Viele Hobbygärtnerinnen und -gärtner legen großen Wert auf einen gepflegten Vorgarten. Immerhin ist er quasi das Aushängeschild, das jede*r zuerst sieht, bevor er das Haus betritt.
Doch gerade die Gestaltung des Vorgartens ist mit der ein oder anderen Herausforderung verbunden. Nicht selten liegt der Platz vor der Haustüre nämlich im Schatten. Das ist nicht unbedingt tragisch, allerdings macht es die Bepflanzung nicht so einfach. Denn die meisten Blumen und Pflanzen brauchen vor allem eins, und das ist Licht.
Doch keine Sorge, es gibt Staudenarten, die viel eher einen schattigen Standort bevorzugen und sich daher perfekt für einen sonnenarmen Vorgarten eignen. Wir verraten dir unsere drei pflegeleichten Stauden-Favoriten.
Funkien
Funkien sind echte Blickfänger im Vorgarten-Beet, denn ihre großen, herzförmigen Blätter sorgen sofort für Fülle und Struktur. Je nach Sorte zeigen sie sich ganz unterschiedlich, von grün-weiß gemustert bis hin zu Blättern mit dekorativen gelben Rändern. Im Sommer setzen außerdem zarte, glockenförmige Blüten in Weiß oder Lila schöne Akzente.

Gerade für schattige Vorgärten sind Funkien ideal geeignet. Oft bekommen diese Bereiche nur wenig Sonne, etwa durch Hauswände oder Bäume. Genau hier spielen Funkien ihre Stärke aus, denn sie kommen mit wenig Licht bestens zurecht und bringen trotzdem üppiges Grün in den Eingangsbereich. So wirkt selbst ein dunkler Vorgarten lebendig und gepflegt, ohne dass du viel Aufwand hast.
Die pflegeleichten Stauden bevorzugen kühle, feuchte Standorte mit humusreichem Boden. Direkte Sonne vertragen sie hingegen schlecht. Ein regenreicher Frühling kommt ihnen besonders entgegen und sorgt dafür, dass sie kräftig wachsen und dicht austreiben.
Ganz ohne kleinen Haken geht es allerdings nicht: Schnecken lieben Funkien. Vor allem Sorten mit weichen Blättern stehen ganz oben auf ihrem Speiseplan. Wenn du deine Pflanzen im Vorgarten schützen möchtest und gleichzeitig die Umwelt schonen willst, greife am besten zu Hausmitteln gegen Schnecken statt zu Schneckenkorn.
Elfenblume
Bestimmte Sorten, wie die Elfenblume Frohnleiten oder die Schwarzmeer Elfenblume, die aus Vorderasien und Nordafrika stammen, dienen als klassische Bodendecker und sind besonders robust. Sie sind ideal für einen schattigen Garten geeignet und verdrängen dank ihres dichten Teppichs auch Unkraut effizient.

Elfenblumen benötigen zwar generell einen humusreichen und feuchten Boden, sie sind aber sehr unkompliziert und vertragen sogar eine längere Trockenperiode problemlos. Die Elfenblume ist zwar eine winterharte Staude, sie sollte jedoch mit einer Laubschicht vor starkem Frost geschützt werden.
Aufgrund ihrer Bitterstoffe gilt auch die Elfenblume als schwach giftig.
Immergrün
Das große und das kleinblättrige Immergrün ist in unseren heimischen Laubwäldern zu finden. Immergrün gilt als robust und pflegeleicht. Der Bodendecker bildet einen dichten Pflanzenteppich und ist das ganze Jahr über grün.

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Der Boden sollte möglichst locker und humusreich sein, insgesamt ist Immergrün aber sehr anspruchslos und kann auch unter dichten Bäumen und Sträuchern bestehen. Gepflanzt wird Immergrün am besten im Frühjahr.
Das große Immergrün neigt jedoch zum Wuchern und sollte mit Bedacht gepflanzt werden. Du kannst den Bodendecker im Frühjahr kürzen, sollte er sich zu stark ausbreiten. Ein Schnitt ist generell aber nicht notwendig.
Immergrün gehört zu den Hundsgiftgewächsen und ist giftig.
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