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Die große Abrechnung: So viel kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr

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Wie viel kostet ein Kind? SO viel Geld geben Eltern aus

Bei der Entscheidung "Kind oder kein Kind?" denken die wenigsten über die Kosten nach, die der potenzielle Nachwuchs 'verursacht'. Aber wie hoch belaufen die sich bis zum 18. Geburtstag? Wir haben mal den Taschenrechner gezückt.

Man muss nicht reich sein, um Kinder großzuziehen. Schließlich brauchen sie vor allem Liebe und Zuneigung. Und doch sind die Kosten für ein Kind nicht unerheblich.

Inhaltsverzeichnis

Geld sollte bei der Entscheidung für oder gegen ein Kind zwar nicht die größte Rolle spielen, dennoch sind die Kosten für ein Kind nicht ganz außer Acht zu lassen. Oft kommen Volksweisheiten wie, „Ein Kind kostet so viel wie ein kleines Haus“ schließlich nicht von ungefähr. Aber wie viel Geld braucht man wirklich für ein Kind?

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Bis Kinder groß sind, kommt auf jeden Fall einiges an Ausgaben zusammen. Wir verraten euch, mit welchen Posten ihr definitiv rechnen solltet.

So viel kostet ein Kind bis zum 18. Geburtstag

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte eine Studie zum Thema „Konsumausgaben von Familien für Kinder“ und berechnete die durchschnittlichen Ausgaben von Eltern mit einem Kind bis zum 18. Geburtstag mit rund 150.000 Euro. Die Kosten für ein Kind staffeln sich dabei in diese drei Altersgruppen: 0 bis 6 Jahre, 6 bis 12 Jahre und 12 bis 18 Jahre.

Anfallende Kosten bis zum 6. Lebensjahr

Das Statistische Bundesamt kommt bei seinen Berechnungen auf Ausgaben von rund 587 Euro pro Monat – bestehend aus Verpflegung, Windeln, Spielzeug, Unterkunft und Kleidung. Die Erstausstattung und eventuelle Betreuungskosten sind hier noch nicht enthalten.

Dabei fallen alleine für die Baby-Erstausstattung circa 3.000 Euro an. Die Kosten für einen Krippenplatz liegen bei circa 400 Euro und für Kindergartenkinder bei circa 250 Euro pro Monat. Die Gebühren sind allerdings an euren Wohnort gekoppelt und regional sehr verschieden.

Auch spannend: Save it, Baby! So vermeidest du Fehlkäufe bei der Baby-Erstausstattung

Anfallende Kosten bis zum 12. Lebensjahr

Eins stellen Eltern ganz schnell fest: Die monatlichen Kosten für Anschaffungen steigen mit jedem Lebensjahr des Kindes. Gerade im ersten Lebensjahr profitieren Eltern noch von den vielen Geschenken, Leihgaben und der Unterstützung von Familie und Freunden.

Doch spätestens ab der Einschulung müssen Urlaubsreisen, Hobbys und Klassenfahrten finanziert werden. Die Wunschliste zum Geburtstag wird immer länger und während alle anderen Freunde eures Kindes schon ein Handy haben, versucht ihr euch noch krampfhaft dagegen zu wehren.

Lies auch: Wann sollten Kinder ihr erstes Smartphone bekommen?

Mit steigendem Alter steigen auch die Ansprüche. Während wir noch versuchen, die Kinder zum Spielen an der frischen Luft zu animieren, wirken Smartphone, Tablet, Spielkonsole und PC auf sie deutlich reizvoller. Auch das Markenbewusstsein und der richtige Style werden nun immer präsenter.

Das „Dazugehören“ hat allerdings seinen Preis. Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Schulkind seine Eltern circa 686 Euro im Monat. Auch hier sind Urlaub, Betreuung, Hobbys und Co. noch nicht enthalten.

Anfallende Kosten bis zum 18. Lebensjahr

Nach dem 12. Lebensjahr, also bei vielen mit Beginn der Pubertät, steigen die monatlichen Kosten noch einmal an. Insgesamt müssen Eltern dann circa 784 Euro im Monat einkalkulieren. Teenager essen in dieser Zeit mehr und ‚brauchen‘ immer die angesagtesten Klamotten. Auch beim Taschengeld und bei den Freizeitaktivitäten fallen höhere Summen an.

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Alle Kosten im Überblick

Insgesamt kostet ein Kind im Monat durchschnittlich 684 Euro. Hochgerechnet bis zum 18. Lebensjahr bedeutet das Ausgaben in Höhe von rund 150.000 Euro pro Kind. Dabei steigen die Kosten jedoch mit jedem Lebensjahr des Kindes:

  • 0 bis 6 Jahre: 587 Euro im Monat, rund 7000 Euro pro Jahr, 42.260 für 6 Jahre
  • 6 bis 12 Jahre: 686 Euro im Monat, rund 8.200 Euro pro Jahr, 49.400 für 6 Jahre
  • 12 bis 18 Jahre: 784 Euro im Monat, 9.400 Euro pro Jahr, 56.400 für 6 Jahre

Bei dieser Berechnung gibt es allerdings auch eine gute Nachricht: Je mehr Kinder in eurem Haushalt leben, desto geringer sind die durchschnittlichen Kosten pro Kind. Vor allem, weil ihr in größeren Mengen einkaufen, kochen und planen könnt. Auch Klamotten und Spielzeug können an die jüngeren Geschwister weitergegeben werden.

Wer bei all den laufenden Kosten Angst hat, dass das Geld irgendwann nicht mehr für die Kinder reicht, der sollte sich unbedingt schlaumachen, wie leicht man für den Nachwuchs effektiv Geld anlegen kann. Einen ersten Überblick bekommt ihr beispielsweise in dem Ratgeber: „Für Kinder Geld anlegen: Wie Sie Kinder mit minimalem Aufwand absichern“ (hier direkt bei Amazon bestellen).*

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Und bei all der Rechnerei sollten wir eines nicht vergessen: Kinder sind ein Geschenk. Vielleicht sogar das größte Geschenk überhaupt. Wer schon einmal in die strahlenden Augen seines Kindes geschaut hat, der weiß, wie viel Liebe und Glück sie einem schenken. Das allein sollte alle Mühen, alle Sorgen und alle Ausgaben aufwiegen und uns auf das besinnen, was wirklich im Leben zählt: Die Familie.