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Ihr wollt zusammenziehen? Das solltet ihr als Paar dabei beachten

Zusammenziehen: So vermeidet ihr die größten Fehler.
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Zusammenziehen: Das sollten Paare unbedingt beachten

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Zusammenziehen? Was sind die üblichen Fehler, die Paare machen? Und: Die besten Tipps, damit ihr ein Traumpaar bleibt – auch mit einer gemeinsamen Wohnung.

Inhaltsverzeichnis

Ein eigenes Zuhause mit dem Partner oder der Partnerin zu beziehen, ist sicherlich ein total schöner Moment. Dennoch gibt es ein paar kleine Stolpersteine, die ihr beachten solltet, wenn ihr zusammenziehen wollt. Wir sagen euch, welche Fehler typischerweise auf Paare warten und welche Tipps es gibt, damit in eurem gemeinsamen Heim alles so schön wird, wie ihr euch das vorstellt.

Fehler #1 Der falsche Zeitpunkt zum Zusammenziehen

Natürlich gibt es nicht den einen klassischen Zeitpunkt, an dem man zusammenziehen sollte. Es gibt Freund*innen, die schon nach den ersten Dates nur noch bei ihrem Freund oder ihrer Freundin gewohnt haben. Und ja, es hat sogar auch noch bestens funktioniert.

Bei anderen Paaren war es hingegen super, dass sie nicht direkt eine gemeinsame Wohnung bezogen haben und wiederum anderen tut es verdammt gut, getrennt zu wohnen, also nach dem Prinzip Living apart together.

Dennoch kann man grundlegend ein paar Richtwerte nennen:

1. Nicht jedes Paar verträgt es, wenn beide frisch verliebt zusammenziehen. Vor allem, wenn sie eben recht unterschiedlich ticken. Denn was sich im Wirbel des Frischverliebtseins oft so problemlos darstellt, entpuppt sich in der Folge nicht selten als absolutes No go in Sachen Zusammenleben. Und: Nicht jedes Paar muss zwangsläufig eine gemeinsame Wohnung haben.

2. Gerade wenn Kinder mit im Spiel sind, sollte man vorsichtig sein. Denn Kinder brauchen emotionale Stabilität und ein Zuhause, in dem sie sich wohl fühlen. Direkt jemand ihnen noch recht fremdes einziehen zu lassen, so sehr man diese Person auch lieben mag, wäre nicht immer im Sinne der Kinder.

-> Deshalb wartet ein wenig ab, bis ihr euch besser kennt. So überstürzt ihr nichts und hab immer noch einen Rückzugsort. Merkt ihr dann beim „Probe-Zusammenwohnen“, dass ihr euch super versteht, dann ab in die erste gemeinsame Bude. Aber gebt euch diese Zeit des Ausprobierens.

Fehler #2 Die falschen Gründe fürs Zusammenziehen

Es gibt noch eine Gefahr beim Zusammenziehen. Und zwar sind das die falschen Gründe. Wenn zum Beispiel lediglich finanzielle Aspekte der Grund für eine gemeinsame Wohnung sind, dann ist das nicht immer die beste Voraussetzung.

Klar, wenn das Geld fehlt, dann geht es eben nicht anders, aber dann solltet ihr klare Regeln aufstellen (siehe unten). Denn nicht selten fehlt neben dem Geld dann eben auch oft die Quadratmeterzahl des gemeinsamen Zuhauses, um sich nicht zu sehr zu nerven. Und irgendwo fehlt der romantische Gedanke, dass man sich ein Zuhause teilen möchte. Und das macht das Zusammenleben doch nüchterner und womöglich komplizierter.

Ein weiterer falscher Grund: Wenn ihr nur mit eurem Partner oder Partnerin zusammenziehen wollt bzw. umgekehrt, um den anderen besser kontrollieren zu können, dann ist das nicht Sinn der Sache. Nur damit ihr ab jetzt wisst, was der andere was wie macht, solltet ihr nicht zusammenziehen. Denn fehlt das Vertrauen, fehlt schon mal eh die wichtigste Basis der Beziehung.

Auch lesen: Zwei Herzen, eine Wohnung: 10 gute Gründe, endlich zusammenzuziehen

Mach den Test: Bist du bereit für die gemeinsame Wohnung?

4 Tipps, wie ihr häufige Fehler vermeidet:

Hier sind vier wichtige Überlegungen, die ihr euch am besten VOR dem Zusammenziehen machen solltet:

Tipp #1 Einrichtung und Möbel: Macht aus deins und meins unser

Ein ganz klassischer Fehler ist es, wenn der Partner oder die Partnerin irgendwann einfach übergangslos in die Wohnung des anderen zieht. Denn dann wird sich derjenige immer ein wenig als Gast fühlen. Zudem muss er seine Wohnung auflösen, der andere muss sich in seiner Wohnung einschränken und Platz schaffen. Für beide nicht optimal.

Wenn es also möglich ist, dann zelebriert das Zusammenziehen bzw. den Umzug auch. Indem ihr im Idealfall eine gemeinsame neue Wohnung sucht oder, wenn nicht praktisch oder möglich, sorgt dafür, dass der Einzug des Partners oder der Partnerin auch ein wirklicher Einzug ist.

Will heißen: Man bespricht im Vorfeld, was man gemeinsam behalten will und was eher Richtung Keller verschwinden sollte. Es gibt womöglich Dinge, die der andere so gar nicht mag. Und: Auch der, der einzieht, sollte sich irgendwo breit machen und gestalterisch austoben können. Schließlich sollen sich beide wohlfühlen.

Tipp: Gemeinsam angeschaffte Möbel, wie zum Beispiel ein neues Bett, können dafür sorgen, dass die eigentlich alte Wohnung des einen ein gemeinsames „neues“ Zuhause für beide wird. Auch eine neue Wandfarbe kann da schon Wunder wirken.

Egal, wie unterschiedlich die Geschmäcker: Zusammen gestaltet ihr sozusagen einen neuen Style. Und wenn der eine keine dunklen Möbel mag und der andere vielleicht keine Bilder an den Wänden, dann können auch getrennt eingerichtete Räume für Frieden sorgen. Beispielsweise, wenn der eine das Wohnzimmer mit seinen Möbeln einrichten darf, und der andere das Schlafzimmer.

Tipp #2 Stellt Regeln für den Alltag auf

Als Paar denkt man immer, die Liebe braucht keine Regeln. Und somit auch das Zusammenleben nicht. Ist man dann zusammengezogen, merkt man schnell: Was einer normalen WG guttut, tut auch in der Partnerschaft gut.

Deshalb sprecht über die To dos des Alltags und teilt euch die Aufgaben auf. Der eine hält Fensterputzen und Wäsche waschen vielleicht für eine meditative Entspannungsaufgabe. Der andere kann Kochen und Abwaschen vielleicht mehr abgewinnen. Teilt gerecht auf, was wem weniger Stress macht und wem was liegt. Auch als Paar oder gerade dann ist es wichtig, Aufgaben aufzuteilen.

Oft ist es auch wichtig, sich gegenseitig klar zu sagen, wie viel Nähe und Distanz man im Alltag braucht bzw. erträgt. Vielleicht kommt der eine nach der Arbeit heim und möchte erstmal nicht angesprochen werden. Der Partner wiederum liebt es, sich erstmal auszuspeichern vom Stress des Tages. Da kann es schnell mal knallen. Gebt euch den Raum, den jeder von euch braucht in diesen Momenten.

Tipp: Auch ein Rest an Privatsphäre ist wichtig. Deshalb lasst nicht alle Grenzen fallen, nur weil ihr zusammengezogen seid. Niemand will zugegen sein, wenn der Partner oder die Partnerin gerade ausgiebig die Toilette nutzt oder seine abgeschnittenen Fußnägel im Waschbecken einsammeln dürfen.

Auch lesen: Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man mit seinem Freund zusammenzieht

Tipp #3 Habt Rückzugsorte im Alltag

Gemeinsam und getrennt: Der Wechsel zwischen beidem ist das Zauberwort, wenn man zusammenlebt. Das heißt zum einen: Habt euer eigenes Leben, eure eigenen Hobbys und Freund*innen außerhalb der Beziehung. Das gilt für jede Partnerschaft, aber vor allem, wenn man zusammenwohnt.

Teilt man dann noch jede Minute des Tages miteinander, weil man eine gemeinsame Wohnung hat, dann tut das der Partnerschaft auf Dauer nicht gut. Isoliert euch also nicht vom Rest der Welt, sondern lasst Inspiration und Ablenkung von außen zu.

Getrennt heißt aber auch ganz bildlich: getrennte Räume. In einer Einzimmerwohnung muss die Liebe schon sehr groß sein, damit beide klarkommen. Getrennte Zimmer machen also durchaus Sinn. Und auch wer eine Zweiraumwohnung sein Eigen nennt, der kann festlegen, wo jeder seinen Rückzugsort hat.

Vielleicht chillt der eine lieber in der Küche und der andere zieht sich zum Telefonieren lieber ins Schlafzimmer zurück. Jede*r wird einen Lieblingsort in der Wohnung haben, an den er oder sie sich zurückzieht und an dem er dann auch mal seine Ruhe vor dem anderen haben darf.

Lesetipp: Die 14 coolsten Geschenke zum Einzug in die neue Wohnung

Tipp #4 Achtung: Lasst Geld kein Streitfaktor werden

Es gibt nichts Blöderes, als sich über Geld zu streiten. Deshalb sorgt auch hier für klare Regeln.

Gemeinsames Konto oder nicht. Haushaltskasse oder nicht. Egal was, besprecht das am Anfang. Ein Haushaltsplan für Finanzen oder auch fürs Putzen, kann helfen. Ein paar wichtige Tipps dazu, damit Geld nicht zum Streitthema in der Beziehung wird, findet ihr hier: -> Streit ums Geld? Das solltet ihr tun, wenn es immer wieder Ärger gibt.