Im Sommer sind meine Rispenhortensien (Sorte „Lime Light) die absoluten Stars in meinem Garten und ziehen mit ihren großen Blütenköpfen alle Blicke auf sich. Damit sie das auch dieses Jahr wieder tun, wende ich einen einfachen Trick an.
Lies hier, wann und wie du deine Rispenhortensien schneiden solltest, damit ihre Blüten super groß werden.
Wann sollte ich Rispenhortensien schneiden?
Der ideale Zeitpunkt, um Rispenhortensien zu schneiden, ist: Jetzt! Die langen Frostperioden sind vielerorts vorbei (unbedingt Wettervorhersagen beachten) und die Pflanzen befinden sich noch in der Winterruhe. Dann können sie den Rückschnitt gut verkraften.
Zu lange solltest du mit dem Rückschnitt der Rispenhortensien nicht warten, denn das verschiebt die Blütezeit nach hinten.
Übrigens solltest du neben der Rispenhortensie und der Schneeballhortensie jetzt auch den Sommerflieder schneiden.
Wie schneide ich Rispenhortensien, damit sie extragroße Blüten bekommen?
Wenn du dir XXL-Blüten wünschst, dann gilt: Rispenhortensien radikal zurückschneiden auf ca. 30 cm über dem Boden.
So sind pro Trieb nur 1-2 Knospenpaare übrig und die Pflanze steckt ihre Kraft voll in die Blütenbildung. Dadurch werden die Blüten im Sommer besonders groß und üppig.
Achte auch auf Folgendes:
Altes und schwaches Holz entfernen: Ältere, verholzte oder sehr dünne Zweige solltest du komplett herausschneiden, damit die Pflanze ihre Kraft in neue Triebe steckt.
Auslichten bei älteren Pflanzen: Falls der Strauch sehr dicht geworden ist, kannst du einige mittige Triebe an der Basis entfernen, um Platz für Luft und Licht zu schaffen. Auch das fördert große Blüten.

Keine Angst vor einem Radikalschnitt
Hab‘ keine Angst, wenn die Rispenhortensien-Sträucher nach dem Schneiden kahl und traurig wirken (das tun meine auch). Es kann sogar der Eindruck entstehen, dass die Pflanzen tot seien, weil sie so nackig, braun und vertrocknet wirken.
Aber keine Sorge: Die Hortensien sind nur noch im Winterschlaf und werden, sobald es wärmer wird, zügig aus den so genannten „schlafenden Augen“ austreiben.
Rispenhortensien brauchen bei mir keine Stütze
Auch wenn meine Rispenhortensien riesige Blüten ausbilden: Ich musste sie bisher noch nicht stützen. Im Gegensatz zu Schneeballhortensien sind die Triebe der Rispenhortensien holziger und stabiler.
Nur wenn es im Sommer stark regnet, achte ich darauf, die Blüten anschließend vorsichtig auszuschütteln. Dann richten sie sich wieder auf und stehen in meinem Garten wie eine eins.

Welche Hortensien sollte man nicht so stark zurückschneiden?
Bevor du gehst, noch eine wichtige Info: Nicht alle Hortensienarten vertragen so einen radikalen Schnitt wie die Rispenhortensie. Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), Tellerhortensien (Hydrangea serrata) und Eichenblatthortensien (Hydrangea quercifolia) blühen am alten Holz.
Das bedeutet, dass sie bereits im Vorjahr ihre Blütenknospen für die kommende Saison anlegen. Ein zu starker Rückschnitt kann dazu führen, dass die Blüten ausbleiben. Bei diesen Hortensienarten sollten lediglich abgestorbene oder beschädigte Triebe entfernt und ein leichter Formschnitt vorgenommen werden.
Schau dir also genau an, um welche Hortensien-Art es sich in deinem Garten handelt.
Lust auf noch mehr Garten-Wissen? Schau hier, welche Stauden als besonders pflegeleicht gelten:

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Frauenmantel kann als pflegeleichter Bodendecker gesetzt werden, der als Schneckenschutzzaun wirkt.

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Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze, die in vielen Teilen der Welt wild wächst. Sie bevorzugt sonnige Standorte und ist pflegeleicht.

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Mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Thymian und Salbei brauchen wenig Wasser und gedeihen auch in praller Sonne prächtig. Noch dazu halten sie Schnecken fern.

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Mädchenauge gedeiht an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden. Pflegeleicht aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Boden- und Klimabedingungen.

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Fetthenne bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie hat eine hohe Trockenheitstoleranz und geringe Ansprüche an die Bodenqualität.

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Katzenminze bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie muss selten gegossen werden.

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Rosmarin bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Er ist resistent gegenüber Schädlingen und braucht nur wenig Wasser.



