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Das Geheimnis von Oma und Opa: Warum Kinder sich bei ihnen so wohlfühlen

Oma, Opa und Enkeltochter pflanzen im Garten eineTopfpflanze.
© Adobe Stock/Halfpoint

Vorab im Video: So wichtig sind die Großeltern für die kindliche Entwicklung

Warum Oma und Opa für Kinder so besonders sind: Diese kleinen Dinge machen den großen Unterschied.

Ich glaube, jedes Kind braucht einen Ort, an dem die Welt für einen Moment ein bisschen langsamer wird. Für mein Kind ist dieser Ort oft bei Oma und Opa. Wenn ich meinen Sohn dort abhole, sehe ich sofort den Unterschied.

Da ist dieses glückliche Strahlen in den Augen, die Aufregung beim Erzählen und das Gefühl, dass der Tag etwas ganz Besonderes war. Obwohl eigentlich gar nichts Spektakuläres passiert ist. Dann frage ich mich oft, was Oma und Opa anders machen als wir Eltern.

Heute glaube ich, dass sie gar nicht alles besser machen, sondern einfach vieles anders. Während ich im Alltag zwischen Arbeit, Haushalt, Terminen und tausend kleinen Aufgaben hin- und herspringe, nehmen sie sich Zeit, hören geduldig zu und genießen die kleinen Momente mit ihrem Enkelkind.

Genau das macht ihre Rolle so besonders. Sie schnenken Ruhe, Aufmerksamkeit und Geborgenheit. Sie schaffen Erinnerungen, die oft ein Leben lang bleiben.

Sie schenken Zeit, ohne ständig auf die Uhr zu schauen

Als Eltern leben wir häufig nach einem festen Zeitplan. Morgens müssen alle pünktlich aus dem Haus, nachmittags stehen Einkaufen, Haushalt oder andere Termine an und abends wartet schon wieder das Abendessen oder die Schlafenszeit. Selbst wenn wir mit unseren Kindern spielen, werfen wir zwischendurch einen Blick auf die Uhr oder denken daran, was als Nächstes erledigt werden muss.

Bei Oma und Opa fühlt sich die Zeit oft ganz anders an. Dort darf ein Puzzle auch eine Stunde dauern. Das gleiche Bilderbuch wird noch ein fünftes Mal vorgelesen, ohne dass jemand genervt seufzt. Beim Spaziergang wird an jeder Blume angehalten und jeder Marienkäfer genau betrachtet.

Für Kinder ist genau das unglaublich wertvoll. Sie spüren, dass sie gerade das Wichtigste auf der Welt sind und niemand in Eile ist. Diese Momente geben ihnen Sicherheit und zeigen ihnen, wie schön es sein kann, wenn sich jemand einfach nur Zeit für sie nimmt.

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Sie begegnen vielen Situationen mit einer bewundernswerten Gelassenheit

Ich ertappe mich selbst manchmal dabei, wie ich innerlich unruhig werde, wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Das Getränk kippt um, die Schuhe werden zum dritten Mal ausgezogen oder das Anziehen entwickelt sich zu einer gefühlten Ewigkeit.

Oma und Opa reagieren in solchen Momenten oft viel entspannter. Sie haben selbst Kinder großgezogen und wissen aus eigener Erfahrung, dass viele Probleme, die sich im Alltag riesig anfühlen, am nächsten Tag schon wieder vergessen sind.

Ein verschmutztes T-Shirt lässt sich waschen. Ein Wutanfall geht vorbei. Und wenn das Mittagessen heute eben etwas später auf dem Tisch steht, dann ist das auch kein Weltuntergang.

Diese Gelassenheit überträgt sich häufig auf die Kinder. Sie fühlen sich weniger unter Druck gesetzt und erleben Erwachsene, die Ruhe ausstrahlen. Genau das tut Kindern oft unglaublich gut.

Sie erzählen Geschichten, die Kinder mit ihren Wurzeln verbinden

Großeltern sind die Menschen, die Familiengeschichte lebendig machen. Sie erzählen davon, wie Mama oder Papa früher als Kinder waren, welche Streiche sie gemacht haben oder wie Weihnachten gefeiert wurde, als es noch keine Smartphones und Tablets gab.

Für Kinder sind diese Geschichten viel mehr als nur nette Erzählungen. Sie entdecken dadurch, wo ihre Familie herkommt, welche Traditionen es gibt und dass jede Generation ihre eigenen Erlebnisse hatte.

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Oft sitzen Kinder mit großen Augen da und hören gespannt zu, wenn Oma von ihrer Kindheit erzählt oder Opa berichtet, wie er früher draußen im Wald gespielt hat. Diese Geschichten schaffen Nähe und verbinden Generationen auf eine ganz besondere Weise.

Sie zeigen, dass nicht jeder Tag voller Action sein muss

Heute scheint oft alles größer, schneller und aufregender sein zu müssen. Freizeitparks, Indoor-Spielplätze oder ständig neue Ausflugsziele bestimmen häufig die Wochenenden. Bei Oma und Opa sieht ein schöner Tag oft ganz anders aus. Gemeinsam einen Kuchen backen, Beeren im Garten pflücken, Vögel beobachten oder einfach zusammen auf der Terrasse sitzen. Mehr braucht es manchmal gar nicht.

Kinder lernen dadurch, dass Glück nicht immer mit großen Erlebnissen verbunden ist. Oft entstehen die schönsten Erinnerungen genau dann, wenn gar nichts Besonderes geplant war und einfach Zeit füreinander da war.

Sie sehen die kleinen Dinge, die im Alltag leicht untergehen

Im Familienalltag verlieren wir Eltern manchmal den Blick für die kleinen Wunder. Wir denken daran, ob die Brotdose leer gegessen wurde, ob die Hausaufgaben erledigt sind oder ob für den nächsten Morgen alles organisiert ist.

Großeltern schauen häufig mit einem ganz anderen Blick auf ihre Enkel. Sie freuen sich über jedes selbst gemalte Bild, staunen über neue Wörter oder hören geduldig zu, wenn ein Kind zum zehnten Mal dieselbe Geschichte erzählt.

Sie erinnern uns daran, wie faszinierend Kinder die Welt entdecken, und dass genau diese kleinen Momente später oft die größten Erinnerungen werden.

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Sie schaffen Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben

Wenn ich an meine eigene Kindheit zurückdenke, denke ich nicht zuerst an teure Geschenke oder spektakuläre Ausflüge. Ich erinnere mich an den Duft von Omas frisch gebackenem Kuchen, an Opas Werkstatt, an gemeinsame Spaziergänge oder daran, wie wir zusammen Karten gespielt haben.

Genau solche Erinnerungen schenken viele Großeltern heute ihren Enkeln. Es sind die kleinen Rituale, die vertrauten Gerüche und die gemeinsamen Erlebnisse, die sich tief ins Herz einprägen und oft ein Leben lang bleiben.

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Das macht Eltern nicht schlechter

All das bedeutet natürlich nicht, dass Eltern weniger wichtig sind oder etwas falsch machen. Unsere Aufgaben sind einfach andere. Wir kümmern uns um Regeln, Termine, Erziehung und all die Dinge, die den Familienalltag am Laufen halten.

Großeltern dürfen eine andere Rolle einnehmen. Sie müssen nicht ständig erziehen oder den Alltag organisieren. Sie dürfen einfach genießen, zuhören, trösten und verwöhnen.

Vielleicht ist genau dieses Mischung das größte Geschenk für Kinder. Während Eltern Halt und Orientierung geben, schenken Oma und Opa oft die Ruhe, die Gelassenheit und die Zeit, die im hektischen Alltag manchmal zu kurz kommt.

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