Man muss nicht unbedingt in einer Beziehung sein, um glücklich zu sein im Leben. Aber eins geht gar nicht: Ein Leben ohne Freunde – noch genauer gesagt: ohne beste Freundin. Zum Glück haben die meisten Menschen eine tolle und krisentaugliche beste Freundin an ihrer Seite. Denn eine beste Freundin gehört zum Wertvollsten überhaupt, selbst wenn man eine eigene Familie und Kinder hat. Sie würde fehlen, wenn sie nicht da wäre, denn mit ihr ist es einfach anders, als mit allen anderen nahen Menschen im Leben.
Die beste Freundin muss all unsere Eigenheiten und Macken ertragen, und das – im Gegensatz zu unserem oder unserer Liebsten – ohne rosarote Brille. Auch sonst muss eine beste Freundin ziemlich viel können. Ja, man könnte sie fast mit der sprichwörtlichen eierlegenden Wollmilchsau vergleichen. Denn um die eine, wahre, liebste und beste Busenfreundin zu sein, die BFF (Best Friends Forever) oder wie auch immer man sie für sich nennen mag, muss man so einiges draufhaben.
Hier sind ein paar Gründe, warum deine beste Freundin einfach so unglaublich wertvoll und wichtig ist:
1. Sie ist da – auch wenn wir weg waren.
Anders als in einer Partnerschaft kann es auch mal Sendepausen mit der besten Freundin oder dem besten Freund geben. Zeiten, in denen man einfach zu viel zu tun hat und sich längere Zeit mal nicht sieht.
Aber das ist alles kein Thema bei richtig engen Freund*innen. Sobald ihr euch seht, ist alles wieder ganz vertraut und nah – und niemand ist nachtragend. In einer Beziehung wäre das sicher anders, wenn man mal drei Wochen untertaucht.
2. Sie ist dein Beziehungs-Kummerkasten.
Tja. Da kann der Partner oder die Partnerin eben nicht helfen. Wenn du Liebeskummer hast, dann ist ja genau er bzw. sie die Ursache. Oder, wenn dein Date dich versetzt hat oder dein letztes Treffen mit dem Ex eine Katastrophe war. All das kannst du ihr erzählen, dich ausheulen, aufregen, wüten und heulen.
Bei ihr kannst du ehrlich sein, in deinem Frust. Du musst nicht überlegen, was sie in ihren Gefühlen für dich irritieren würde, was man von einem Ex oder einer Ex besser nicht erzählt usw. Hier fallen ein paar gesprächliche Hürden einfach weg.
3. Sie ist gnadenlos ehrlich.
Sie kennt dich ganz genau, hat schon viel mit dir durchgemacht, schlechte Jobs, Sorgen, Liebeskummer und Schmetterlinge. Und immer war sie an deiner Seite, hat die Beziehungen in deinem Leben kommen und gehen sehen.
Klar, dass sie dir in jeder Situation auch den passenden guten Ratschlag geben kann. Frei heraus und offen – auch, wenn es weh tut. Aber genau das macht ihr Urteil auch so ehrlich und gut.
4. Mit ihr kann man über alles reden. Wirklich alles.
Es gibt ein paar Sachen, die man mit einem Partner zwar besprechen kann, aber mit einer engen Freundin ist es einfach anders: PMS-Frust, Zweifel an der Beziehung, Ärgernisse wie Mansplaining oder sexuelle Belästigung, tiefe Selbstzweifel, Frauengesundheit, wie Wechseljahre oder Probleme mit der Verhütung.
Alles Themen, wo einem die Sichtweise und Erfahrung einer Freundin oft besser hilft, einfach weil sie es selbst kennt.
5. Du kannst einfach du selbst sein.
Klar, kann und sollte man das auch bei seinem Partner oder seiner Partnerin sein können. Aber letztlich ist es mit der besten Freundin trotzdem anders, zu seinen Lastern zu stehen, zu seinen Ängsten und Zweifeln.
Man sieht einander ohne Rosarote Brille, ohne sexuelle Anziehungskraft, ohne die Verbindlichkeit einer festen Beziehung, sondern einfach so als Mensch. Und sich dennoch so nah zu sein und den anderen um seiner selbst Willen zu mögen, das ist großes Kino.










