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Zugegeben, in der Welt, in der wir momentan leben, fällt es schwer, einfach mal abzuschalten und zu entspannen. Zu viel Stress, zu viele Probleme und Unsicherheiten, dazu die alltäglichen Aufgaben, oftmals der Spagat zwischen Job und Familie: Da gehört das Gefühl der Überforderung für viele leider fast zum gängigen Alltag.
Dabei ist es extrem wichtig, seinem Körper und seiner Psyche auch mal eine Pause zu gönnen. Aber wie funktioniert das genau? Reicht es, das Smartphone wegzulegen und sich auf die Couch zu legen? Reicht ein 2-wöchiger Urlaub im Jahr? Die Wissenschaft hat eine klare Antwort darauf.
Laut Wissenschaft: Das braucht die Psyche zum Erholen
1. Die Kraft echter Begegnungen und Nähe
Leg dein Smartphone weg! Triff Freund*innen. Live und in Farbe. Das ist eigentlich weder neu noch überraschend, aber dennoch immer wieder eine Erwähnung wert: Nicht irgendwelche virtuellen Freund*innen, Likes oder Erwähnungen in Posts von anderen Menschen machen uns glücklich. Vielmehr sind es die echten Freunde und Freundinnen, die unsere Psyche braucht.
Schon allein die Begegnungen mit ihnen machen uns stabil und geben uns Kraft. Und sie wappnen uns sogar gegen bevorstehenden Stress. Auch wichtig: Körperkontakt, also Umarmungen zur Begrüßung – nicht nur mit dem Partner oder der Partnerin, sondern auch mit engen Freund*innen. Sie tun uns einfach gut.
Deshalb: Nimm die Menschen, die dir nah sind, einfach mal in den Arm, wenn dir danach ist. Die körperliche Nähe einer nahestehenden Person sorgt dafür, dass der Körper das sogenannte Kuschelhormons Oxytocin ausschüttet. Das senkt den Blutdruck und die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut und kann sogar Schmerzen lindern.
2. Studien zeigen: Sport kann eine berauschende Wirkung haben
Letztlich wissen wir alle, wie gut Sport und körperliche Auslastung sind. Und er hilft eben auch gegen Stress. Wenn da nur nicht der innere Schweinehund wäre. Aber vielleicht motiviert euch das: Sport ist nämlich nicht nur gesund, sondern sorgt für jede Menge gute Laune – und kann sogar Rauschzustände auslösen.
Warum das so ist, darüber ist sich die Forschung uneinig. Dachte man lange, die Ausschüttung von Endorphinen sorge für die gute Stimmung, so geht man heute davon aus, dass diese eher eine schmerzlindernde Wirkung besitzen.
Hinter der berauschenden Wirkung von Sport könnten laut Wissenschaftler*innen andere Botenstoffe stecken, wie zum Beispiel die sogenannten Endocannabinoide. Sie können (ähnlich wie die Wirksubstanzen der Hanfpflanze) die Cannabinoidrezeptoren im Gehirn aktivieren, was dazu führt, dass man sich beim Sport regelrecht high fühlt.
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3. Japanische Forscher über die große Kraft der Natur
Städtetrips und Touristenhotspots haben sicherlich ihren Reiz. Dennoch gibt es gute Gründe, möglichst viel deiner Freizeit in der Natur zu verbringen. Wie der schwedische Psychologe Terry Hartig in einem Experiment herausfand, wirkt ein Spaziergang durch die Natur deutlich erholsamer auf Psyche und Körper als ein Stadtspaziergang. Sogar der Blutdruck konnte gesenkt werden.
Das haben auch die Japaner für sich erkannt und so betreiben sie regelmäßig „Shinrin-yoku“, was so viel wie „Waldbaden“ bedeutet. Japanische Forscher haben sogar Hinweise darauf gefunden, dass ein Spaziergang im Wald nicht nur stressmindernd und heilsam wirkt, sondern auch die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt.
4. Psychologin: Deshalb sind auch kurz Auszeiten erholsam
Manchmal muss man einfach rauskommen, braucht einen Tapetenwechsel. Dafür sind Kurztrips ideal. Und, obwohl kurz, sind die für unsere Psyche richtig schön entspannend.
Studien der Arbeits- und Organisationspsychologin Jessica de Bloom belegen nämlich, dass der Höhepunkt der Erholung im Urlaub bereits nach einer Woche erreicht ist. Es macht also aus erholungstechnischer Sicht mehr Sinn, den Jahresurlaub nicht in einer großen Fernreise zu verballern, sondern eher mehrere Kurztrips zu unternehmen.
Zudem ist der Langzeiteffekt bei beiden der gleiche. Die Erholung hält sowohl bei längeren als auch kürzeren Urlauben nur etwa eine Woche an. Umso wichtiger also, Entspannungsstrategien für den Alltag zu entwickeln.
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Noch etwas Wichtiges zum Schluss: Dieser Artikel ist nur zur Information gedacht. Zögert nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ihr massive Probleme und Sorgen habt. Niemand muss alle schwierigen Phasen des Lebens alleine durchstehen. In diesem Sinne: Alles Gute und passt auf euch auf!
