Du möchtest ein Staudenbeet anlegen und suchst nach allen wichtigen Infos an einem Ort? Dann bist du hier genau richtig!
In unserem großen Staudenbeet-Ratgeber erfährst du alles, was du wissen musst: von der Planung über die Auswahl der passenden Pflanzen bis hin zum Einpflanzen und Geldsparen beim Staudenkauf. Am Ende weißt du genau, wie du dein Staudenbeet anlegen kannst – ganz ohne Chaos und Frust.
Inhalt
- Staudenbeet anlegen: Wann ist der beste Zeitpunkt?
- Wie lege ich ein Staudenbeet an?
- Welche Stauden machen wenig Arbeit?
- Welche Stauden für welchen Boden?
- Welche Stauden für welchen Standort?
- Stauden nach Farbe auswählen
- Stauden mit besonderen Fähigkeiten
- Wie pflanze ich Stauden richtig ein?
- Staudenbeet günstig anlegen
Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die jedes Jahr wieder austreiben. Sie sind robuster als Einjährige Pflanzen, pflegeleicht und oft wahre Blühwunder. Zudem sind sehr viele Stauden winterhart. Das heißt du pflanzt sie einmal und hast dann viele Jahre Freude an deinem Staudenbeet.
Zu den Stauden-Klassikern gehören:
- Lavendel: Duftender Dauerblüher für sonnige Plätze.
- Storchschnabel: Blüht unermüdlich von Frühling bis Herbst.
- Salbei: Bringt Struktur und zieht Bienen an.
- Katzenminze: Pflegeleicht und ausdauernd.
- Astilbe: Ideal für schattigere Bereiche.
Staudenbeet anlegen: Wann ist der beste Zeitpunkt?
Der beste Zeitpunkt, um ein Staudenbeet anzulegen, ist der Herbst. Idealerweise von September bis November. Der Boden ist noch warm vom Sommer, gleichzeitig sorgt der Herbstregen für natürliche Feuchtigkeit. Die Stauden können in Ruhe Wurzeln bilden und starten im Frühjahr mit voller Kraft durch.
Alternativ kannst du dein Staudenbeet auch im Frühjahr (März bis Mai) anlegen. Dann musst du allerdings regelmäßiger gießen, vor allem bei Trockenheit. Der Pflegeaufwand ist hier etwas höher.
Profi-Tipp: Pflanze deine Stauden möglichst an einem bedeckten Tag oder in den Abendstunden. So verdunstet weniger Wasser und die Stauden haben weniger Stress beim Anwachsen.
Wie lege ich ein Staudenbeet an?
Bevor du Pflanzen kaufst und deine Hände in die Erde gräbst, solltest du folgende Fragen zum Staudenbeet beantworten:
- Wo soll das Staudenbeet genau angelegt werden?
- Wie groß soll das Staudenbeet sein?
- Welche Form soll das Staudenbeet haben?
- Wie sind Boden und Sonneneinstrahlung?
- Welcher Stil fürs Staudenbeet gefällt mir?
- Welche Stauden passen zu Boden und Standort?
- Wie viele Stauden brauche ich?
Form des Staudenbeets vorher testen
Viele wünschen sich ein organisch geformtes Staudenbeet. Mit einem Gartenschlauch lässt sich die Beetform ganz leicht visualisieren. Einfach den Schlauch abrollen und in der gewünschten Form auf Rasen oder Erde legen. So entstehen die Konturen des Beets und du siehst, ob das Beet die richtige Proportion hat.
Messe anschließend die Größe der Beetform aus. So bekommst du einen Anhaltspunkt, wie viele Stauden du für das Beet brauchst.
Wie wird das Staudenbeet harmonisch?
Es ist nicht nur wichtig die richtigen Stauden für Standort und Boden auszuwählen, sondern diese auch in der richtigen Anzahl und Art und Weise zu kombinieren.
Der Grund: Viele Stauden brauchen viel Platz, weil sie üppig wachsen. Manche wachsen niedrig, manche hoch.
Das Ziel ist, ein harmonisches Gesamtbild im Staudenbeet zu schaffen, das dicht aussieht, wo die Stauden aber trotzdem genug Platz haben, damit sie alle gesund wachsen können.
Wenn du ein Staudenbeet neu anlegst, dann empfehle ich dir einen Staudenplan entsprechend des Standorts zu machen bzw. von erfahrenen Stauden-Profis in einer Staudengärtnerei machen zu lassen.
Zeitspar-Trick: Viele Stauden-Versandhändler bieten schon fertige Staudenpläne inklusive der darin enthaltenen Stauden in der optimalen Anzahl an. Du kaufst also das fertig geplante Staudenbeet und musst die Pflanzen nur noch setzen.
Pflanzplan fürs Staudenbeet
Ein Pflanzplan hilft dir, dein Staudenbeet sinnvoll aufzubauen. Er zeigt dir, wo welche Pflanze stehen soll, damit sie sich optimal entfalten kann.
Eine einfache Regel, der viele Staudenpläne von Stauden-Gärtnereien folgen: Höhere Pflanzen nach hinten, kleinere nach vorne setzen. Auch die Anzahl der Pflanzen pro Staudensorte ist im Staudenplan vermerkt.
Oft enthält der Staudenplan auch eine Skizze, wie das Staudenbeet aussehen wird, wenn die Pflanzen gewachsen sind und in voller Blüte stehen. Das hilft sehr! Denn oft fehlt die Vorstellungskraft sich das nackte Beet als blühendes Staudenbeet vorzustellen.
Hier siehst du, wie ein Staudenplan für ein vollsonniges Beet aussehen kann:
Welche Stauden lassen sich im Beet kombinieren?
Bevor du mit dem Kaufen und Pflanzen loslegst, solltest du deinen Standort und den Boden genau analysieren. Stauden fühlen sich nur dann wohl, wenn sie an den passenden Platz gesetzt werden. Ein sonniger, trockener Standort benötigt andere Pflanzen als ein schattiges, feuchtes Beet.
Hast du eine Auswahl an passenden Stauden für deinen Standort und Boden gefunden, geht es an die Kombination der Pflanzen.
Um Spannung und Abwechslung ins Staudenbeet zu bringen, solltest du Stauden mit unterschiedlichen Wuchshöhen und Strukturen kombinieren.
Setze hohe Stauden wie Rittersporn oder Eisenhut nach hinten, mittelhohe Stauden wie Phlox oder Astern in die Mitte und niedrig wachsende Stauden wie Storchschnabel oder Polsterthymian in den Vordergrund.
Achte auch auf verschiedene Blütenformen: große, auffällige Blüten neben kleinen, zarten Blüten, einzelne Stiele neben buschigen Pflanzen. Auch blütenlose strukturgebende Stauden wie Ziergräser sorgen für Spannung und Moderne im Beet. So entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild.
Achte beim Auswählen und kombinieren der Stauden auch auf ihre Blütezeiten. Häufig wird der Fehler begangen und Stauden zusammengepflanzt, die alle gleichzeitig blühen. Schöner ist es, wenn Pflanzen kombiniert werden, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen.
Stauden, die im Frühling blühen, sind zum Beispiel:
- Akelei
- Traubenhyazinthe
- Lungenkraut
- Teppich-Flammenblume
- Kaukasus-Vergissmeinnicht
Stauden, die im Spätsommer und Herbst
Profi-Trick: Pflanze Dauerblüher-Stauden in dein Staudenbeet, die von Frühling bis Herbst immer neue Blüten bilden. Sie sind pflegeleicht und sehen immer toll aus.

Wie viele Stauden brauche ich für mein Beet?
Pflanze Stauden immer in Gruppen. Eine ungerade Anzahl, also 3, 5 oder 7 Pflanzen pro Gruppe wirkt dabei harmonischer als eine gerade Anzahl.
Wenn du gleiche Stauden zusammen pflanzt und den Pflanzabstand beachtest, entstehen optisch ruhige „Inseln“, die dem Beet Struktur geben, ohne dass es streng symmetrisch wirkt. Einzelne Pflanzen querbeet zu setzen, kann schnell unruhig und chaotisch wirken.
Wie viele Stauden pro m² Staudenbeet:
7–9 kleine Stauden pro m²
5–7 mittlere Stauden pro m²
3–5 große Stauden pro m²
Richtwert für den Pflanz-Abstand: Je nach Sorte 20–50 cm.
Tipp einer Stauden-Gärtnerin: Wenn du die Stauden dicht setzt, kommt kein Unkraut mehr durch. Außerdem verdunstet dadurch weniger Wasser. Bei einem dichten Staudenbeet musst du weniger Unkraut jäten und weniger gießen!
Welche Stauden machen wenig Arbeit?
Wer ein Staudenbeet anlegt, sucht meist nach pflegeleichten Stauden, die wenig Arbeit machen. Viele Sorten verzeihen viele Fehler und sind deshalb gerade für Garten-Anfänger geeignet. Hier kommen typische Anfänger-Stauden:
- Fetthenne: Speichert Wasser, kaum Pflege nötig.
- Polsterthymian: Robuster und anspruchsloser Bodendecker.
- Wollziest: Sehr robust, muss nicht gegossen werden.
- Bergenie: Robust und für schattige Bereiche geeignet.
- Katzenminze: Blüht lange und ist schneckenresistent.
Zu den pflegeleichten Sorten gehören aber auch heimische Stauden.

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Frauenmantel kann als pflegeleichter Bodendecker gesetzt werden, der als Schneckenschutzzaun wirkt.

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Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze, die in vielen Teilen der Welt wild wächst. Sie bevorzugt sonnige Standorte und ist pflegeleicht.

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Mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Thymian und Salbei brauchen wenig Wasser und gedeihen auch in praller Sonne prächtig. Noch dazu halten sie Schnecken fern.

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Mädchenauge gedeiht an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden. Pflegeleicht aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Boden- und Klimabedingungen.

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Fetthenne bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie hat eine hohe Trockenheitstoleranz und geringe Ansprüche an die Bodenqualität.

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Katzenminze bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Sie muss selten gegossen werden.

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Rosmarin bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Er ist resistent gegenüber Schädlingen und braucht nur wenig Wasser.
Winterharte Stauden von A-Z
Damit ein Staudenbeet wenig Arbeit macht, müssen die Stauden natürlich winterhart sein. Einmal gesetzt, kannst du dich jahrelang an ihrer Pracht erfreuen. Hier habe ich dir eine Liste zusammengestellt: Winterharte Stauden A-Z, die den geringsten Pflegeaufwand mit sich bringen. Garantiert Anfänger-freundlich!
Stauden, die schnell wachsen
Stauden, die schnell und üppig wachsen, sind perfekt für Ungeduldige. Sie sehen schon nach einem Jahr prächtig aus. Zu ihnen zählen zum Beispiel:
- Storchschnabel ‚Rozanne‘: Blüht von Juni bis Oktober.
- Frauenmantel: Bildet schnell dichte Polster.
- Ehrenpreis: Schneller Wuchs und tolle Blüten.
- Rittersporn: Rasantes Höhenwachstum.
- Astern: Üppige Blüte bis in den Herbst.
- Ziergräser: Bringen Struktur ins Beet und wachsen turboschnell.

Bodendecker-Stauden gegen Unkraut
Auch eine beliebte Kategorie unter den pflegeleichten Stauden sind die Bodendecker. Sie verwandeln nicht nur unschöne Ecken wie Pflanzringe oder Hänge in ein Blütenmeer, sondern können durch ihren dichten Wuchs auch Unkraut verdrängen. Meine liebsten Bodendecker-Stauden sind:
- Teppich-Thymian
- Storchschnabel ‚Rozanne‘
- Teppich-Flammenblume
- Teppich-Aster
- Frauenmantel
Stauden, die wenig Wasser brauchen
Es wird immer wärmer und es regnet in vielen Regionen weniger. Auch das solltest du bedenken, wenn du ein Staudenbeet anlegst. Mit Stauden, die wenig gegossen werden müssen, holst du dir pflegeleichte Pflanzen in den Garten und sparst dir Zeit und Wasserkosten.
Trockenheitsverträgliche Stauden sind zum Beispiel:
- Fetthenne
- Wollziest
- Steppensalbei
- Verbene
- Mauerpfeffer

Welche Stauden für welchen Boden?
Damit die Stauden üppig wachsen, ist der richtige Boden entscheidend. Es gibt für jede Bodenart die passende Stauden-Art. Der Boden kann schwer und lehmig oder sandig und durchlässig sein. Er kann humos und nährstoffreich oder karg sein.
Stauden für lehmigen Boden
Lehmiger Boden ist rötlich, schwer und hält Feuchtigkeit sehr viel länger als sandiger Boden. Zu den typischen Stauden für lehmigen Boden gehören:
- Taglilie
- Phlox (Flammenblume)
- Frauenmantel
- Margeriten
- Astern
Stauden für sandigen Boden
Sandige Böden sind eher karg und humusarm. Auf ihnen gedeihen anspruchslose, mediterrane Pflanzen gut. Zu den Stauden für sandigen Boden gehören:
- Lavendel
- Polsterthymian
- Steppensalbei
- Katzenminze
- Wollziest
- Rosmarin

Stauden für sauren Boden
Saurer Boden (niedriger pH-Wert) kommt häufig in waldnahen Gärten oder Regionen mit viel Nadelgehölz vor. Typisch ist ein humoser, lockerer Boden. Stauden für sauren Boden sind zum Beispiel:
- Astilbe
- Funkien
- kriechender Günsel (Bodendecker)
- Farne
- Prachspiere
- Fingerhut
Stauden für Hangbeete
Hangbeete stellen eine besondere Kategorie dar. Denn im Hang hält sich die Feuchtigkeit nicht gut im Boden. Regen und Gießwasser laufen schnell ab, der Boden ist tendenziell trockener. Robuste Stauden für Hangbeete sind zum Beispiel:
- Blaukissen
- Storchschnabel
- Fetthenne
- Polsterthymian
- Teppich-Glockenblume
Welche Stauden für welchen Standort?
Neben dem Boden ist die Sonneinstrahlung entscheidend für den Wuchs und die Gesundheit der Stauden. Achte darauf, wie viel Sonnenstunden das geplante Staudenbeet pro Tag abbekommt. Scheint die Sonne den ganzen Tag auf das Beet? Dann brauchst du Stauden für die pralle Sonne.
Oder liegt das Beet im Halbschatten, weil die Sonne hinter Bäume oder Häuser wandert? Dein Beet liegt unter Bäumen oder an einem anderen schattigen Platz? Kein Problem! Es gibt auch Stauden für den Schatten.
Stauden für sonnige Staudenbeete
- Lavendel
- Katzenminze
- Federgras
- Wollziest
- Steppensalbei
- Thymian
- Mauerpfeffer

Stauden für Beete im Halbschatten
- Frauenmantel
- Storchschnabel
- Eisenhut
- Fingerhut
- Taglilie
- Herbstanemone
Stauden für den Schatten
Schatten-Stauden mögen es feucht und dunkel. Zu viel Sonne vertragen sie überhaupt nicht. Du kannst diese Sorten also wunderbar unter Bäume pflanzen. Zu den schattenliebenden Stauden zählen:
- Funkie
- Schneemarbel
- Astilbe
- Tränendes Herz
- Waldsteinie
- Purpurglöckchen

Stauden nach Farbe auswählen
Neben dem Standort und dem Boden kann auch die Farbe ein Auswahlkriterium für das Staudenbeet sein.
Good to know: Für Bienen sind blühende Stauden in Gelb, Blau und Violett besonders attraktiv. Wenn du die Brummer in deinen Garten locken willst, solltest du also vermehrt Staudenbeete mit diesen Farben anlegen.
Weiße Stauden
Weiße Stauden bringen Eleganz und Ruhe ins Staudenbeet. Schöne Sorten sind zum Beispiel:
- Margeriten
- Phlox ‚David‘
- Weiße Glockenblume
- Storchschnabel ‚Album‘
- Astilbe ‚Deutschland‘
- Weißer Lavendel ‚Alba‘
Lila Stauden
Lila Stauden setzen tolle Farbakzente. Sie lassen sich wunderbar mit weißen Stauden kombinieren. Aber auch gelbe oder pinke Blumen sehen zu Violett toll aus. Typische lila Stauden sind:
- Lavendel
- Katzenminze
- Rittersporn
- Eisenkraut
- Storchschnabel ‚Rozanne‘
- Veilchen
Gelbe Stauden
Gelbe Stauden wirken wie Sonnentupfer im Staudenbeet. Tolle Sorten sind zum Beispiel:
- Mädchenauge
- Sonnenhut
- Goldfelberich
- Schafgarbe
- Königskerze
Rote Stauden
- Roter Sonnenhut
- Rote Astern
- Roter Phlox
- Taglilie
- Roter Fingerhut
- Purpurglöckchen ‚Forever Red‘
Blaue Stauden
- Rittersporn
- Katzenminze
- Eisenhut
- Steppensalbei
- Glockenblume
- Kugeldistel
Rosa blühende Stauden
- Pfingstrose
- Astilbe
- Akelei
- Purpurglöckchen ‚Pink Revolution‘
- Herbstanemone
- Phlox
Pinke Stauden
- Phlox ‚Pink Attraction‘
- Mädchenauge
- Lupine
- Sonnenbraut
- Fetthenne
- Ehrenpreis ‚Baby Pink‘

Stauden mit besonderen Fähigkeiten
Stauden können viel mehr als nur schön aussehen. Es gibt eine Reihe Pflanzen, die besondere Skills haben und in deinem Garten oder der Küche nützliche Dienste tun:
Bienenfreundliche Stauden
Bienen übernehmen eine zentrale Aufgabe im Garten: Sie bestäuben Pflanzen. Ohne sie würden viele Blumen, Obst- und Gemüsesorten deutlich schlechter wachsen oder gar keine Früchte bilden. Je mehr Bienen unterwegs sind, desto gesünder und ertragreicher ist dein Garten und die Natur.
Mit diesen bienenfreundlichen Stauden lockst du Brummer in den Garten:
- Lavendel
- Fetthenne
- Purpur-Sonnenhut
- Katzenminze
- Storchschnabel
- Sand-Thymian
Schneckenresistente Stauden
Es gibt Stauden, die Schnecken so gar nicht schmecken. Die Kriechtiere machen um sie einen großen Bogen. Du solltest diese schneckenresistenten Stauden pflanzen, um Nacktschnecken abzuhalten:
- Wollziest
- Lavendel
- Katzenminze
- Salbei
- Polsterthymian
Stauden gegen Stechmücken
Es gibt sogar Stauden gegen Stechmücken! Ihr schöner Duft ist für Moskitos ein Graus, praktisch! Zu den Stechmücken-Abwehr-Stauden zählen:
- Katzenminze
- Lavendel
- Zitronenmelisse
- Minze
- Rosmarin
Stauden gegen Zecken
Auch Zecken kannst du mit den richtigen Pflanzen aus dem Beet fernhalten. Diese Stauden gegen Zecken zeigen Wirkung:
- Lavendel
- Rainfarn
- Rosmarin
- Katzenminze
Stauden für Hummeln
Mit den richtigen Stauden kannst du Hummeln in den Garten locken:
- Lavendel
- Salbei
- Katzenminze
- Echinacea
- Indianernessel
Heilkräuter-Stauden
Auch Heilkräuter finden sich unter den Stauden für den Garten. Dazu zählen:
- Salbei
- Lavendel
- Thymian
- Rosmarin
- Echinacea
Wie pflanze ich Stauden richtig ein?
Du hast die passende Pflanzenauswahl getroffen, um dein Staudenbeet anzulegen? Super! Kommen wir zum wichtigsten Part. Damit dein Staudenbeet gut anwächst, solltest du beim Einpflanzen der Stauden folgende Schritte befolgen:
1. Wurzelballen wässern
Damit die Stauden gut anwachsen, kannst du sie vor dem Einpflanzen mit dem Topf ins Wasser stellen. Mach das so lange, bis keine Luftblasen mehr nach oben steigen. So ist die Staude bis in die Wurzeln mit Wasser versorgt.
2. Boden lockern und Unkraut entfernen
Erde spatentief auflockern und alle Wurzelunkräuter gründlich entfernen. Gerade Löwenzahn wurzelt extrem tief. Achte darauf, die gesamte Wurzel herauszuziehen. Sonst kommt er schneller wieder, als du „Storchschnabel“ sagen kannst. Wenn du Stauden pflanzt, die einen humosen Boden mögen, kannst du etwas Kompost unter die aufgelockerte Erde geben.
3. Wurzeln leicht aufreißen
Entferne vorsichtig die Plastiktöpfe und locker die Wurzeln der Staude, indem du sie leicht aufreißt. Sind die Wurzeln ganz fest, kannst du sie auch leicht von unten einschneiden. Das fördert das Anwachsen.
4. Nicht zu tief pflanzen
Stauden genauso tief in die Erde einsetzen, wie sie im Topf standen.
5. Kräftig angießen
Nach dem Einsetzen gut wässern, damit sich Erde und Wurzeln verbinden. Als Richtwert gelten 1-2 Liter pro Pflanze direkt nach dem Einpflanzen. Das klingt viel, muss aber sein, damit die Staude gut anwachsen kann. Dann 1-2 Mal pro Woche ordentlich gießen. Lieber seltener und mehr Wasser, als häufig und nur oberflächlich.
6. Staudenbeet mulchen
Ein echter Profi-Trick, um Staunässe zu vermeiden und gleichzeitig Unkraut in Schach zu halten, ist das Mulchen der Staudenbeete. Gib dafür eine ausreichend dicke Schicht organischen Mulch (bei Stauden, die eher saure, humose Boden mögen) oder mineralischen Mulch (bei Stauden, die eher trockene, karge Böden mögen) auf dein Beet.
Staudenbeet günstig anlegen
Je nach Größe des Staudenbeets, das du anlegen möchtest, können die Kosten für die benötigten Pflanzen schnell hoch sein. Doch ist gibt ein paar Tricks, mit denen du Geld beim Staudenkauf sparen kannst:
1. Kleine Stauden kaufen: Kleine Töpfchen mit winzigen Pflänzchen sind nicht nur viel günstiger als große, bereits blühende Stauden. Kleine Stauden wachsen in der Regel auch besser an und lassen sich leichter pflegen. So kannst du schnell die Hälfte der Kosten für ein Staudenbeet sparen.
2. B-Ware kaufen: In Gärtnereien gibt es meist einen Bereich, in dem „B-Ware-Stauden“ stehen. Die Pflanzen gewinnen in diesem Jahr zwar keinen Schönheitspreis, wachsen aber im nächsten Frühjahr wunderschön nach. Sie kosten meist nur einen Bruchteil der „schönen Töpfe“.
3. Staudenbeet im Herbst anlegen: Im Herbst sind viele Stauden günstiger und es gibt mehr reduzierte B-Ware. Und du musst das Staudenbeet weniger gießen, was Wasserkosten spart.
Ich hoffe, dass dir meine Tipps und Tricks helfen werden, dein Staudenbeet so anzulegen, dass du viele Jahre Freude daran hast!



