Am Anfang einer Beziehung haben wir oft die rosarote Brille auf. Alles scheint so harmonisch und wunderbar. Doch mit der Zeit holt uns der Alltag ein und es kann hier und da zu kleinen Streitigkeiten kommen.
Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Doch die Verliebtheitsphase schummelt uns manche Dinge schön und verschließt uns die Augen vor der Realität. Häufig kommen wir dann ins Zweifeln.
Ist er oder sie wirklich der oder die Richtige? Hält unsere Beziehung für immer? Kann unsere Liebe auch zukünftige Herausforderungen überstehen?
Wenn dich diese Fragen nicht loslassen, kann dieser Test dir vielleicht weiterhelfen. Tauche einmal in deine eigene Gedankenwelt ab und finde für dich heraus, ob es die Beziehung für die Ewigkeit ist.
Tipp: Stell dir jede Frage ganz bewusst und höre auf dein Bauchgefühl. Danach wirst du vielleicht eher wissen, ob er oder sie der oder die Richtige ist.
1. Kannst du bei ihm oder bei ihr ganz du selbst sein?
Eine Beziehung beruht maßgeblich auf Vertrauen und Geborgenheit: Daher ist es wichtig, sich bei seinem Partner oder seiner Partnerin wohl zu fühlen und in sicheren Händen zu sein.
Sein wahres Ich zu zeigen, fällt vielen von uns nicht leicht, da wir Angst vor Verurteilung haben. Dabei gibt es kaum ein schöneres Gefühl, als sich komplett fallen zu lassen und sich nicht verstellen zu müssen.
2. Magst du den Gedanken, dass ihr euch körperlich näher kommt?
Vielleicht seid ihr schon auf Tuchfühlung gegangen, vielleicht seid ihr euch noch sehr fremd und auf Abstand. Wie auch immer: Stell dir vor, er oder sie nimmt dein Gesicht in seine/ ihre Hände und würde sich dir für einen Kuss nähern. Stelle dir Sex mit dieser Person vor? Stell dir vor, du wachst auf, und diese Person liegt neben dir?
Was empfindest du, wenn du an Körperlichkeit und Nähe mit diesem Menschen denkst? Fluchtgedanken oder „ja, bitte“?
3. Kannst du dir vorstellen, wie es ist, ihn oder sie deiner Familie vorzustellen?
Freunde und Familie spielen für die einen mehr, für die anderen eher eine weniger wichtige Rolle. Doch oft kennen uns die Menschen aus unserem sozialen Umfeld ziemlich genau und wissen, wer zu einem passt und wer nicht. Oft kennen sie auch noch die Beziehungen, die wir bereits hatten und wissen, woran es damals gescheitert ist.
Ihr Rat und Blick ist also Gold wert. Zudem ist die Frage, ob ihr diesen neuen Menschen in euer Leben und euer soziales Umfeld lasst, auch ein Gradmesser für eure Gefühle und ob ihr der neuen Bekanntschaft vertraut.
4. Gibt es etwas an ihm oder ihr, wofür du dich ein wenig genierst?
Vielleicht Angewohnheiten, die dir bei eurem Treffen peinlich waren oder kleine Ticks, die dich schon jetzt stören? Kein Mensch ist perfekt und die Ansprüche sollten wir weder an unseren Partner oder Partnerin stellen, noch an uns selbst.
Einige Dinge können aber kommuniziert werden und vielleicht findet man ja einen gemeinsamen Kompromiss? Gleichwohl gibt es Dinge, die passen sollten. Hier solltest du ganz ehrlich in dich hineinhorchen, ob es Dinge und Bereiche gibt, die auf Dauer problematisch werden könnten.
5. Siehst du euch auf Augenhöhe?
Oder hat dir dein Gegenüber das Gefühl gegeben, dass du weniger klug, erfahren, weltgewandt bist als er oder sie? Gespräche zu führen, in denen beide Partner*innen vernünftig miteinander kommunizieren können, sind in einer Beziehung wahnsinnig wichtig.
Einige Themen liegen vielleicht eher deinem Partner oder deiner Partnerin, während du in anderen Bereichen mehr Ahnung hast. Das ist absolut normal und kein Grund zur Sorge – solange sich keiner ungerecht behandelt fühlt.
6. Habt ihr denselben Humor?
Findest du die Witze und die Art zu lachen deiner besseren Hälfte eher befremdlich oder kannst du herzhaft mit ihm oder ihr lachen? Humor verbindet mehr, als du denkst.
Wenn du beim Humor ständig das Gefühl hast, dich fremdschämen zu müssen, dann ist das nicht unbedingt ein Garant, für eine langlebige Beziehung. Humor verbindet und trennt eben auch manchmal.
7. Hast du dich gut gefühlt, als ihr zusammen wart?
Oder hattest du eher das Gefühl, ihm bzw. ihr etwas vorspielen zu müssen? Augen zu und in dich reinfühlen. Dein Bauchgefühl kann mehr, als du vielleicht glaubst.
8. Wenn er oder sie dich ab jetzt ständig treffen will, wäre dir das recht?
… oder stresst dich der Gedanke daran eher? Wäre ein neues Treffen – bei ihm/ ihr oder bei dir zu Hause – für dich mit einer angenehmen Vorstellung verbunden?
Falls du jemand bist, der unter Bindungsangst leidet, prägen Zweifel und Unwohlsein vermutlich leider deinen Alltag – das macht es für dich sicherlich nicht leichter. Doch hast du das Gefühl, in einer sicheren Umgebung mit der Person zu sein und hast du das Bedürfnis, mehr Zeit mit ihm oder ihr zu verbringen?
9. Wie ist er oder sie im Umgang mit anderen Leuten?
Oft erkennt man hier schon, was für ein Mensch der andere ist. Ist er oder sie freundlich und höflich, z.B. zur Kellnerin im Café oder dem Busfahrer auf der Straße? Ist er oder sie eher forsch und ignorant? Sensibel oder nicht? All die kleinen Dinge können schon viel Aufschluss über eine Person geben.
10. Könntest du dir einem Alltag mit ihm oder ihr vorstellen?
Diese Frage ist gemein, ist aber leider unumgänglich: Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ist dein Partner oder deine Partner*in an deiner Seite?
Hier lohnt es sich, Gespräche zu führen, wie man sich die gemeinsame Zukunft vorstellt: Möchte einer von euch Kinder haben? Hat einer von euch vielleicht bereits Kinder, die mit in die Beziehung gebracht werden? Redet miteinander und findet gemeinsam heraus, wie eure Zukunft aussehen soll.
Etwas Wichtiges zum Schluss: Jede Beziehung ist individuell und einzigartig – daher dienen die oben genannten Fragen lediglich als Impulsgeber. Ihr entscheidet letzten Endes, ob die Beziehung für die Ewigkeit ist.
