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Bad Days: Was gegen Stimmungsschwankungen während der Periode hilft

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Geben wir es zu: Einmal im Monat sind wir Frauen ziemlich unleidig. Ein Wrack sozusagen. Wir werden zickig, ängstlich und anhänglich – und wir können nicht mal was dafür. Die Stimmungsschwankungen während der Periode sind es, die uns Frauen manchmal zu kleinen Zombies machen.

Einmal im Monat haben Frauen mit ihren Tagen zu kämpfen – und das ist einfach nervtötend. Denn es gibt einen bunten Strauß an nicht gerade angenehmen Begleiterscheinungen während der Periode. Hier mal ein paar Beispiele:

  • Die meisten Frauen leiden unter Unterleibsschmerzen und Krämpfen.
  • Die Brüste schwellen an und sind oft empfindlich bei Berührungen (manchmal tut schon das Anziehen eines T-Shirts weh).
  • Viele Frauen bekommen in dieser Phase unreine Haut.
  • Dazu kommen Kopf- und Rückenschmerzen.
  • Viele fühlen sich aufgebläht und leiden wahlweise unter Verstopfung oder Durchfall, dazu noch dezente Übelkeit.
  • Dank Wassereinlagerungen nehmen viele Frauen etliche Kilo zu.
  • Viele Frauen entwickeln einen unberechenbaren Heißhunger auf Süßes und anderes ungesundes Zeug.
  • Dazu gesellen sich oft noch Hitzewallungen, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen, depressive oder aggressive Verstimmungen oder unbestimmte Ängste.

Doch das größte Übel: Die Stimmungsschwankungen während der Periode, die die Laune wie Ebbe und Flut von einem Extrem zum anderen switchen lassen. Mal leidet man unter leicht depressiver Stimmung, gepaart mit einem miesen Selbstwertgefühl, gelegentlichen Tränenausbrüchen und Angstzuständen. Mal ist man aggressiv und angriffslustig. Alles ist möglich. Vieles unerträglich.

Warum so viele Frauen während der Periode unter Stimmungsschwankungen leiden, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Man muss also einfach selbst verschiedene Taktiken ausprobieren, um seine Laune im Griff zu halten.

Das kann gegen die Stimmungsschwankungen helfen

Trotz Frust und Niedergeschlagenheit: Antidepressiva vom Arzt oder der Ärztin sollte man sich möglichst nicht holen. Die Nebenwirkungen sind zu groß, u.a. kann es zu Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen, Libidoverlust und Gewichtszunahme kommen.

Besser ist es, einige Dinge in seinem Alltag zu ändern, denn auch damit lassen sich die Beschwerden lindern. Zum Beispiel indem man Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung erlernt.

Sowieso ist Sport gut (auch wenn man sich gerade nicht danach fühlt). Einfach, weil er für Entspannung und Ablenkung sorgt. Aber Vorsicht: Kampfsportarten sind eher kontraproduktiv, Ausdauersportarten und Entspannungstechniken wie Tai-Chi & Co. dagegen sehr zu empfehlen.

Auch ausreichend Schlaf ist hilfreich. Viel Kaffee, Alkoholkonsum, Rauchen und Zucker eher weniger. Deshalb am besten an den Tagen vor den Tagen den Konsum runterfahren. Blöd nur, dass der Heißhunger einem genau jetzt Lust auf Süßes macht.

Ihr könnt übrigens noch mehr über die Ernährung drehen: So sollten Frauen auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Kost achten und ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, das zumindest besagt eine Studie der University of Massachusetts. Demnach litten Frauen, die gezielt Vitamin D, Kalzium und Vitamin B6 zu sich nahmen, weniger unter den Beschwerden der Periode und fühlten sich besser.

Ebenfalls hilfreich: Pflanzliche Präparate, z. B. Johanniskraut. Sie helfen gegen die innere Unruhe und die depressive Verstimmung.

Wenn gar nichts hilft: Raus an die frische Luft und ablenken. Das hilft auch oft. Oder das komplette Gegenteil: Sich mit Wärmflasche und einem guten Buch auf die Couch kuscheln und erstmal gar nichts tun, bis der gröbste Mist vorbei ist.