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Was darf man nicht mit einem Mikrofasertuch putzen?

Frau wischt mit einem Mikrofasertuch den Spiegel ab.
© Getty Images

Vorab im Video: So wird ruckzuck der Becherhalter im Auto sauber

Auch wenn Mikrofasertücher vielseitig einsetzbar sind, solltest du sie auf bestimmten Oberflächen vermeiden, bzw. auf etwas Wichtiges achten.

Mikrofasertücher sind echte Haushaltsallrounder und eignen sich für fast alle Oberflächen. Sie entfernen zuverlässig Schmutz, Staub, Fett und Bakterien. Gerade gegen Staub sind sie hochwirksam, weil sie antistatisch wirken und den Staub daher automatisch anziehen.

Da es meist ausreicht, die Tücher mit Wasser zu befeuchten, ist die Reinigung mit Mikrofaser besonders schonend und trotzdem effizient.

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Dennoch funktionieren auch Mikrofasertücher mechanisch. Das bedeutet, auch sie haben einen abrasiven Effekt und können Kratzer verursachen. Für eine besonders schonende Reinigung, sollte man daher unbedingt auf die Qualität der Tücher achten.

Mikrofaser: Diese qualitativen Unterschiede gibt es

Die Feinheit von Fasern wird in der Maßeinheit Dezitex (dtex) gemessen. Mikrofaser ist feiner als 1 dtex (feiner als ein menschliches Haar). Doch auch bei Mikrofasertüchern gibt es zusätzlich Unterschiede in der Feinheit der Faser:

Standard‑Mikrofaser: ca. 0,3–0,5 dtex

Hochwertige Reinigungstücher: ca. 0,1–0,3 dtex

Ultrafeine / Premium‑Fasern: unter 0,1 dtex „Split Microfiber“

Auf manchen besonders empfindlichen Oberflächen solltest du nur spezielle Reinigungstücher oder eben ultrafeine Mikrofasertücher verwenden. Welche Oberflächen das sind, erfährst du hier.

1. Hochglanz- und empfindliche Möbeloberflächen

Hochglanz-Oberflächen sind sehr empfindlich und anfällig für Mikrokratzer. Um diese zu vermeiden, solltest du auf eine hohe Qualität der Reinigungstücher achten und ausschließlich Premium‑Fasern verwenden.

2. Brillen mit Spezialbeschichtungen

Die beste Reinigungs-Methode für Brillen sind Ultraschallbäder. Diese werden auch von Optiker*innen angewendet, um Brillen zu reinigen. Alternativ kannst du zu ultrafeinen Mikrofasertüchern greifen.

Ultraschallbäder gibt’s auch für zuhause. Hier kannst du ein Ultraschallbad bei Amazon kaufen.*

3. Kameralinsen & Displays von hochwertigen Geräten

Für Kameralinsen und Displays eignen sich am besten spezielle Optik-Reinigungstücher. Diese kannst du hier shoppen.*

4. Acrylglas / Plexiglas

Acryl- bzw. Plexiglas ist ähnlich wie Hochglanzoberflächen sehr empfindlich gegenüber Kratzern. Auch ein Standard‑Mikrofasertuch kann feine Kratzer verursachen und das Material mit der Zeit blind oder streifig machen. Die Premium-Mikrofasertücher sollten daher bei Verschmutzungen zunächst ausschließlich feucht verwendet werden.

5. Autolack

Auch für Autolack gilt: Mikrofasertücher nur feucht anwenden oder ein spezielles Autolacktuch benutzen. Die Kombination aus trockenen Mikrofasertüchern und Staub hat einen stark abrasiven Effekt (Schmirgelpapier-Effekt).

6. Sehr empfindliche Bildschirme (ältere TVs, matte Beschichtungen)

Manche Displays haben weiche, empfindliche Anti-Glare-Beschichtungen. Ein Mikrofasertuch kann diese abreiben, besonders wenn das Tuch nicht absolut sauber ist. Daher solltest du Bildschirme nur mit trockenen Premium-Mikrofasertüchern sauber machen und bitte niemals mit Druck über den Bildschirm wischen.

7. Naturstein (z. B. Marmor)

Für Natursteine wie Granit eignen sich feine Mikrofasertücher besonders, weil sie Wasser gut aufnehmen. Gerade bei Marmor solltest du aber nur zu Premium-Tüchern greifen.

Tipp: Wichtig ist, dass du ausschließlich saubere Mikrofasertücher verwendest. Für die Reinigung hast du am besten stets mehrere der Tücher zur Hand. Nur so kannst du gewährleisten, dass sich der Schmutz nicht weiter verteilt und keine Schlieren entstehen.

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