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Hund abkühlen bei Hitze: Die wichtigsten Tipps für heiße Tage

Brauner Hund spielt im Garten mit dem Rasensprenger, um sich abzukühlen
© Adobe Stock/ Jne Valokuvaus

Wie kann man Hunde im Sommer abkühlen?

Sommerhitze kann für Hunde gefährlich werden – mit diesen Tipps bleibt dein Vierbeiner cool & gesund!

Kaum wird es draußen richtig heiß, leiden nicht nur wir unter der Sommerhitze. Auch Hunde kommen schnell an ihre Grenzen, vor allem, weil sie ihre Körpertemperatur schlechter regulieren können als Menschen. Mit ein paar einfachen Tricks kannst du deinem Vierbeiner die heißen Tage aber deutlich angenehmer machen.

Kühle Orte schaffen

Wenn du nicht gerade in einer kühlen Erdgeschosswohnung lebst, dann hast du bestimmt auch jede Menge Erfahrung damit, wie unglaublich warm es in der Wohnung werden kann.

Gib deinem Hund Freiraum: Hunde suchen sich bei Hitze oft selbst die kühlsten Plätze der Wohnung, zum Beispiel Fliesen im Bad oder einen schattigen Platz im Keller. Wichtig ist, dass dein Hund jederzeit die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen und die Liegestelle zu wechseln – achte also darauf, die Türen offen zulassen. Der Grund: Hunde geben ihre Körperwärme hauptsächlich an die Liegeflächen ab und wechseln daher häufig den Platz.

Alternativ kann auch eine Kühlmatte helfen (gibt’s hier bei Amazon*). Achte darauf, dass die Kühlmatte intakt ist und dein Hund sie nicht anknabbert. Wichtig: Die Kühlmatte kühlt nicht lange. Dann muss der Hund den Platz wechseln können.
Sehr kalte Unterlagen sollten zudem nicht dauerhaft genutzt werden.

Du hast keinen Fliesenboden oder willst nicht, dass der Hund ins Bad geht? Pfeif drauf, die Fliesen kannst du putzen, dein Hund muss sich kühlen dürfen, denn ihm bringt ein Ventilator nichts. Eine selbstgebaute Kühlplatte aus Fliesen, wie man sie für Hasen und Meerschweinchen nutzt, kann zu einem schicken Designelement werden, auch im etwas größeren Format für Hund und Katze.

Lebensgefahr: Hund niemals im Auto zurücklassen

Das sollte eigentlich allen klar sein, sicherheitshalber erwähnen wir es hier nochmal: Niemals solltet ihr euren Hund im Sommer im Auto lassen! Auch nicht für fünf Minuten und auch nicht, wenn das Auto im Schatten steht.

Im Innenraum von Autos wird es in kürzester Zeit unglaublich warm – und somit lebensgefährlich für Hunde. Schon bei 20 °C Außentemperatur erwärmt sich ein geschlossenes Fahrzeug innerhalb einer Stunde auf 46 °C, erklärt der ADAC.

Das heißt für dich: Nimm deinen Hund nur zum Einkaufen oder Kaffeeklatsch mit, wenn er in den Laden oder ins Café darf. Ansonsten bleibt er besser zu Hause.

Gleiches gilt für Kinder, andere hilfsbedürftige Personen oder andere Haustiere. Das Auto kann in der Hitze zur Todesfalle werden.

Mit Hund bei Hitze unterwegs?

Viele Hunde kommen überall mit hin, auch in den Urlaub. Und das ist schön, schließlich gehört der Vierbeiner zur Familie dazu.

Gerade der Kofferraum heizt sich durch die Heckscheibe oft besonders schnell auf. Selbst bei laufender Klimaanlage kommt dort deutlich weniger kühle Luft an.

Lässt sich eine kurze Pause im Auto unterwegs nicht vermeiden, können ein Schattenparkplatz sowie geöffnete Fenster mit Schutzgitter, Sonnenschutz und spezielle Heckklappen-Lüftungen (Lufti) die Luftzirkulation verbessern. Wichtig ist: Die Maßnahmen funktionieren nur zusammen, eine einzelne reicht nicht aus. Trotzdem solltest du deinen Hund dabei niemals längere Zeit unbeaufsichtigt lassen.

Sommerspaß im kühlen Nass

Wer springt an einem heißen Sommertag nicht gerne in den Pool? Wenn du einen Garten oder Balkon hast, kannst du dir überlegen, einen Hundepool aufzustellen (gibt’s hier bei Amazon*). So kann dein Liebling sich nach eigenem Ermessen abkühlen.

Kein Platz für sowas? Dann bietet sich eine kurze Abkühlung in der Dusche an. Das Wasser sollte angenehm kühl, aber nicht eiskalt sein. Starte am besten an den Pfoten und Beinen.

Freiwilliges Kopftauchen kann ebenfalls eine gute Möglichkeit sein, Hunde an heißen Tagen abzukühlen. Dafür eignet sich eine flache Wanne oder einen weiten Eimer (je nach Größe des Hundes) mit Wasser. Lege ein Lieblingsspielzeug oder ein Leckerli hinein, das schwer genug ist, um an den Boden zu sinken, und motiviere deinen Hund spielerisch zum Tauchen. Wichtig: Gewöhne deinen Hund langsam daran und zwinge ihn niemals dazu – Freiwilligkeit ist hier entscheidend.

Alles zu aufwändig oder dein Hund ist wasserscheu? Lege ein nasses Handtuch auf den Boden, dann kann sich dein Hund damit den Bauch kühlen. Oder ihr reibt es ein paar Mal über das Fell.

Wichtig: Lege das nasse Handtuch lieber auf den Boden oder befeuchte damit Bauch und Pfoten. Direkt über den Hund gelegt kann sich die Wärme darunter stauen, mach das also nicht. Beim Hitzschlag ist diese Maßnahme aber zu wenig, siehe unten.

Den Tagesablauf anpassen

Wenn es draußen besonders heiß ist, versuche, den Tag trotzdem möglichst erträglich für deinen Hund zu gestalten. Das heißt: Lege die Gassirunden, wenn möglich, auf frühmorgens und spätabends.

Vielen ist es nicht bewusst, aber Asphalt kann sich schon bei sommerlichen Temperaturen stark aufheizen und empfindliche Hundepfoten verletzen. Fühlt sich der Boden für deine Hand unangenehm an, ist er auch für Hundepfoten zu heiß. Wähle deshalb schattige Wege, zum Beispiel im Wald oder an einem Bach oder See entlang.

Ebenfalls ein No-Go: Mit deinem Hund bei extremer Hitze Sport machen, wie Fahrrad fahren. Und denke daran, für deinen Hund und auch dich selbst immer Wasser zum Trinken mitzunehmen.

Viel Flüssigkeit aufnehmen

Hunde können ihre Körpertemperatur deutlich schlechter regulieren als Menschen und kühlen sich vor allem durch Hecheln ab. Die wenigen Schweißdrüsen an den Pfoten helfen da nur wenig.

Beim Hecheln verlieren die Tiere einiges an Flüssigkeit. Deshalb muss eurem Liebling stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen. Zusätzlich kann es helfen, das Trockenfutter mit etwas mehr Wasser zu mischen.

Nach starkem Toben oder großer Hitze sollte dein Hund nicht hektisch große Mengen Wasser auf einmal trinken. Biete lieber häufiger kleinere Mengen an und gönne ihm zwischendurch Ruhepausen.

Hitzschlag beim Hund: Diese Warnzeichen solltest du kennen

Ein Hitzschlag beim Hund ist ein Notfall und kann lebensgefährlich werden. Deshalb solltest du diese Warnzeichen ernst nehmen:

  • starkes oder ungewöhnlich heftiges Hecheln
  • Taumeln oder Unsicherheit beim Laufen
  • Erbrechen
  • Apathie oder starke Erschöpfung
  • sehr rote oder auffällig blasse Schleimhäute

Wichtig: Nicht jeder Hund zeigt alle Symptome gleichzeitig. Wenn du den Verdacht auf einen Hitzschlag hast, bring deinen Hund sofort an einen kühlen Ort, kühle ihn schnell runter und drastisch runter (Fell nass machen, Klimaanlage aufdrehen) und suche schnellstmöglich eine Tierarztpraxis auf und rufe dort vorher an und kündige dich als Notfall an.

Wie merke ich, dass meinem Hund zu heiß ist?

Starkes Hecheln, Unruhe, Müdigkeit oder Taumeln können Warnzeichen sein.

Darf ein Hund im Sommer ins Auto?

Nur während der Fahrt. Ein geparktes Auto kann selbst bei milden Temperaturen lebensgefährlich werden.

Wie kühle ich meinen Hund richtig ab?

Mit Schatten, Wasser, kühlen Unterlagen und Ruhepausen. Aber nie mit eiskaltem Wasser!

Wie heiß darf Asphalt für Hunde sein?

Als grobe Faustregel gilt: Fühlt sich der Boden für deine Hand schon nach wenigen Sekunden unangenehm heiß an, solltest du mit deinem Hund auf schattige Wege ausweichen.

Auch interessant: Wusstest du das schon über deinen Hund?

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information. Bitte beachte, dass einzelne Verhaltensweisen, die dir ein Tier zeigt, immer im Kontext der Situation verstanden werden müssen. Bevor ein Haustier bei euch einzieht, bedenkt immer die große Verantwortung, die so ein Lebewesen mit sich bringt. Habt ihr bereits ein Haustier und habt Fragen zu Gesundheit oder Verhalten, dann kontaktiert bitte euren Tierarzt oder eure Tierärztin und bei Bedarf eine Tiertrainerin oder einen Tiertrainer.