Viele Familien haben ganz bestimmte Silvester-Rituale, die jedes Jahr aufs neue zelebriert werden. Die Klassiker hierzulande: Raclette, Wachsgießen und Dinner for One. Wer Lust auf ein wenig Abwechslung hat und das alte Jahr mit einer neuen Tradition abschließen will, sollte sich die schönsten Silvester-Rituale aus aller Welt nicht entgegen lassen.
Spanien: 12 Trauben um Mitternacht
Ein simples Silvester-Ritual, was dafür richtig viel Spaß macht, kommt aus Spanien. Hier werden um Punkt Null Uhr nämlich Weintrauben gegessen. Und zwar genau zu jedem Glockenschlag eine. Wer’s schafft, alle 12 Trauben zu essen, hat Glück. Das ist übrigens gar nicht so einfach.
Wann: Punkt Mitternacht
Bedeutung: Glück für jeden Monat des neuen Jahres
Hier könnt ihr mehr zu der leckeren Tradition nachlesen: Silvester-Trend: Deshalb solltest du um Mitternacht 12 Weintrauben essen
Italien: Rote Unterwäsche
Eine Silvester-Tradition, die nicht nur wegen verschiedener Lingerie-Brands auch hierzulande bereits viele Fans hat, ist rote Unterwäsche. Der Brauch stammt aus Italien. Hier zieht man zu Silvester traditionell rote Unterwäsche an. Der Clou: Sie muss neu sein. Das soll im neuen Jahr eine Menge Liebesglück bringen.
Wann: In der Silvesternacht
Bedeutung: Liebe, Leidenschaft & Glück
Die wichtigsten Fakten zu dem modischen Brauch liest du hier: Silvester-Tradition: Warum trägt man rote Unterwäsche in der Neujahrsnacht?
Dänemark: Teller zerschlagen
Ein Silvester-Brauch in Dänemark: In der Silvesternacht altes Geschirr vor die Haustüren von Freunden und Freundinnen werfen. Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Je mehr Scherben vor deiner Türe liegen, desto beliebter bist du und desto mehr Glück sollst du im neuen Jahr haben.
Wann: In der Silvesternacht
Bedeutung: Freundschaft & Glück
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Japan: 108 Glockenschläge gegen alte Laster
In Japan läuten die Glocken in buddhistischen Tempeln um Mitternacht ganze 108 Mal. Das spirituelle Ritual steht symbolisch für menschliche Laster, die man mit dem neuen Jahr hinter sich lässt.
Wann: Um Mitternacht
Bedeutung: Reinigung von schlechten Eigenschaften
Brasilien: Weiß tragen & ins Meer springen
Ein Brauch, den wir hierzulande eher schlecht umsetzen können, kommt aus Brasilien. Hier badet man in der Silvesternacht nämlich ins Meer und springt über sieben Wellen. Dabei sollte man die Farbe Weiß tragen und sich bei jeder Welle etwas wünschen.
Wann: Silvesternacht
Bedeutung: Frieden, Glück & Schutz
Frankreich: Austern & Champagner für den Genuss
Etwas dekadenter geht es in Frankreich zu. Hier wird der Silvesterabend mit einem festlichen Essen zelebriert. Meeresfrüchte, Käse oder Champagner und alles, was man vielleicht sonst nicht täglich auf dem Tisch hat, wird hier gegessen.
Dabei geht es weniger um einen bestimmten Aberglauben, sondern Frankreich-typisch um den Genuss und die Geselligkeit.
Wann: Silvesterabend
Bedeutung: Genuss & Wohlstand
Estland: Mehrere Mahlzeiten
In Estland wird zu Silvester traditionell richtig viel gegessen. 7, 9 oder 12 Mahlzeiten über den gesamten Silvestertag sollen im neuen Jahr Kraft und Reichtum bringen. Sicher eine Tradition, die der ein oder andere gerne umsetzt.
Wann: Silvestertag
Bedeutung: Wohlstand im neuen Jahr
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Kolumbien: Mit dem Koffer um den Block
Eine sehr witzige Tradition kommt aus Kolumbien. Hier läuft man um Mitternacht mit einem leeren Koffer um den Block. Übrigens nicht nur in Kolumbien, sondern in vielen Ländern Lateinamerikas. Zumindest machen das die Personen, die im neuen Jahr gerne viele Reisen unternehmen wollen. Denn genau das soll der Brauch bezwecken.
Wann: Um Mitternacht
Bedeutung: Viel Reisen im neuen Jahr
Weitere Glücksrituale, die es in verschiedenen Ländern gibt
Weit verbreitet und auch in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz ist der Brauch, über Silvester Geldscheine in der Tasche zu haben. Das soll im nächsten Jahr Wohlstand bringen.
In Italien, Spanien und Teilen Südamerikas isst man an Silvester Linsen. Die sollen an kleine Münzen erinnern und stehen symbolisch für Geld und Fülle.
Sowohl in Skandinavien, Südamerika als auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz öffnen Menschen um Mitternacht Türen und Fenster. Damit will man negative Energien, Sorgen und das „alte Jahr“ gehen lassen, damit Neues Platz hat.
In Schottland, Nordengland und Irland ist das sogenannte „First Footing“ ein typischer Brauch. Dabei soll die erste Person, die im neuen Jahr über die Türschwelle tritt, Glück für das neue Jahr bringen. Im besten Fall handelt es sich bei der Person um einen großen dunkelhaarigen Mann, der Geschenke wie Whiskey, Shortbread, Kohle oder Salz dabei hat.
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