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4 Dinge, die jede Beziehung früher oder später zermürben

Frau blickt ernst vor einer türkisen Wand
© Getty Images

Vorab im Video: Emotionale Erpressung: So kannst du sie erkennen und dich wehren

Es gibt Angewohnheiten, mit denen wir jeden Partner oder Partnerin auf Dauer in die Flucht schlagen. Es sind dabei vor allem vier Fehler, die viele Menschen in Beziehungen begehen.

Probleme gibt es irgendwann in jeder Beziehung. Mal sind es kleinere, mal größere. Es gibt jedoch auch Dinge und Verhaltensweisen, mit denen wir Gefahr laufen, unsere Beziehung auf Dauer zu ruinieren. Hier sind vier dieser Angewohnheiten, die zum echten Beziehungskiller werden können:

1. Wenn man den anderen partout ändern will

Wer seinen Partner oder seine Partnerin ändern will, ihn bzw. sie ständig auf Fehler hinweist und ummodeln möchte, der sollte aufpassen, dass das nicht Grenzen überschreitet. Wer sich diesbezüglich nicht im Griff hat, den anderen also ständig kritisiert und auf seine scheinbar unzureichende Charaktereigenschaften hinweist, der kann sich direkt schon mal präventiv bei Tinder & Co. anmelden.

​Natürlich kann man sich gemeinsam gemeinsam verändern, sich in eine Richtung entwickeln, sich gegenseitig inspirieren und neue Sichtweisen auf das Leben eröffnen. Und man darf sich auch mal kritisch äußern, über Eigenheiten des anderen. All das sollte in einer Beziehung natürlich möglich sein.

Aber den anderen hartnäckig und dauerhaft ändern wollen, klappt definitiv nicht und zeugt auch nicht von Liebe. Hier liebt man eine Vorstellung von dem anderen, aber man liebt ihn nicht so, wie er eben nun mal ist.

2. Zoff mit der Familie des anderen

Es ist einfach ein Gesetz: Wir selbst dürfen uns über unsere Eltern aufregen und unseren Bruder einen Vollpfosten nennen und rummaulen. Aber exakt niemand anderes darf das. Auch nicht der Mensch, den wir lieben. Und das zu verstehen ist recht einfach. Man muss sich nur in die Lage des anderen versetzen. Man selbst würde das auch nicht akzeptieren.

Wer dann noch den Fehler macht, sich mit der Familie seines Partners oder seiner Partnerin anzulegen, der belastet damit seine Beziehung ernsthaft. Wenn du dich nicht mit seiner oder ihrer Mutter verstehst, dann versuch es mit Höflichkeit, Respekt und dem Abstand, den du brauchst, statt gegen diese Person in den Krieg zu ziehen.

Du solltest dich mit Kritik und Hasstiraden (wenn möglich) zurückhalten. Das macht die Dinge nämlich selten besser und zudem wird dein Beziehungsmensch seine Eltern ja lieben und dann sozusagen zwischen dir und seinen Eltern stehen müssen. Kein gutes Gefühl.

Das alles gilt selbstverständlich nicht, wenn dir ernsthaft Unrecht getan wird. Dann darfst und solltest du das ansprechen.

3. Sich nicht mehr bemühen

Manchmal ist die To-do-Liste so sehr in unserem Kopf verankert, dass wir uns mehr bemühen, den Kühlschrank aufzufüllen, die Kinder zu Sport A und Musikunterricht B zu bringen oder das Bad zu schrubben, als uns zu überlegen, wann wir das letzte mal wirklich bewusst Zeit mit unserem Partner oder unserer Partnerin verbracht haben. Und zwar nicht irgendwie Zeit, sondern Qualitätszeit.

Wann war das letzte Gespräch, das über Alltags-To dos, Frust auf der Arbeit und Einkaufslisten hinausging? Wann war die letzte Umarmung oder der letzte wirklich bewusste Kuss?

​Oft sind wir uns gar nicht bewusst, dass wir uns kaum mehr um den Menschen an unserer Seite bemühen. Er ist ja da und alles ist doch gut soweit. Man nimmt ihn für selbstverständlich, im Stress und Sog des Alltags.

Aber auf Dauer reicht das nicht – vor allem, wenn beide sich gehen lassen und sich nicht mehr umeinander bemühen. Zuhören, wenn es dem anderen schlecht geht. Ihn zu sehen, statt ihn als Blitzableiter und Kummerkasten zu benutzen. Ab und an muss man sich für einander ins Zeug legen, gerade wenn man schon lange zusammen ist.

4. Den Kontrollfreak mimen

Jeder Mensch ist für sein eigenes Leben zuständig. Auch wenn wir einen Partner oder eine Partnerin haben, ist das letztlich nicht anders. Der Mensch an unserer Seite darf uns auf unserem Weg begleiten, uns beraten, uns sagen, wenn wir einen Fehler machen, aber er darf uns nicht willentlich blockieren bei dem was wir tun. Das gilt für beide Seiten.

Leider ist das bei besonders eifersüchtigen Menschen nicht immer der Fall. Sie wollen den anderen kontrollieren, ihn immer im Blick haben, wissen was er tut und wo er ist. Und womöglich schränken sie ihn auch in seinen Freiheiten massiv ein.

Dabei sollte man sich klar machen: Ein bisschen Eifersucht mag normal bzw. akzeptiert sein. Und wenn wir vor Eifersucht sein oder ihr Handy checken, wenn wir Streit anfangen, wenn er sich z.B. mit anderen Frauen verabredet, dann haben letztlich wir selbst ein Problem. Wir projizieren unsere Ängste und Unzulänglichkeiten auf den anderen. Wir übertragen unsere schlechten Erfahrungen und Ängste auf diesen Menschen, der dafür aber vielleicht gar nichts kann.

Meist ist es so: Wer zum eifersüchtigen Kontrollfreak mutiert, der zeigt weniger, dass der andere sich zu viele Freiheiten rausnimmt, sondern eher, dass hier jemand mit sich selbst nicht im Reinen ist.

Noch etwas Wichtiges zum Schluss: Dieser Artikel ist nur zur Information gedacht. Zögert nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ihr massive Probleme und Sorgen habt. Niemand muss alle schwierigen Phasen des Lebens alleine durchstehen. In diesem Sinne: Alles Gute und passt auf euch auf!