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Spanische Wegschnecke bekämpfen: Diese Methode ist effektiver als eine Bierfalle

Spanische Wegschnecke
© Getty Images/saulgranda

Diese Pflanzen vertreiben Nacktschnecken aus deinem Garten

Die Spanische Wegschnecke breitet sich in unseren Gärten aus. Doch was hilft gegen die invasive Art, die es auf dein Gemüsebeet abgesehen hat?

„Pflanzenschädlinge“ sind ein Graus für jeden Hobbygärtner und jede Hobbygärtnerin. Eben noch freut man sich über junge Pflänzchen und frisches Gemüse im Beet, und schon kurze Zeit später ist alles zerfressen.

Schneckenplage durch den Superschleimer

Ein derzeit häufig anzutreffender „Beetschädling“ ist die Spanische Wegschnecke, auch Große bzw. Braune Wegschnecke genannt.

Viele Hobbygärtner*innen sprechen bereits von einer regelrechten Plage durch die Braune Wegschnecke. Man begegnet ihr quasi überall: Auf Feldern, in Gärten, in Parks und natürlich im Gemüsebeet. Sie hinterlässt nicht nur eine schleimige Spur, sie sorgt auch für leer gefressene Beete.

Doch ist die Schnecke wirklich so weit verbreitet oder fühlt es sich nur so an, als gäbe es in diesem Jahr eine Invasion der schleimigen Nacktschnecke?

Tatsächlich breitet sich die Spanische Wegschnecke derzeit rasant aus.

Warum die Spanische Wegschnecke bekämpfen?

Der Grund ist das feuchtwarme Klima. „Nach den Dürrejahren 2018 bis 2022, in denen die Populationen entsprechend eingebrochen sind, haben wir nun das zweite sehr feuchte Jahr in Folge“, so Markus Pfenninger vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt gegenüber der „Hessischen Allgemeinen„.

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Doch was hilft gegen die bräunlich rote Nacktschnecke? Hochbeete bieten nämlich keinen Schutz vor den gefräßigen Tieren. Im Gegenteil, sie können hervorragend klettern und riechen. Besonders auf Salat und anderes Gemüse haben sie es abgesehen.

Fallen für Spanische Wegschnecken bauen

Im Netz werden Bierfallen als effektives Mittel gegen spanische Wegschnecken genannt. Das Problem: Der Geruch von Bier lockt die Nacktschnecken aus großer Entfernung an. Wenn es schlecht läuft, hast du am Ende mehr schleimige Gäste im Garten als ohne die Falle. Denn nicht alle Nacktschnecken sterben den Biertod.

Wenn du es trotzdem ausprobieren möchtest, kommt hier die Anleitung, wie du die Bierfalle gegen Schnecken selbst bauen kannst. Stell die Bierfallen am besten in der Nähe der Grundstücksgrenze und nicht direkt am Beet auf.

  1. Hebe für die Bierfallen mit einem Spaten ein paar kleine Erdlöcher aus und setze dort Gefäße wie zum Beispiel Kunststoffschalen ein.
  2. Befinden sich zwischen Erde und den Bierschalen noch Löcher, kannst du diese mit Erde auffüllen, damit die Schnecken ihren Weg in die Behältnisse finden können.
  3. Dann kannst du die Gefäße etwa ein Drittel mit Bier auffüllen.
  4. Am nächsten Morgen sollten sich einige Schnecken in den Bierschalen versammelt haben. Diese können anschließend entsorgt werden.

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Holzbretter oder flache Steine werden zur Schneckenfalle

Nacktschnecken brauchen Feuchtigkeit. Tagsüber verkriechen sie sich deshalb unter Blätter, Holz oder Steine, denn dort ist es auch bei sonnigem Wetter nass.

Dieses Verhalten kannst du dir zunutze machen. Lege ein Holzbrett oder einen großen Stein in die Nähe deines Beets. Hier werden die Schnecken für den Tag Zuflucht suchen. Morgens kannst Brett oder Stein hochheben und die Plagegeister absammeln.

Wer die Tiere nicht töten möchte, kann sie in der freien Natur entlassen. Achte aber darauf, dass kein Garten in der Nähe ist. Wenn du sie schnell bekämpfen willst, hast du mehrere Möglichkeiten. Viele zerschneiden die Schädlinge oder übergießen sie mit heißem Wasser. Auch das Hineinlegen in ein Essig-Wasser-Gemisch (60 % Essig und 40 % Wasser) soll die Schnecken sofort töten.

Dazu kannst du zum Beispiel einen alten Eimer im Garten nutzen. Sind die Schnecken tot, solltest du sie über den Restmüll entsorgen.

Kommt die spanische Wegschnecke gar nicht aus Spanien?

Bis vor Kurzem dachte man bei der spanischen Wegschnecke übrigens, dass es sich um einen Einwanderer aus Südwesteuropa handele. Das scheint jedoch weit gefehlt. So schreibt der NABU hierzu: „Studien des Biodiversität- und Klima-Forschungszentrums (BiK-F) sowie der Goethe-Universität Frankfurt am Main zeigen nämlich, dass das oft zitierte Paradebeispiel einer eingewanderten Art in Wirklichkeit aus Mitteleuropa stammt.“

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