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Cremiges Spargel-Risotto mit grünem Spargel: gelingsicheres Rezept

Risotto mit grünem Spargel
So cremig und einfacher gemacht, als gedacht: Spargel-Risotto. Credit: Adobe Stock

Habt ihr schon mal Risotto gekocht oder schreckt ihr immer davor zurück? Dann können wir euch beruhigen! Risotto zu kochen ist nämlich weniger kompliziert, als die meisten denken. Ihr braucht nur etwas Geduld dabei. Wir verraten euch ein gelingsicheres Rezept für ein cremiges Spargel-Risotto.

So cremig, käsig und dank des grünen Spargels auch noch herrlich knackig: Risotto mit grünem Spargel ist jetzt im Frühsommer eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. In Restaurants gehört der italienische Klassiker aber definitiv zu den teureren Gerichten. Warum also nicht mal selbst machen?

Ich persönlich habe selbst lange zu denen gehört, die sich an Risotto nicht rangetraut haben. Schließlich hört man oft genug, dass es kompliziert sei und ewig dauern würde, ein perfektes Risotto zu zaubern. Doch als ich es dann selbst probiert habe, stellte ich fest: Es ist gar nicht so schwer!

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Damit auch ihr in den Genuss eines selbstgekochten Risottos mit grünem Spargel kommen könnt, teile ich mit euch mein Lieblingsrezept. Wenn ihr euch daran haltet, habt ihr am Ende das perfekte Spargel-Risotto auf dem Teller – versprochen!

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Risotto mit grünem Spargel: Bestes Rezept

Risotto selbst zu machen, ist wirklich nicht schwierig. Der einzige Haken: Ihr müsst dem Reisgericht beim Kochen Gesellschaft leisten und immer wieder rühren und Flüssigkeit zugießen. Macht ihr das nicht, kann das Risotto anbrennen. Risotto mit grünem Spargel gehört deshalb nicht in die Kategorie „15-Minuten-Rezepte„, sondern braucht etwas Zeit.

Ein Tipp: Kauft hochwertigen Risotto-Reis. Denn der Reis ist der Star des Gerichts. Gute Bio-Sorten sind herrlich aromatisch und verleihen dem Essen eine nussige Note. Der Bio-Risotto-Reis von Reishunger ist mein aktueller Favorit (hier bei Amazon ansehen)*.

Zutaten für 2 Personen:

  • 300 g Risottoreis
  • 3 EL Butter
  • 1–2 Schalotten
  • 400 ml Geflügelfond (im Glas)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Weißwein (z. B. Riesling)
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ca. 80 g Parmesan
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Bio-Zitrone
  • Etwas frische Petersilie

Und so geht’s:

1. Den Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden oder abbrechen. Das Abbrechen hat den Vorteil, dass der Spargel genau an der Stelle abbricht, an der die holzige Struktur endet. Nachteil: Es geht dabei mehr Spargel verloren. Die Enden wegschmeißen (oder für eine Suppe aufheben). Den Spargel in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

2. Wasser in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen, Salz und Zucker hineingeben und den Spargel 8 Minuten bei mittlerer Hitze garen.

3. In der Zwischenzeit die Schalotten schälen und sehr fein würfen. Ihr könnt dafür auch einen praktischen Zwiebelschneider benutzen (hier Bestseller von Tefal auf Amazon shoppen)*.

4. Den Gemüsefond und die Gemüsebrühe (ihr könnt dazu einfach 2 TL gekörnte Brühe in 400 ml Wasser auflösen) in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen, danach den Herd herunterschalten.

5. In der Zwischenzeit die Hälfte der Butter in einen großen Topf geben und schmelzen lassen. Die feinen Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Tipp: Wenn ihr eine kleine Prise Salz auf die Zwiebeln streut, werden sie schneller glasig.

6. Piept der Timer nach 8 Minuten, den Spargel abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. So bleibt er grün und knackig.

7. Zurück zu den Schalotten: Sind sie glasig, den abgewogenen Risotto-Reis hinzugeben und ebenfalls unter stetigem Rühren glasig dünsten. Stellt am besten den Herd auf mittlere Stufe, sonst werden Zwiebeln und Reis zu schnell braun. Das solltet ihr vermeiden.

8. Wenn der Reis etwas durchsichtiger aussieht und er schön nussig duftet, das Ganze mit dem Weißwein ablöschen und warten, bis er verkocht ist. Jetzt sollte der Reis schon etwas cremiger aussehen.

9. Sobald der Wein verkocht ist, mit einer Kelle die heiße Brühe aus dem kleinen Topf dazugeben – so viel, dass der Reis gerade bedeckt ist. Das Ganze mit einem Holzlöffel langsam verrühren. So lange warten, bis auch diese Flüssigkeit wieder verkocht ist und die nächsten Kellen Brühe dazugießen.

Tipp: Man hört es, wenn die Flüssigkeit verkocht ist und wann neue Flüssigkeit zugegossen werden muss, denn es brutzelt dann lauter.

Auch wichtig: Achtet darauf, dass der Herd nicht zu heiß ist. Das Risotto sollte nur leicht köcheln. Ist der Herd zu heiß, setzt das Risotto schnell an.

10. Nutzt die Zwischenzeit, in der die Flüssigkeit verkocht bzw. vom Reis aufgesogen wird, um den Parmesan zu reiben. Besonders praktisch sind Reiben mit Auffangbehälter mit Maßeinheiten (gibt’s hier günstig bei Amazon*). Damit wisst ihr genau, wie viel ihr noch reiben müsst und die Käsespähne landen direkt im Behälter und verteilen sich nicht in der Küche. Win, win!

11. Zurück zum Risotto: Macht so weiter (aufgießen, gelegentlich rühren und warten, bis die Flüssigkeit verkocht ist), bis die komplette Brühe im Risotto gelandet ist.

12. Der Risotto-Reis sollte jetzt al dente sein, also leicht bissfest. Ist er noch zu hart, braucht ihr mehr Gemüsebrühe. Ist er für euch perfekt, seid ihr fast fertig: Zum Schluss nur noch die restliche Butter zusammen mit dem geriebenen Parmesan unterrühren und die knackigen Spargelstücke unterheben.

13. Das Risotto auf den Tellern verteilen. Für den besonderen Kick und eine schöne Frische sorgen ein paar Spritzer Zitronensaft. Mit gehackter Petersilie garnieren und frisch gemahlenen bunten Pfeffer darüber streuen. Guten Appetit!

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Risotto mit grünem Spargel: Rezept mit Geling-Garantie
Credit: Getty Images

Ausgefallene Risotto-Varianten: Unschlagbar lecker

Risotto ist ein ganz wunderbares Gericht, weil es sich wunderbar abwandeln lässt. Als Gemüse eignen sich zum Beispiel auch knackige Erbsen oder Prinzessbohnen, die ihr kurz in köchelndem Wasser blanchiert und dann mit kaltem Wasser abschreckt. Genau wie den Spargel zum Schluss unterheben.

Ebenfalls super lecker: Pilz-Risotto. Ihr könnt dafür je nach Saison Champignons oder auch frische Waldpilze wie Steinpilze oder Pfifferlinge verwenden. Dazu die Pilze putzen und mit einer gewürfelten Schalotte und Butter in der Pfanne braten, während das Risotto quillt.

Tipp: Für ein unglaublich würziges Aroma sorgen getrocknete Steinpilze (gibt’s hier in Bio-Qualität bei Amazon*).

Dafür einfach einen Esslöffel der getrockneten Steinpilze in der Hand zerkrümeln und in eine kleine Schüssel geben. Mit 50 ml kochendem Wasser übergießen und aufweichen lassen. Die Pilze mit dem Sud zu den frischen Pilzen in die Pfanne geben, sobald diese gebräunt und gar sind. Die Pilzpfanne zum Schluss unter das Risotto heben. Sooo lecker!

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Wir hoffen, dass euch das Rezept gefällt, und wünschen euch ganz viel Spaß beim Nachkochen, Nachbacken & Probieren! Schreibt uns auch gerne auf Instagram oder auf Facebook: Wir freuen uns immer über Anregungen und Rezeptwünsche!

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