.
Bei Lavendel ist daher nicht das Düngen entscheidend, sondern lediglich das Substrat bzw. der Boden, in dem der Halbstrauch wächst. Das Substrat sollte locker, durchlässig und kalkhaltig sein. Der Dünger sollte stickstoffarm sein. Am besten geeignet ist natürlicher Kompost. Dieser sollte der Erde einfach beigemischt werden.
Im Beet sollte Lavendel übrigens gar nicht gedüngt werden. Das Düngen hat hier keinerlei Vorteile. Im Gegenteil, der Lavendel verliert auch hier seine ursprüngliche Wuchsform und wächst wesentlich weniger dicht.
Daher lieber komplett aufs Düngen verzichten. Zumal Lavendel schnell ein umfassendes Wurzelsystem bildet und sich somit optimal selbst mit allen Nährstoffe versorgen kann.
Experten-Tipp: Damit Lavendel üppig blüht, sind nicht nur die Nährstoffversorgung und der Boden entscheidend. Man muss dem Lavendel auch zur richtigen Zeit einen Schnitt verpassen. Lies bei unseren Kolleg*innen von Landidee.de, wie du Lavendel schneiden solltest.
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Die Kraft des eigenen Kräutergartens:
Kräuter können nicht nur in der Küche verwendet werden, sondern sie können auch als Heilpflanzen eingesetzt werden.

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Pfefferminze (Mentha x piperita):
Ein Frischekick für Garten und Gesundheit! Ideal für einen erfrischenden Tee oder als Würze für Salate. Die Öle der Pfefferminze fördern die Verdauung und sind eine Wohltat bei Kopfschmerzen.

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Zitronenmelisse (Melissa officinalis):
Ihr zitroniger Duft bezaubert und beruhigt. Ein Tee aus den Blättern wirkt Wunder bei Nervosität und Magenbeschwerden.

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Thymian (Thymus vulgaris):
Klein, aber oho! Thymian ist stark gegen Bakterien und ideal in der Küche oder als heilender Tee. Auch als Gurgellösung bei rauem Hals hilft er.

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Kamille (Matricaria chamomilla):
die Kamille! Ein absoluter Klassiker, der in keinem Kräutergarten fehlen darf. Ihre zauberhaften Blüten sind wahre Wunderwerke und enthalten ätherische Öle, die wie ein sanfter Kuss auf den Körper wirken - entzündungshemmend und beruhigend. Ein Schluck Kamillentee und der Magen-Darm-Trakt fühlt sich wie neu an! Dieser goldene Aufguss ist ein wahrer Retter bei Verdauungsbeschwerden, Krämpfen und sogar bei nervigen Schlafproblemen. Ein wahrer Held in deiner Teetasse!
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