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Diese Dinge tun Eltern heimlich (Du wahrscheinlich auch)

Mutter und Tochter sitzen am Küchentisch und essen Brot mit Marmelade
Eltern verheimlichen so einiges vor ihren Kindern. Credit: Getty Images

Seid doch mal ehrlich: Ihr als Eltern macht doch bestimt auch ein paar Dinge heimlich, von denen eure Kinder nichts wissen sollen.

Ich liebe mein Kind von ganzem Herzen. Und gleichzeitig gibt es da diese winzigen Momente, in denen ich Dinge tue, die vermutlich jede Mutter, und jeder Vater, kennt, aber kaum jemand zugibt.

Und wenn ich ehrlich bin, machen genau diese kleinen Geheimnisse mich und alle anderen Elternteile menschlich.

Ich schicke mein Kind manchmal früher ins Bett

Es ist Abend, der Tag war lang und eigentlich wäre jetzt noch Zeit für ein Spiel, ein Buch oder eine weitere kleine Geschichte. Aber stattdessen ertappe ich mich dabei, wie ich auf die Uhr schaue und ungeduldig dreinblicke. Ein bisschen früher heute ins Bett zu gehen, macht doch eigentlich auch nichts, oder?

Natürlich rede ich mir ein, dass mein Kind bestimmt müde ist und dass ein geregelter Schlafrhythmus wichtig ist. Außerdem soll früher schlafen gehen ja auch irgendwie gesund sein. Aber tief in mir drinnen weiß ich, dass ich es bin, die eigentlich nur müde ist.

Doch diese extra 30 Minuten am Abend fühlen sich an wie ein kleiner Luxus. Plötzlich habe ich Zeit, um einfach nur zu sitzen und durchzuatmen. Ohne Verantwortung oder nervende Fragen.

Ich verstecke Süßigkeiten (und esse sie heimlich)

Tagsüber bin ich konsequent. Süßigkeiten gibt es bei uns nur in Maßen. Obst sollte immer die bessere Wahl sein, und „nur noch ein Stück“ bedeutet auch wirklich nur ein Stück. Doch dann kommt bei mir der Heißhunger auf Süßes.

Schnell schleiche ich mich zum Schrank in die Küche. Öffne ihn vorsichtig, greife zur Schokolade, die ich bewusst ganz hinten außer Sicht- und Reichweite versteckt habe, und genieße jeden einzelnen Bissen. Leider muss das Ganze meist ziemlich schnell gehen, da mein Kind mir gerne folgt und immer nachfragt, was ich denn da so mache. Aber es lohnt sich.

Ist das konsequent? Wahrscheinlich nicht. Ist es notwendig? Absolut.

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Ich benutze mein Kind als Ausrede

„Heute klappt es leider nicht, mein Kind ist total müde.“ Ein Satz, den ich schon oft gesagt habe. Und ja, häufig stimmt er sogar. Aber es gibt eben auch diese Tage, an denen ich selbst einfach keine Energie mehr habe. An denen mir der Gedanke an ein Treffen oder irgendeine Verpflichtung zu viel wird.

Früher hätte ich mich vielleicht noch durchgerungen. Heute habe ich eine sehr plausible Erklärung. Und während ich nach außen hin verständnisvoll absage, spüre ich innerlich eine leise Erleichterung. Keine Termine, keine Erwartungen, nur ein Abend, an dem ich meine Ruhe habe und nichts leisten muss.

Mein Kind weiß davon natürlich nichts. Aber irgendwie ist es in solchen Momenten mein stiller Verbündeter.

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Ich tue so, als würde ich spielen und bin gedanklich ganz woanders

Ich sitze auf dem Boden, baue Türme aus Bauklötzen oder spiele zum zehnten Mal dasselbe Spiel. Nach außen in bin ich ganz dabei. Aber leider gehöre ich zu den Elternteilen, die nicht gerne mit ihrem Kind spielen. Und das tut mir auch manchmal leid, aber ich kann es nicht ändern.

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Denn gleichzeitig wandern meine Gedanken. Ich denke an den Einkauf, der noch erledigt werden muss. An die Wäsche, die in der Maschine wartet. An Nachrichten, die ich noch beantworten wollte. Manchmal erwische ich mich sogar dabei, wie ich unauffällig auf mein Handy schaue.

Es ist nicht so, dass ich diese Momente nicht schätze. Aber für mich ist das Spielen mit meinen Kind eine Überwindung. Denn der Kopf ist nie ganz still und meistens denke ich schon drei Schritte weiter.

Ich kürze Geschichten ab

Am Abend wird bei uns immer noch gerne eine Geschichte vorgelesen. Das gehört zu unserem täglichen Abendritual. Eigentlich einer meiner liebsten Momente am Tag. Mein Kind kuschelt sich an mich, hört aufmerksam zu und genießt die Zeit mit mir zusammen.

Ich beginne zu lesen. Doch je später es wird, desto kreativer werde ich. Plötzlich nehmen Geschichten Abkürzungen. Spannende Abenteuer lösen sich schnell in Wohlgefallen auf und irgendwie werden alle Figuren früher müde als sonst.

Ich merke wie meine Stimme ruhiger wird und wie ich das Ende ein kleines bisschen beschleunige. Nicht, weil mir die Zeit mit meinem Kind nicht wichtig ist und ich den Moment nicht genauso genieße, sondern weil meine eigene Energie langsam aufgebraucht ist.

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