Als studierte Textil-Ingenieurin und Expertin für Kleidung sage ich dir: Du wäschst deine Jeans höchstwahrscheinlich viel zu oft. So wie die allermeisten.
Die Folgen: Jeans leiern aus, verlieren die Farbe, der Denim-Stoff wird dünner und letztlich entstehen sogar ungewollte Risse und Löcher im Gewebe. Fakt ist: Waschmaschinen verkürzen die Lebensdauer unsere Lieblingshosen.
Jeans müssen nur in die Waschmaschine, wenn sie hartnäckige Flecken haben. Ansonsten lassen sie sich auch ohne Waschen wieder frisch machen. Ich verrate dir wie!
1. Jeans ins Gefrierfach legen
Nein, das ist kein Witz. Dieser Tipp stammt vom Jeans-Papst und Levi’s Chef Chip Bergh höchstpersönlich. Er fordert: ‚Leute, hört auf damit, eure Jeans zu waschen.‘ Denn durch das Waschen verlieren auch die teuersten Jeans ihre Form und Farbe.
Wenn die Jeans nach dem Tragen zwar fleckenfrei ist, aber langsam anfängt zu müffeln, steckt sie statt in die Waschmaschine über Nacht ins Gefrierfach. Durch die Kälte werden die Bakterien abgetötet, die für die schlechten Gerüche verantwortlich sind. Nach dem Schockfrosten riecht die Jeans wieder wunderbar frisch.
2. Dämpfen statt waschen
Was uns gut guttut, mag auch die Jeans: Einfach die Hose im Badezimmer in der Nähe der Dusche aufhängen. Der Dampf, der beim Duschen das Badezimmer füllt, beseitigt üble Gerüche in der Jeans.
3. Kleine Flecken auf der Jeans mit Zahnbürste entfernen
Ein Soßenfleck auf der Jeans, kein Problem! Statt die ganze Jeans zu waschen einfach den Fleck mit etwas Spüli und einer Zahnbürste sanft ausreiben. So macht es auch der Levi’s Chef. Nach eigenen Angaben hat er seine Lieblingsjeans seit über einem Jahr!!! nicht gewaschen. Klingt schon ein bisschen eklig, oder?
Trockene Flecken lassen sich oft schon entfernen, indem du den Stoff der Jeans fest gegeneinander reibst. Das Denim-Gewebe wirkt wie ein Schmirgelpapier und trägt die Verschmutzung ab.
4. Für strahlende Farben: Jeans mit Essig waschen
‚Raw Denim‘ – darunter versteht man unbehandelte, dunkelblaue Jeans – sollte man so lange wie möglich nicht waschen, da sie sonst buchstäblich ausbluten. Aus dem satten Indigoblau wird ein stumpfes Mittelblau. Bevor ihr eure Jeans wascht, legt sie für 30 Minuten in eine 50-50-Mischung aus Essig (gibt’s hier bei Amazon*) und Wasser ein. Durch den Essig wird der Farbstoff fixiert.
5. Jeans vor dem Waschen auf links drehen
Der Rotwein hat sich über die Jeans ergossen oder das Nutellabrot ist auf der Hose gelandet? Bei solchen Härtefällen bleibt nur der Gang zur Waschmaschine.
Wichtig: Vor dem Waschen die Jeans auf links drehen, so verliert sie weniger Farbe. Der Waschgang sollte so schonend und die Temperatur so niedrig wie möglich sein, außerdem solltet ihr ein Wollwaschmittel verwenden. Und: Schleudern ist tabu!
6. Jeans nach dem Waschen wieder in Form bringen
Im Laden hat die Jeans noch den perfekten Knackpo gezaubert und jetzt schlabbert der Stoff? 20 Minuten im Trockner bei niedriger Temperatur können wahre Wunder wirken. Durch die Wärme werden Jeans mit Stretchanteil zurück in Form gebracht.
7. Jeans nach dem Waschen bügeln
Auch Bügeln kann dafür sorgen, dass die Jeans nicht so stark ausleiert. Dafür sanft mit Dampf über die noch feuchte Jeans bügeln. Vorsichtig bei Nieten und Reißverschlüssen: Die können sehr heiß werden. Also lieber drum herum bügeln.
8. Babyöl verwenden, um Jeans weich zu machen
Bevor die Jeans durchs Tragen gemütlich werden, sind viele Modelle starr und unbequem. Ein Trick, wie sie schneller anschmiegsam werden: Vor dem Anziehen die Beine mit Babyöl (gibt’s hier bei Amazon*) einreiben. Durch die Reibung dringt das Öl nach und nach in die Jeansfasern ein und macht sie weicher. Toller Nebeneffekt: Sie bekommt einen edlen Glanz.
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