Veröffentlicht inFamilie, Kind & Teenager

Pubertät: 4 Social Media Regeln, die meine Teenager-Kinder schützen

12-jähriges Mädchen liegt auf der Wiese
© Adobe Stock

Vorab im Video: Warum dein Sohn kaum noch was sagt

Social Media gehört für Teenager heute zum Alltag. Mit einfachen Regeln kann es gelingen, Orientierung zu geben, ohne ständig zu streiten.

Die Welt unserer Kinder ist nicht mehr dieselbe, in der wir großgeworden sind.

Social Media prägt heute Beziehungen, Identität und Selbstwert unserer Kinder. Gaming ist heute mehr als nur Zeitvertreib, es ist auch ein sozialer Treffpunkt. Und die Zeit vor Bildschirmen ist heute viel, viel höher als noch zu unserer Zeit und vor allem immer und überall möglich.

Lies auch: Pubertät: 5 Freiheiten, die dein Teenager unbedingt braucht

Unsere Kinder leben heute nicht mehr mit dem Internet, sie wachsen darin auf. Und sind damit anderen Gefahren ausgesetzt als wir. Feste Prinzipien für den Umgang im und mit dem Internet sind deshalb unerlässlich.

Lies auch: Wann sind Kinder reif genug für Social Media?

4 sinnvolle Regeln, die besser sind als jedes Verbot

Klar kann man seinem Kind Social Media, Youtube und andere Netzwerke und Seiten verbieten. Zumindest für eine gewisse Zeit. Irgendwann sind die Kinder aber rein rechtlich alt genug, sie zu nutzen. Und dann?

Lesetipp: Pubertät: Eltern, die DAS sagen, zerstören das Vertrauen ihrer Teenager-Kinder

Findet gemeinsam Vereinbarungen

Entscheidet am besten nicht über den Kopf eures Kindes hinweg, denn bekanntermaßen tun sich Teenager mit autoritären Regeln eher schwer. Setzt euch zusammen und sprecht über das, was euch wichtig ist im Zusammenhang mit Social Media, Youtube und Co.. Hört euch an, warum euer Kind die eine oder andere Plattform nutzen möchte.

Lies auch: Pubertät: Warum dein Teenie ständig Streit sucht

Schreibt auf, worauf ihr euch direkt einigen könnt. Habt ihr Differenzen bei dem einen oder anderen Eckpunkt, lasst ihn nicht unter den Tisch fallen, sondern greift ihn an einem anderen Tag noch einmal auf. Macht euch in der Zwischenzeit Gedanken dazu und gebt eurem Kind Zeit, sich welche zu machen.

Vielleicht einigt ihr euch beim nächsten Gespräch ja viel schneller dazu als du glaubst. Lass dein Kind mitgestalten und es wird sich an Vereinbarungen halten. Einfach nur, weil sie nicht über seinen Kopf hinweg entschieden wurden.

Einigt euch auf realistische Bildschirmzeiten

Man kann es Kindern und Teenagern eigentlich nicht übel nehmen, dass sie manchmal in endlosen Feeds festhängen. Einem selbst ist das schließlich auch schon passiert. Und ehe man sich versieht sind zwei oder mehr Stunden vergangen.

Findet deshalb am besten wieder gemeinsam sinnvolle Regeln. Verzichtet zum Beispiel auf die Nutzung des Handys nachts, einigt euch auf feste Offline-Zeiten oder schafft handyfreie Räume.

Achtet darauf, dass vor allem vor dem Zubettgehen das Handy 30, besser noch 60 Minuten vorher weggelegt und nicht mehr genutzt wird. Die Nutzung unmittelbar vor dem Schlaf kann ihn negativ beeinflussen.

Lesetipp: Medien-Erziehung: Daran erkennen Eltern, ob ihr Kind handysüchtig ist

Benimmregeln für Social Media

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das kann man nicht oft genug erwähnen. Sprecht deshalb darüber, was gepostet werden darf, sprecht über Inhalte, nicht nur die eigenen, sondern auch jene von anderen.

Persönliche Daten wie Klarnamen, Adressen oder Telefonnummern gehören nie ins Netz. Und stellt gemeinsam die Privatsphäre eures Teenagers ein. Damit verhindert ihr beispielsweise, dass Fremde eurem Kind folgen oder es einfach anschreiben können.

Das Offline-Leben ist nicht verhandelbar

Social Media gehört für viele Teenager zum Alltag, wichtiger bleiben aber die Offline-Kontakte. Treffen mit Freund*innen, Hobbys, Sport mit Gleichaltrigen sind für die mentale Gesundheit wichtig. Motiviert euer Kind, das Handy regelmäßig wegzulegen und nach draußen zu gehen. So klischeehaft das auch klingt: Kinder gehören an die Luft.

Lies auch: Warum Teenager lügen und was kluge Eltern NICHT tun

Viele Eltern sprechen zu selten mit ihrem Kind über dessen Online-Erlebnisse. Fragt regelmäßig nach, zeigt Interesse an seinem (Online-)Leben und haltet mit eurer Meinung lieber öfter hinterm Berg. Hört einfach zu.

Weitere Themen: