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Nicht nur Mama und Papa: 5 Tipps, um die Liebe frisch zu halten

Fröhliche junge, interkulturelle Eltern mit kleinem Kind, die zu Hause auf dem Boden sitzen.
© AdobeStock/ BullRun

Vorab im Video: Tipps, um zu glückliche(re)n Eltern zu werden

Die Welt junger Eltern dreht sich vor allem um ihr Baby. Da kann man sich als Paar im Alltag schnell aus den Augen verlieren. Wie ihr eure Liebe bewahren könnt, lest ihr bei uns.

Inhaltsverzeichnis

Das Leben mit einem Baby ist eine große Umstellung. Plötzlich ist man nicht mehr nur ein Paar, sondern man wird zu Eltern. Doch was, wenn man sich so lange auf das Baby fokussiert hat, dass man plötzlich nur noch Mama und Papa ist und sich gar nicht mehr als Liebespaar wahrnimmt?

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Dann gilt es zu reagieren und seiner Beziehung die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient hat. Wir haben für euch 5 Tipps, die sich ganz einfach umsetzen lassen, aber gewaltige Ergebnisse mit sich bringen.

Vereinbart Zeit für euch alleine

Es mag etwas paradox klingen, aber um wieder zueinander zu finden, kann es absolut helfen, wenn ihr Zeit ohne den anderen verbringt. Manchmal braucht man einfach etwas Zeit für sich, um runterzukommen und wieder Energie zu tanken. Ein Baby kann euch in eine Art der Nähe und des Zusammenseins katapultieren, die ihr einfach nicht gewohnt seid.

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Setzt euch zu Beginn der Woche zusammen und plant, wann jeder von euch Zeit für sich bekommt. Jeder sollte wenigstens ein paar Stunden ohne Partner*in und ohne Baby haben, einfach um das zu tun, wonach ihm bzw. ihr gerade ist.

Geht mit eurem Baby spazieren

Wenn euer Baby mal besonders unruhig ist, kann es helfen, wenn ihr es in den Kinderwagen packt und eine Runde spazieren geht. Da bekommt es viele neue Eindrücke, die es visuell stimulieren. Und die Geräuschkulisse kombiniert mit leichtem Ruckeln tun ihr Übriges, um es zu beruhigen. Vielleicht schläft euer Baby sogar ein.

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Ihr profitiert jedoch auch von dem Spaziergang. Das kann nämlich die perfekte Gelegenheit sein, damit ihr mal wieder ungestört quatschen könnt. Es ist wichtig, dass wir am Leben unseres Partners bzw. unserer Partnerin weiter teilhaben und dem anderen das Gefühl vermitteln, dass wir uns noch immer für ihn interessieren.

Die Bewegung, Tageslicht und frische Luft helfen außerdem dabei, eure Stimmung zu heben. Schon wenige Minuten am Tag, oder eine halbe Stunde alle paar Tage, können Wunder für eure Beziehung bewirken.

Bedankt euch

Etwas ganz Banales wie das Wort „Danke“ kann oft schon ausreichen, um schlechte Stimmung in eine positiv überraschte zu verwandeln. Mit einem Baby kommt ein ganzer Batzen Arbeit auf Mama und Papa zu. Dazu lastet auch plötzlich große Verantwortung auf euren Schultern und all das müsst ihr trotz super wenig Schlaf meistern.

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Eine der ersten Sachen, die dabei verloren geht, ist oft die Wertschätzung für unseren Partner bzw. unsere Partnerin. Wir sehen nur noch, wie viel wir leisten müssen und haben das Gefühl, unser*e Partner*in hätte es einfacher. So geht es im Übrigen beiden: Der oder die Partner*in, der oder die zu Hause bleibt, beneidet den oder die Partner*in, der oder die raus in die freie Welt darf. Und der/ die Partner*in, der arbeiten geht, beneidet den oder die andere darum, beim Baby bleiben zu können.

Ein einfaches Mittel, um Spannungen abzubauen und euch einander wieder näher zu fühlen, ist also wertzuschätzen, was der andere für uns macht. Er hat die Mülltonne rausgebracht, an die du nie denkst? Bedank dich dafür. Er hat für euch beide Kaffee gemacht? Wow, den hast du wirklich gebraucht. Die Spülmaschine ist ausgeräumt? Das ist mit Sicherheit auch nicht von alleine passiert. Im Leben sind es meistens die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Wir müssen nur wieder lernen, sie zu bemerken.

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Führt einen Problem-Löse-Tag ein

Man kennt es: Es ist spät, man hatte einen langen Tag und dann entdeckt man irgendeine Kleinigkeit, die der Partner oder die Partnerin vermeintlich falsch gemacht oder auch einfach nicht gemacht hat. Jetzt ist die Versuchung groß zu meckern, aber mit dieser Methode könnt ihr es lassen.

Verschiebt so etwas einfach auf euren Problem-Löse-Tag. Nehmen wir an, ihr sucht euch den Mittwoch aus, dann adressiert ihr all eure Probleme erst am Mittwoch. Das heißt, bis dahin lasst ihr das Thema ruhen.

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Höchstwahrscheinlich hat sich ein Großteil eurer Probleme bis Mittwoch schon in Luft aufgelöst, weil ihr bis dahin realisiert habt, dass ihr bloß müde und gereizt wart. Oder weil euer Partner oder eure Partnerin sein/ ihr Fehlverhalten am nächsten Tag schon selbst eingesehen und sich entschuldigt hat.

Mit dem Problem-Löse-Tag stellt ihr aber nicht nur sicher, dass ihr euch nicht über unnötige Kleinigkeiten zankt. Ihr sorgt auch dafür, dass ihr nicht in emotional geladenen Situationen miteinander redet, sondern dass ihr bis dahin ruhig und nüchtern über die Situation sprechen könnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr das Problem so auch tatsächlich löst, steigt also um ein Vielfaches und ihr sichert euch ein harmonisches Miteinander.

Lasst euch helfen

Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es in eurem Leben ganz viele Menschen, die euch liebend gerne helfen würden oder auch gerne mehr helfen würden, als sie es ohnehin tun. Nutzt dieses Potenzial. Möglicherweise hilft euch eure Schwiegermama sehr gerne beim Bügeln, wenn ihr keine Lust habt.

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Es verschafft euch eine ganze Reihe kostenloser Babysitter (wozu gibt es schließlich Tanten und Onkel?) und es vermittelt euch das Gefühl, dass ihr nicht alleine dasteht, sondern ein ganzes Hilfsnetzwerk habt.

Das kann euer Leben ungemein erleichtern und euch die nötige Zeit schenken, die ihr braucht, um Schlaf nachzuholen und wieder füreinander da sein zu können.