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Familienleben: 3 Dinge zeigen, wie gleichberechtigt ihr lebt

Tochter füttert ihren Papa am Frühstückstisch mit Erdbeeren.
© Getty Images/ MoMo Productions

Vorab im Video: Warum vor allem Frauen unter Mental Load leiden und was dagegen hilft

Papas aufgepasst! Diese vermeintlichen Kleinigkeiten zeigen, ob und wie gleichberechtigt eure Partnerschaft ist.

Nichts ist entlarvender, als der erste Blick in die Wohnung. Chaos in der Küche, hungrige Kinder, offene Fragen im Raum – so sieht für viele Mütter der Alltag aus, wenn sie nach einem langen Tag im Büro oder einem der seltenen Abende mit den Freundinnen nach Hause kommen. Statt entspannt anzukommen, wird sie binnen Sekunden zur Einsatzleitung, weil Papa die Verantwortung einfach abgibt.

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Eine gute und gleichberechtigte Partnerschaft zeigt sich genau hier. Darin, ob jemand Verwantwortung übernimmt, wenn der andere gerade nicht da ist.

Wenn Papa also mit den Kindern alleine ist, weil Mama unterwegs ist, geht es nicht darum, ihr zu ‚helfen‘. Es geht darum, dass Familienleben zu führen. Und zwar so, dass sie zurückkommen kann, ohne sofort wieder gebraucht zu werden.

Drei Dinge machen dabei den entscheidenden Unterschied!

Die Kinder sind versorgt und der Abend trägt sich selbst

Es reicht nicht, dass niemand geweint hat und alle anwesend sind. Ein Abend mit Kindern besteht aus vielen kleinen Übergängen: vom Spielen zum Essen, vom Essen zum Zähneputzen, vom Toben zum Müdewerden. Jemand muss diese Abläufe im Blick behalten, Entscheidungen treffen, Konflikte lösen, Erinnerungen aussprechen und müde Körper Richtung Bett lotsen.

Wer all das erledigt, sorgt dafür, dass der Abend nicht kippt, wenn Mama nach Hause kommt.

Kommt sie nämlich nach Hause und wird erst einmal gefragt, was jetzt noch zu tun sei, ist das kein Zeichen von Teamwork. Sondern davon, dass jemand keine Verantwortung übernehmen will.

Was zählt, ist Eigenständigkeit. Nicht alles muss genau so laufen wie sonst. Vielleicht gibt es Pudding oder Pfannkuchen zum Abendbrot, vielleicht sind die Abläufe vorm Zubettgehen in umgekehrter Reihenfolge, alles unwichtig. Entscheidend ist, dass es gemacht wird und jemand den Überblick behält. Sind die Kinder satt, müde und emotional aufgefangen, ist der Abend organisiert.

Das ist keine Kleinigkeit. Das ist Familienmanagement.

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Das Zuhause ist ‚bearbeitet‘

Genauso prägend wie die Stimmung der Kinder, wenn Mama nach Hause kommt, ist der Zustand der Wohnung. Unordnung bedeutet immer Arbeit. Und Arbeit sieht man sofort. Wer nach Hause kommt und binnen Sekunden anfängt, innerlich To-do-Listen zu schreiben, ist nicht angekommen, sondern direkt wieder zuständig.

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Dabei verlangt niemand Perfektion. Aber ein Grundgefühl von ‚hier ist nichts dringend.‘ Eine freie Arbeitsfläche in der Küche, gespülte Teller und Brotdosen für den nächsten Morgen und ein halbwegs sortiertes Sofa bedeuten für Mama, durchatmen zu können.

In diesem Zusammenhang ist Ordnung kein ästhetischer Luxus. Sie ist Fürsorge. Sie bedeutet, dass Papa nicht nur den Nachmittag mit den Kindern gemeistert hat, sondern auch an seine Partnerin gedacht hat und daran, wie sie sich fühlt, wenn sie nach Hause kommt.

In Ruhe ankommen dürfen

Kommt Mama nach Hause und wird unmittelbar mit offenen Fragen konfrontiert, ‚übernimmt‘ sie direkt ein Kind oder hört, was alles schwierig war in den letzten Stunden?Dann ist klar, dass sie sofort wieder die Verantwortung für alle trägt.

Wie wäre es stattdessen mit einer Tasse Tee, die sie erwartet? Oder einem Partner, der ihr signalisiert: „Setz dich erst einmal, ich habe alles im Griff.“ Nur fünf Minuten Sitzen, ohne, dass sie gebraucht wird.

Denn Mamas wechseln permanent ihre Rolle: Arbeitnehmerin, Organisatorin, Mediatorin, Trösterin, Logistikzentrum. Wer nach Hause kommt, sollte wenigstens kurz nicht entscheiden müssen. Nur ein kleines Zeitfenster, das aber sehr viel über Gleichberechtigung aussagt.

Verantwortung endet nicht an der Wohnungstür

Kein Vater wird zum Held, weil er seine eigenen Kinder versorgt und den Haushalt im Blick hat. Das ist einfach nur Teil der gemeinsamen Aufgabe. Applaus ausgeschlossen!

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Es macht einen riesen Unterschied, ob jemand das tut und dabei auf Ablösung (durch Mama) wartet oder ob jemand den Abend so gestaltet, dass die Partnerin ohne Druck wieder ankommen kann.

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