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13 Dinge, die typisch für dreijährige Kinder sind – und Eltern verzweifeln lassen

Mädchen mit roter Kleidung sitzt auf der Schaukel und schreit
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Vor ab im Video: 7 Gründe, warum dreijährige Kinder die schlimmsten sind

Jedes Elternteil kennt es: Wenn 3-jährige Kinder erstmal einen Wutausbruch haben, sind sie kaum zu bremsen. Dabei müssten Mama und Papa doch nur diese 13 Dingen bei ihren Kleinkindern beachten…

Ich bin Mama einer dreijährigen Tochter und wir stecken mittendrin – in der Wutausbruch-Phase. Schon die klitzekleinste Änderung, „falsche“ Aussage oder das Missachten der Selbstbestimmung bringen sie in Rage. Was dann folgt? Ein Tränenmeer, lautes Geschrei und erstmal keine Beruhigung in Sicht. Zum Glück blieb mir bisher das obligatorische Auf-den-Boden-Schmeißen im Supermarkt erspart.

Aber im Ernst: Diese Phase gehört zur Entwicklung dazu. Was hier nur hilft: Geduld, viel Verständnis und Reden. Alle Gefühle sind wichtig und richtig. Denn wir Eltern wissen ja schon, dass alles eine Phase ist.

Mittlerweile kann ich aber schon eine Liste davon erstellen, was Dreijährige so gar nicht mögen, um zumindest eeetwas Entspannung in den Tag zu bringen. Die möchte ich dir nicht vorenthalten.

1. „Dreckige“ Hände

„Mama, Hände waschen“! Dreijährige können nichts an ihren Händen haben. Ich möchte klarstellen: Hier geht es nicht um groben Schmutz. Ich rede hier von (selbst) angemalten Händen oder Wasserspritzer. Einen Waschlappen oder Küchenpapier habe ich fortan auf dem Esstisch liegen, damit wir schnell Abhilfe schaffen können.

2. Der Autositz

Sobald die Autotür aufgeht, wissen sie schon Bescheid: Es geht in den Autositz. Anschnallen. Ruhig sitzen bleiben. Gar nichts für dreijährige Kinder, die die Welt entdecken wollen. Um den nächsten Schreianfall zu vermeiden, empfehle ich, genügend Snacks und Beschäftigungsmaterial wie Stickerhefte und Quiet Books einzupacken. Und ach ja – Kinderlieder ist die einzige Musik, die unser Car Play noch kennt.

3. Wenn sie sich beeilen sollen

Zu spät dran sein ist mit Kleinkindern so eine Sache. Wenn sie hören, dass sie sich beeilen sollen, geht die Tortur los: Alles andere wird wichtiger. Plötzlich müssen sie noch Hundert Teile puzzeln, zum fünften Mal auf Toilette und mit den Bausteinen möchte auch noch gespielt werden. Während wir Eltern innerlich immer unruhiger werden, haben die Kleinen die Ruhe weg. Spielerisches Anziehen ist das Einzige, was bei uns dann hilft: Wer hat zuerst die Schuhe an? Wer findet zuerst die Mütze im Flur?

4. Haare und Gesicht waschen

Von einer Wasserallergie habe ich zwar noch nie gehört, aber dreijährige Kinder und die Abneigung zu Wasser auf dem Kopf und im Gesicht sind ein Phänomen. Nass machen oder gar Wasserspritzer ins Auge bekommen – ein großer Fehler. Das Geschrei ist danach groß und ein Entspanntes Baden oder Duschen kaum mehr möglich.

5. Wenn es nicht nach ihrem Willen geht

Die Spielzeit ist vorbei, das Stückchen Schokolade, das genehmigt ist, verputzt und Mamas Arm zum Tragen gerade mal nicht frei: Wenn es nicht nach dem Kopf der Dreijährigen geht, kann es für uns Eltern ungemütlich werden. Auf Augenhöhe zu kommunizieren und zu erklären, warum gerade mal was nicht geht, ist die einzige Chance, um die Kinder zu besänftigen. Auch das gehört zu diesem Alter dazu. Sie schauen, welche Grenzen möglich sind und wo Mama oder Papa intervenieren.

6. Das Wörtchen „Nein“

Das Unwort für Dreijährige schlechthin: Nein. Akzeptieren fällt den Kleinen meist schwer, denn für sie ist das, was sie gerade vorhaben, besonders wichtig. Was dann nur hilft? Das Nein nicht ohne Erklärung stehen zu lassen. Zureden und eine Alternative zur Ablenkung finden.

7. Schlafen gehen

Es werden sich die Augen gerieben, gegähnt, was das Zeug hält – aber zu Bett gehen? Nicht mit einem Dreijährigen! Sie sind ja schon groß und wollen noch spielen. Und außerdem ist wieder alles wichtiger, als sich bettfein zu machen. Klar.

8. Teilen

Was freuen sie sich, wenn Spielbeuch angekündigt ist. Aber Teilen mögen Dreijährige trotzdem nicht so gerne. Vor allem, wenn es um Spielsachen geht, die sie beim Play Date selbst nicht nutzen. Sobald das andere Kind es in der Hand hat, ist das Geschrei groß. Schnelles Anbieten von Alternativen und der Deal, jeder kann eine Runde damit Spielen und im Anschluss wird getauscht, sind bei uns die Retter des Nachmittags.

9. Der Hochstuhl

Kinder-Hochstühle sind sicher, haben eine gute Größe zum Essen und sind, wie der Name schon sagt, für Kinder. Dreijährige sehen das aber anders: Lieber sitzen sie auf den klassischen Stühlen und kommen kaum mit dem Gesicht über die Tischkante. Zum Essen besonders schön – Ironie aus.

10. Vermischtes Essen

Da wünschen sich die Kinder Nudeln mit Soße und dann? Wehe, die Soße befindet sich auf der Pasta. Was dann folgt, können sich jede Eltern ausmalen und gegessen wird erstmal nichts. Ich mache es mittlerweile so, dass ich das Essen auf einer Tellerseite vermischt und auf den anderen Partien in ihren einzelnen Bestandteilen anrichte. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass irgendetwas davon verspeist wird.

11. Essen falsch angerichtet

Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Ist das Brot „falsch“ geschnitten oder die Gurke als Stift und nicht als Scheibe serviert, kann das böse enden. Lieber einmal mehr nachfragen, um das Essen auch wirklich richtig anzurichten, sollte jede Mama und jeder Papa beachten.

12. Wenn Mama sie nicht ins Bett bringen

Mit Papa kann man Quatsch machen und baden gehen – aber wehe, er möchte das dreijährige Kind ins Bett bringen. Dann wehren sie sich mit Händen und Füßen und die Rufe nach Mama sind herzzerreißend. Mama ist und bleibt auch noch mit drei Jahren die wichtigste Konstante im Leben der Kleinen.

13. Alles, was sie gestern noch gemocht haben

Punkt eins bis zwölf können wir wieder vergessen, wenn Punkt 13 in Kraft tritt. Dann werden plötzlich Lieblingsgerichte mit „Das mag ich nicht.“ kommentiert und beiseitegeschoben oder plötzlich der Kinderwagen statt des Autositzes verschmäht. Als Elternteil hilft dann nur noch tiefes Ein- und Ausatmen und das immer wiederkehrende Mantra: Alles ist bloß eine Phase.

Meine Kollegin Anne Wallkowiak schreibt übrigens die Erklärung dazu: Darum sind Dreijährige die schlimmsten – und hat Tipps parat, wie wir Eltern die Wut-Ruth-Zeit überstehen. Absolut lesenswert!