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Der 2-Töpfe-Trick lässt Fleisch in wenigen Minuten auftauen🥩

Junge Frau holt Päckchen mit gefrorenem Fleisch aus dem Froster
Eingefrorenes Fleisch lässt sich nur schwer auftauen. Credit: Getty Images

Euer Fleisch ist noch gefroren, aber ihr habt Lust auf ein schönes Stück? Dann hilft der 2-Töpfe-Trick. Damit ist das Fleisch im Nu aufgetaut.

Es gibt Abende, an denen alles zusammenpasst: Ich habe Lust zu kochen, habe sogar Zeit, doch dann scheitert es an einem Detail. Das Stück Fleisch, das ich genau jetzt bräuchte, liegt noch gefroren im Froster. Hart, kalt und absolut nicht bereit für die Pfanne.

Früher bedeutete das Planänderung. Heute bedeutet es: zwei Töpfe rausholen und ein bisschen Geduld haben. Denn seit ich den Zwei-Töpfe-Trick zum Auftauen kenne, lassen sich spontane Kochideen schnell und einfach umsetzen.

Auftauen mit zwei Töpfen? Wie funktioniert das?

Die Umsetzung ist fast schon lächerlich einfach:

  1. Leg das gefrorene Stück Fleisch, gut verpackt, auf einen umgedrehten Metalltopf.
  2. Fülle dann einen zweiten Metalltopf mit lauwarmem Wasser und stell ihn auf das Fleisch.
  3. Jetzt heißt es warten und staunen.

Was zunächst völlig absurd klingt, ist in Wahrheit ein ziemlich cleverer Einsatz von Physik. Metall ist ein hervorragender Wärmeleiter. Die Kälte wird dadurch schneller aus dem Fleisch „abgeleitet“, als wenn es nur einfach auf dem Teller liegt.

Das Ergebnis? Überraschend schnell taut das Fleisch tatsächlich auf. Dünnere Stücke brauchen wirklich meist nur wenige Minuten zum Auftauen, während man sonst gefühlt eine halbe Ewigkeit wartet.

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Kleine Warnung: Bitte nicht übertreiben

So genial der Trick auch ist, ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört dennoch dazu. Der größte Fehler ist nämlich zu heißes Wasser. Was erstmal paradox klingt, da heißes Wasser ja eigentlich den Tauprozess beschleunigen sollte. Doch zu heißes Wasser sorgt eher dafür, dass das Fleisch außen schon anfängt zu garen, während es innen noch gefroren ist. Also lieber bei lauwarmem Wasser bleiben und dem Trick ein paar Minuten Zeit geben.

Außerdem gilt wie immer beim Auftauen: Hygiene hat höchste Priorität. Das Fleisch sollte unbedingt in einer dichten Verpackung bleiben, damit keine Keime übertragen werden. Danach solltest du das aufgetaute Stück zeitnah verarbeiten.

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Die Vorteile: Warum ich den Trick liebe

Was mich an der Methode wirklich überzeugt hat, ist die Kombination aus Einfachheit und Effektivität. Man braucht keine besonderen Geräte, keine Vorbereitung und keine Planung. Zwei Töpfe hat jeder und mehr braucht man am Ende auch nicht.

Der größte Pluspunkt ist aber die Zeit. Gerade wenn man spontan entscheidet zu kochen, ist der Trick goldwert. Statt lange zu warten oder auf weniger befriedigende Alternativen auszuweichen, kann man einfach loslegen.

Und im Vergleich zur Mikrowelle fühlt sich das Ergebnis deutlich „natürlicher“ an. Das Fleisch taut gleichmäßiger auf und behält seine Struktur besser. Es entsteht kein seltsam gegarter Rand, kein halb gefrorener Kern, sondern einfach ein gutes Produkt für die Pfanne.

Die Nachteile: Wo der Trick an seine Grenzen kommt

Natürlich ist auch dieser Küchenhack kein Wundermittel für jede Situation. Besonders bei größeren Fleischstücken stößt er schnell an seine Grenzen. Ein dicker Braten braucht schlicht mehr Zeit und lässt sich nicht so einfach überlisten.

Außerdem ist der Trick nichts, was man komplett nebenbei laufen lassen sollte. Ein kurzer Blick zwischendurch schadet nicht, um sicherzugehen, dass alles gleichmäßig auftaut und nicht zu warm wird.

Zudem sollte man das Thema Hygiene nicht außer Acht lassen. Auftauen bedeutet immer auch, dass sich Bakterien wieder vermehren können. Deshalb sollte man das Fleisch nach dem Auftauen nicht ewig herumliegen lassen, sondern möglichst direkt weiterverarbeiten.

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