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Federgras: Wenn du es SO schneidest, wächst es üppiger denn je

Federgras im Staudenbeet mit lila Salbei
© Getty Images

Vorab im Video: Das sind die schönsten Ziergräser für den Garten

Du wünschst dir, dass dein Federgras im Staudenbeet üppig und fluffig wächst? Dann solltest du es jetzt SO schneiden.

Ich liebe den sanften, malerischen Look von Federgras. In jedes meiner Staudenbeete habe ich das wunderschöne Ziergras gesetzt, weil es im Sommer so wunderbar tanzt und im Winter eine tolle Struktur gibt.

Aber jetzt im Februar hängt das Federgras schlaff herunter und erinnert an meine Schnittlauchlocken, wenn ich sie eine Woche nicht gewaschen habe.

Ich will wieder fluffige, aufrechte Horste, die im Wind wehen. Also muss ich zur Schere greifen und zwar genau jetzt.

Federgras schneiden oder nur auskämmen?

Federgras (Stipa) sollte über den Winter im Staudenbeet stehen bleiben. Die alten Halme schützen das Herz der Pflanze vor Frost. Gleichzeitig sehen sie lange dekorativ aus und bieten noch dazu Insekten Schutz.

Doch im Spätwinter kippt die Stimmung: Die Halme sind strohig und fallen auseinander.

Das Federgras auskämmen wäre eine Option. Viele zupfen die alten strohigen Halme auch mit Handschuhen raus. Ich habe beides probiert, aber der zerfranste Look konnte mich nicht überzeugen. Ich wünsche mir gleichmäßig frischgrüne Halme, die im Wind wehen.

Federgras
Ein Rückschnitt im Februar lässt Federgras üppig wachsen. Credit: Adobe Stock/Carla Tracy

Radikaler Rückschnitt macht Federgras wieder fluffig

Ich schneide mein Federgras im Februar radikal zurück. Etwa eine Handbreit über dem Boden. Klingt brutal und sieht für ein paar Wochen auch wirklich traurig aus, wirkt aber Wunder.

Wichtig: Schneide dein Federgras nur an einem frostfreien, trockenen Tag. Damit das Federgras gleichmäßig und buschig nachwächst, solltest du alle Halme auf einer Höhe kappen.

Mein Tipp: Ich nutze dafür meine kleine geliebte Akku-Gartenschere. Damit geht das Zurückschneiden von Gräsern und Stauden viel schneller, einfacher und sauberer als mit einer Handschere.

Wann treibt Federgras nach dem Schneiden wieder aus?

Federgras beginnt in der Regel im März oder April neu auszutreiben. Natürlich immer abhängig von der Region und den Temperaturen. Sobald der Boden sich erwärmt, erscheinen die ersten zarten, grünen Spitzen. Und dann geht es schnell.

Innerhalb weniger Wochen bildet sich ein dichter, kompakter Horst. Kräftiger als vorher, aufrechter und viel fluffiger. Genau das, was ich wollte!

Zurückschneiden macht Sinn

Ich weiß, Pflanzen radikal zurückzuschneiden, kostet Überwindung. Aber ich sag‘ dir: Es lohnt sich!

Genau wie mein Federgras schneide ich jetzt Ende Februar auch meine Rispenhortensien und meinen Sommerflieder stark zurück. Mit dem Ergebnis, dass die Sträucher im Sommer viel üppiger blühen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Gärtnern und eine wunderschöne Garten-Saison 2026!

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