Kritik einzustecken, muss man lernen. Und vielen Menschen fällt genau das oft schwer. Schließlich kratzt Kritik an unserer Person oder unserem Können stark am eigenen Selbstbewusstsein.
Noch härter und ungeschützter trifft uns Kritik oft im beruflichen Umfeld. Hier sind wir Arbeitnehmer*in oder Dienstleister*in, wir bekommen einen Lohn für unsere Leistung und dementsprechend sind wir gefordert und wollen liefern. Umso mehr sollten wir unser Selbstvertrauen für diesen Part unseres Lebens stärken.
Kommt es hier zu Dissonanzen oder gar Ablehnung, kann das unser Selbstvertrauen arg erschüttern. Wie können wir es hier schaffen, professionell und klar aufzutreten, ohne unsere Sicherheitszone zu verlassen? Welche Tipps gibt es?
Tipps um sein Selbstvertrauen im Job zu stärken
„Im beruflichen Umfeld fällt es uns meist doppelt schwer, an uns zu glauben, weil wir hier mit Existenzängsten konfrontiert werden. Eine Urangst“, wie die Mentorin und Coachin Tatjana Faranda* erklärt, „schließlich geht es hier um den Job, der uns und unsere Liebsten ernährt und ein gutes Leben ermöglicht“.
Die Angst vor dem sozialen Abstieg sitzt tiefer als man denken mag. Dementsprechend schwieriger ist es, sich im beruflichen Umfeld zu positionieren.
Hier ein paar Tipps der Mentorin, wie du dein Selbstvertrauen im Job stärken kannst:
#1 Körperhaltung ist wichtiger als du denkst
Wenn du etwas sagst, dann macht das gesprochene Wort den kleinsten Teil deiner Botschaft aus. Viel mehr ist es deine Mimik, deine Stimme, dein Blickkontakt und deine Körperhaltung, die dem anderen etwas vermittelt.
Deshalb stell dich gerade hin, nimm die Schultern zurück und blicke deinem Gegenüber in die Augen, wenn du sprichst. Das sind minimale Änderungen, die aber sehr viel an deiner Außenwirkung ändern. Und: Wer klar, respektvoll und offen auf Augenhöhe kommuniziert, kann das auch von seinem Gegenüber einfordern. So ist es auch leichter, Kritik annehmen und konstruktiv für sich zu nutzen.
Auch lesen: Selbstwertgefühl: Woher kommen die starken Zweifel an uns selbst?
#2 Feier dich auch gerne mal selbst
Sich selbst innerlich auf die Schulter zu klopfen oder sich auch mal zu loben, wenn dir etwas gut geglückt ist, ist nicht eingebildet, sondern absolut natürlich und nützlich. Damit änderst du dein Denkmuster.
Denn wir merken uns einen Fehler oftmals deutlich länger als etwas, was uns gut gelungen ist. Deshalb ist es klug, sich auch mal ganz bewusst über positive Dinge zu freuen, statt immer nur auf negative Dinge zu achten.
Auch lesen: Charisma & Selbstbewusstsein aufbauen: Was wir von Arschlöchern lernen können
#3 Nimm nicht alles persönlich
Wenn dich jemand anbrüllt und seine schlechte Laune an dir auslässt, dann mach dir die Beweggründe klar, statt verletzt zu sein. „Er oder sie meint letztlich gar nicht dich und seine Wut hat nicht zwangsläufig etwas mit dir persönlich zu tun.“ Sei es, dass derjenige einfach unter Stress steht oder einen miesen Tag hatte.
Sag dir: Selbst wenn ich etwas verschuldet habe, dann meint er nicht meine Person, sondern die Situation an sich, die Grund für seine Wut ist. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Er wird dir aber ganz sicher dabei helfen, bei Kritik weniger verletzt und verunsichert zu sein.
#4 Nicht alles im Job gefallen lassen
Wenn gar nichts mehr geht und du morgens mit Bauchschmerzen zum Job gehst, weil du dich nicht wertgeschätzt fühlst oder sogar mies behandelt, dann allerdings solltest du auch etwas ändern.
Auch wenn wir es oft denken: Der Job ist nicht unser Leben. Gleichwohl kann dein Job dir aber dein Leben und dein Wohlbefinden extrem vermiesen. Mach dir klar: Es gibt noch andere, als nur den einen. Ein klarer Cut kann hier die richtige Lösung sein.
* Unsere Expertin Tatjana Faranda von Phoenix Power hat ihre Berufung zum Beruf gemacht. Als Mentorin möchte sie andere Menschen ganzheitlich stark machen, mit Mindset Coaching, Selbstverteidigung und Quantenheilung (Mehr Infos: www.phoenix-power.de.).
Noch etwas Wichtiges zum Schluss: Dieser Artikel ist nur zur Information gedacht. Zögert nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ihr massive Probleme und Sorgen habt. Niemand muss alle schwierigen Phasen des Lebens alleine durchstehen. In diesem Sinne: Alles Gute und passt auf euch auf!
