Veröffentlicht inLiebe & Psychologie, Mein Leben

Gute Ratschläge, für die wir unserer Mutter rückblickend dankbar sind

Mutter mit einer erwachsenen Tochter blickt ernst
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Vorab im Video: „Ich hasse dich!“ – Was Teenie-Wut wirklich bedeutet

Mütter versuchen einen in jungen Jahren vor Enttäuschungen zu bewahren. Was damals eher auf taube Ohren gestoßen ist, macht rückblickend absolut Sinn.

Beim ersten Liebeskummer, bei den blauäugigen Fragen zur Verhütung und anderen kleinen und großen Katastrophen des Alltags: Oft war die eigene Mutter die erste Ansprechpartnerin. Und oft hatte sie auch gute Tipps und Erfahrungswerte, die uns weitergeholfen haben.

Dennoch hat man das früher meist anders gesehen. Denn oft hat die eigene Mutter eben auch Dinge gesagt, die man als Kind oder Jugendlicher nicht hören will. Dinge, die so gar nicht zu der Sorglosigkeit und Unbeschwertheit passen, mit der man in diesem Alter durchs Leben geht.

Rückblickend sieht man das auch anders. Und für die ein oder andere stetige Ermahnung in jungen Jahren sind wir ihr heute auch dankbar, oder?

Hier sind einige dieser guten Ratschläge, die Mütter ihren Kindern gerne fürs Leben mitgeben – und die sich im Nachhinein als sehr nützlich und klug herausstellen.

1. „Vergleich dich nicht mit anderen. Du musst an dich glauben!“

Der Vergleich mit anderen ist für viele jungen Menschen ein treuer Begleiter. Man ist einfach noch unsicher und das wirkt sich aus. Wenn die eigene Mutter dann sagt: „Schau nicht darauf, was andere Tolles können und sei deprimiert. Was die können, kannst du auch“, wollte man das nicht immer hören. Weil andere eben scheinbar talentierter, toller und selbstbewusster waren als man selbst. Aber dann hat man irgendwann gemerkt, wie viel man kann, wenn man an sich selbst glaubt, statt sich kleinzureden.

2. „Das kannst du gerne später irgendwann machen.“

Gemeint waren unsere Anschläge, die wir auf unseren jugendlichen Körper geplant hatten: Haare färben mit 11, ein Tattoo mit 13 und ein Zungenpiercing mit 15? Dazu Alkohol und Zigaretten als Teenie?

Sicher hat die ein oder andere Mutter ihr Kind davor bewahrt, heute womöglich ein Diddlemaus-Tattoo auf der Schulter oder ein „Arschgeweih“ zu haben – von unserer Gesundheit ganz zu schweigen. Leider begreift man erst später, dass man mit seinem Körper sorgsam umgehen muss und Gesundheit ein hohes Gut ist.

3. „Zieh dich warm an.“

„… sonst erkältest du dich noch oder holst dir eine Blasenentzündung.“ Damit haben Mütter leider immer wieder recht. Wenn man heute Teenies mit Hüfthosen und bauchfreien Tops im Winter sieht, denkt man vielleicht an damals und gibt der eigenen Mutter recht.

4. „Jetzt iss nicht so viel Süßes, wir essen doch gleich.“

Erschien uns total unlogisch. Schließlich waren Weingummi und Chips doch viel besser, als das Mittagessen mit dem ach so gesunden Gemüse. Heute wissen wir, dass es wichtig ist, sich gesund zu ernähren. Leider hat man diese Erkenntnis als Kind oder Teenie nicht immer unbedingt. Gut, dass Mütter nicht müde werden, einem hier mahnend weiterzuhelfen.

5. „Fahr vorsichtig.“ und „Melde dich, wenn du zu Hause bist!“

„Fahr vorsichtig“ – das Witzige ist, dass viele heute sicher genau das Gleiche sagen, wenn jemand Liebes ins Auto steigt. Und auch das ist etwas, was man recht schnell von der Mutter übernommen hat: Die Sorge um die, die man liebt.

Und wenn sich heute die Freundin nachts vor der Bar von einem verabschiedet und mit dem Fahrrad in der Nacht verschwindet, dann sagt man womöglich auch jedes Mal: „Fahr vorsichtig. Und schreib kurz, wenn du sicher zu Hause gelandet bist!“

6. „Häng doch nicht den ganzen Tag in deinem Zimmer rum.“

„Geh lieber mal raus, an die frische Luft.“ Jaaaaaa, Mama! Es gab einfach eine Zeit, in der wir nichts lieber getan haben, als in unserem Zimmer zu hocken, mit unseren Freundinnen zu telefonieren oder vor dem Fernseher oder Computer zu sitzen. Dabei hatte sie ja eigentlich recht. Raus ins Leben! Reale Freund*innen treffen. Etwas unternehmen.

7. „Man lernt nicht für die Schule, sondern fürs Leben.“

Hausaufgaben machen, für Prüfungen lernen und immer schön fleißig sein – das war nicht immer einfach, aber heute wissen wir: Dass wir unseren Traumberuf wählen konnten, das haben wir sicher auch der eigenen Mutter zu verdanken, die uns ermahnt hat zu lernen und zu üben.

8. „Sei unabhängig und steh auf eigenen Beinen!“

Auch das ist eine wichtige Lektion gewesen: Es ist ein Teil des Erwachsenwerdens, dass man auch alleine im Leben klarkommt. Zu wissen, dass man auch auf sich alleine gestellt glücklich und erfolgreich sein kann, ist extrem wichtig für das spätere Leben.

9. „Der hat dich doch gar nicht verdient.“

„Sei nicht traurig.“ „Andere Mütter haben auch schöne Söhne und Töchter.“ Tausend kluge Sprüche, nur um eins zu sagen: Weine nicht, Kind. Liebeskummer tut weh und scheint für immer und ewig zu sein. Aber auch das geht irgendwann vorbei und man wird sich neu verlieben. Ganz sicher! Und zum Glück hatte sie recht.

10. „Vergiss nie, dass ich dich liebe.“

Und nur deshalb hat sie uns auch all diese guten Ratschläge gegeben. Mama, dafür lieben wir dich auch!