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Mamas schwören auf die 3-Dinge-Regel beim Aufräumen

Kind mit Spielzeug in chaotisch wirkendem Wohnzimmer
© Getty Images

Die 3-Dinge-Regel sorgt für Ordnung

Einfach und schnell Ordnung ins Chaos bringen.

Ordnung in 3 Minuten und das mit Kindern? Klingt zu schön, um wahr zu sein. Aber ist es nicht. Ich habe es ausprobiert.

Ich bin jetzt seit etwas mehr als drei Jahren Mama und eins habe ich seitdem gelernt: Von dauerhafter Ordnung muss man sich verabschieden. Immer liegt irgendwo etwas rum, was da nicht hingehört.

Ordnung mit Kindern? Klingt wie ein Mythos. So ein bisschen wie „Ausschlafen mit Baby“ oder „Kaffee in Ruhe trinken“. Und doch habe ich einen Trick gefunden, der mein Chaos-Level radikal gesenkt hat. Und der weniger als drei Minuten dauert. Kein Witz.

Mein Aha-Moment zwischen Wäscheberg und Bauklötzen

Es konnte so nicht weitergehen. Ständig dieses lange Aufräumen am Abend nachdem das Kind im Bett war, hat an meinen Nerven gezerrt und zur Ruhe kam ich auch nicht bzw. erst immer sehr spät am Abend. Daher musste eine schnelle, einfache Lösung her.

Also habe ich mir eine Regel gesetzt: Wenn ich einen Raum verlasse, nehme ich drei Dinge mit.

Nicht zehn, nicht alles auf einmal. Nur drei Sachen.

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Die 3-Dinge-Regel: Simpel, aber genial

Die Idee ist so simpel, dass ich mich wunder, sie nicht früher entdeckt zu haben. Egal, ob ich vom Wohnzimmer in die Küche gehe oder vom Bad ins Schlafzimmer, ich schaue mich kurz um und nehme drei Dinge mit, die nicht dorthin gehören.

Zum Beispiel

  • eine Tasse mit in die Küche
  • ein Spielzeug mit ins Kindezimmer
  • eine Jacke an die Garderobe

Drei simple Handgriffe. Mehr braucht es nicht für schnelle Ordnung.

Und das Beste: Es fühlt sich nicht nach „Aufräumen“ an. Es ist eher wie ein kleines Nebenbei-Ritual. Es ist kein großer Kraftakt, einfach ein kleiner Mini-Reset.

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Warum gerade drei Dinge?

Doch warum gerade drei Dinge? Weil drei machbar sind. Immer und ohne große Mühe und Aufwand.

Wenn ich mir vornehme, „schnell noch aufzuräumen“, endet das oft in Frust. Denn mit Kindern ist „schnell“ relativ. Ungefähr so relativ wie mein Verständnis von Me-Time.

Aber drei Dinge? Die schaffe ich selbst im größten Alltagswahnsinn. Zwischen Brotdose ausräumen, Streit schlichten und der Frage, warum der Himmel eigentlich blau ist. Drei Dinge überfordern mich nicht. Und genau deshalb ziehe ich es durch.

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Der Schneeball-Effekt im Mama-Alltag

Was mich wirklich überrascht hat: Dieser Mini-Trick summiert sich. Ich verlasse am Tag gefühlt hundertmal einen Raum. Wenn ich jedes Mal drei Dinge mitnehme, sind das 30, 60 oder mehr Dinge, die automatisch wieder an ihren Platz wandern. Ganz ohne große Aufräumaktion.

Ich muss zugeben: Abends sieht die Wohnung nicht perfekt aus. Aber sie sieht bewohnt aus und das ist auch gut so. Und ich fühle mich nicht mehr wie die ewige Hinterher-Räumerin, sondern wie jemand, der das Chaos im Griff hat. Zumindest meistens.

Und was ist mit den Kindern?

Natürlich räume ich nicht alles allein weg. Die 3-Dinge-Regel funktioniert nämlich auch für kleine Menschen erstaunlich gut. Denn auch für Kinder sind drei Dinge überschaubar. Kein „Räum jetzt sofort alles auf“, sondern eine klare, machbare Aufgabe. Und manchmal (die Betonung liegt auf manchmal) macht mein Sohn sogar freiwillig weiter.

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Ordnung darf leicht sein

Ich habe lange gedacht, Ordnung bedeutet Disziplin, Durchhalten, große Systeme, hübsche Ordnungssysteme aus dem Möbelhaus und am besten noch ein durchdachtes Farbkonzept.

Heute weiß ich: Ordnung bedeutet vor allem kleine Gewohnheiten. Die 3-Dinge-Regel hat mein Zuhause nicht in Räumlichkeiten aus einem Hochglanz-Katalog verwandelt. Aber sie hat mir das Gefühl gegeben, dass ich dem Chaos nicht hilflos ausgeliefert bin.

Und ganz ehrlich? Wenn ich abends durchs Wohnzimmer gehe und keinen Lego-Stein unter meinen Fuß spüre, dann ist das für mich purer Luxus.

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