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Studien bestätigen: Stillen senkt das Brustkrebsrisiko deutlich

Studien bestätigen: Stillen senkt das Brustkrebsrisiko deutlich
Studien bestätigen: Stillen senkt das Brustkrebsrisiko deutlich Credit: Getty Images

Stillen ist nicht nur gesund fürs Baby, sondern, wie Studien belegen, auch für die Gesundheit der Mutter.

Studien bestätigen: Stillen senkt das Brustkrebsrisiko deutlich

Bisher wurden beim Thema Stillen vor allem die positiven Effekte der Muttermilch für das Baby hervorgehoben. Wissenschaftler*innen mutmaßten jedoch schon länger, dass nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter vom Stillen profitiert.

Tatsächlich konnten diverse Studien nachweisen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Stillen und einer späteren Brustkrebsdiagnose gab. So senkten Frauen, die mindestens sechs Monate stillten, ihr Krebsrisiko im Vergleich zu denen, die kürzer oder gar nicht stillten, deutlich.

Eine Studie der University of North Carolina Chapel Hill aus dem Jahr 2009 konnte ferner beweisen, dass sogar Frauen, die durch Krebsfälle in der Familie vorbelastet sind, ihr Brustkrebsrisiko senken konnten. Das fiel bei vorbelasteten Frauen, die ihr Kind mindestens sechs Monate stillten, bis zu 59 Prozent geringer aus als bei familiär vorbelasteten Frauen, die gar nicht oder nur kurz stillten.

Lies auch: Schmerzen in der Brust: Frauen sollten Ursachen kennen

Stillen zur Krebsprävention

Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) bestätigt den positiven Effekt von längerem Stillen auf die Gesundheit der Mutter mithilfe früherer Forschungen. Sie ermittelten, dass eine Stilldauer von sieben bis zwölf Monaten das Brustkrebsrisiko um bis zu 14 Prozent senken kann. Vor allem bei Frauen über 25 Jahre sei dieser Effekt besonders klar erkennbar gewesen.

Warum genau sich Stillen derart positiv auf die Krebsprävention auswirke, sei noch nicht ausreichend erforscht. Fest stehe, dass eine hohe Anzahl an Monatszyklen von der Pubertät bis zu den Wechseljahren das Brustkrebsrisiko erhöht. Da durch längeres Stillen Monatsblutungen jedoch aussetzen können, könnte das ein Faktor der Risikominimierung ausmachen.

Gesunder Lebensstil zur Krebsprävention

Tendenziell lässt sich auch mit einem gesunden Lebensstil etwas zum Schutz vor (Brust)Krebs beitragen. Dazu zählen unter anderem eine gesunde und ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Übergewicht, Rauchen und Alkohol hingegen können das Risiko erhöhen.

Wichtig: Auch Frauen, die gesund sind und leben und Risikofaktoren wie die eben genannten meiden, können an Brustkrebs erkranken. An der Entstehung von Krebs sind viele Faktoren beteiligt. So kann eine erbliche Veranlagung das Risiko erhöhen, aber auch das Alter, ein dichtes Brustgewebe, hormonelle Faktoren oder eine Erkrankung wie Diabetes mellitus Typ 2.

Vorsorgetermine wahrnehmen!

Deshalb ist es für Frauen so wichtig, regelmäßige Vorsorgetermine beim Frauenarzt bzw. der Frauenärztin wahrzunehmen. Auch selbst sollten Frauen ihre Brüste regelmäßig abtasten und Veränderungen direkt ärztlich untersuchen lassen.

Lesetipp: Brust selbst abtasten: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keine Diagnose einer Ärzt*in. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr eure Ärzt*in kontaktieren. Über die bundesweite Nummer 116117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst erreichbar.