Dein Holztisch hat mit der Zeit einige Abnutzungsspuren angesammelt und sieht einfach nicht mehr aus wie früher? Was du bei matten oder abgenutzten Stellen tun kannst und wie du deinen Holztisch wieder zum Strahlen bringst, verrate ich dir hier.
Esstisch aus Holz: So pflegst du ihn richtig
Ich habe zuhause einen Esstisch aus Holz, mit dem ich grundsätzlich sehr zufrieden bin, allerdings haben die Jahre ihre Spuren hinterlassen: Aufgrund von Abnutzungen, matten Stellen, Flecken und ein paar Dellen strahlt der Tisch einfach nicht mehr wie früher.
‚Aber es dürfte doch nicht so schwer sein, den Tisch wieder auf Vordermann zu bringen‘, dachte ich mir und hab mich der Sache angenommen. Und ich muss wirklich sagen, die Mühe lohnt sich. Denn jetzt ist der Tisch wirklich wieder das Herzstück unseres Wohn- und Essbereichs.
Um was für einen Holztisch handelt es sich?
Zunächst mal solltest du klären, was für eine Art von Holztisch du zuhause hast. Handelt es sich um einen unbehandelten Tisch, ist er gewachst, lackiert oder eingeölt? Bei der Pflegemaßnahme kommt es nämlich stark auf die Tischart an.
In meinem Fall handelte es sich um einen Echtholztisch aus Massivholz, der lackiert ist. Übrigens keine seltene Ausgangssituation. Denn lackierte Tische haben den Vorteil, dass sie robuster sind und ihnen Flüssigkeiten und eine starke Beanspruchung weniger ausmacht.
Leider liegt hier aber auch ein wenig mehr Arbeit vor einem. Für ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis, muss der lackierte Holztisch nämlich zunächst vollständig abgeschliffen werden und anschließend neu lackiert werden.
Allerdings zahlt sich die Mühe am Ende aus, denn lackierte Holztische sind deutlich weniger pflegeintensiv. Außerdem musst du die ganze Prozedur nicht häufig vornehmen, sondern erst, wenn dich die abgenutzten Stellen stark stören.
Achtung, beim Abschleifen trägst du immer eine Schicht ab. Bei einem Massivholztisch ist das in der Regel kein Problem, bei einem Furnier solltest du das aber auf dem Schirm haben.
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Holztisch abschleifen: So geht’s Schritt für Schritt
Beim Abschleifen solltest du eine Schutzbrille, Handschuhe und im besten Fall eine Staubschutzmaske tragen, um dich bestmöglich vor den Schleifpartikeln zu schützen.
Vor dem Abschleifen sollte der Tisch gereinigt werden. Das funktioniert am besten mit einem fusselfreien, leicht feuchten Baumwolltuch. Anschließend solltest du den Tisch gründlich trocknen.
Nun kannst du den Tisch mit Schleifpapier abschleifen:
- Nutze für den ersten Schliff eine grobe Körnung von 60–80. Arbeite immer in Holzfaserrichtung.
- Nun folgt der Mittelschliff mit einer Körnung von 120–150.
- Zum Schluss geht es an den Feinschliff. Hier solltest du Schleifpapier mit einer Körnung zwischen 180–240 verwenden.
Vor dem Lack solltest du eine Grundierung auftragen. Das verbessert die Haftung und sorgt für ein gleichmäßiges Farbbild. Die Grundierung wird dünn mit Pinsel oder Rolle aufgetragen und nach dem Trocknen leicht angeschliffen.
Nun folgt der Lack: Achte darauf, dass der Lack zur Holzart und Beanspruchung passt. Für Esstische eignen sich robuste, wasserbasierte oder lösemittelhaltige Klar‑ oder Buntlacke. Lasse dich hier am besten im Fachhandel oder Baumarkt beraten.
Achtung: Während des Lackierens und Trocknens sollte der Raum sauber und staubarm sein. Ideal sind 15–25 Grad Raumtemperatur.
Esstisch lackieren: So geht’s
- Zuerst die Kanten streichen
- Dann die Fläche in Richtung der Maserung rollen
- Nach dem Trocknen mit feinem Papier (ca. 240er) anschleifen
- 2–3 Schichten wiederholen für ein perfektes Finish
Trägst du mehrere dünne Schichten auf, sorgst du für ein glattes, widerstandsfähiges Ergebnis.
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Geölter oder unbehandelter Holztisch
Einen eingeölten oder unbehandelten Holztisch kannst du regelmäßig abschleifen und/oder einölen.
Holztisch einölen
Holzöl ist eine sinnvolle Methode, um einen Holztisch zu pflegen. Es hat eine schützende Wirkung und einen abperlenden Effekt. Vor dem Ölen solltest du den Tisch mit einem Baumwolltuch von Krümeln und Schmutz befreien. Allerdings muss der Tisch unbedingt trocken sein, bevor du mit dem Einölen beginnst.
Trage das Öl sparsam mit einem trockenen Baumwolltuch auf und reibe es sanft ein. Lasse es 15-20 Minuten einwirken und nimm überschüssiges Produkt anschließend mit einem Tuch ab.
Einzelne Kratzer ausbessern
Kratzer bei einem unbehandelten oder geölten Tisch kannst du mit Holzschleifpapier ausschleifen. Arbeite dabei immer in Faser-Richtung und starte zunächst mit einem grobkernigen Schleifpapier. Schleife danach fein nach. Wichtig ist, dass du den Tisch vorab mit einem fusselfreien Baumwolltuch reinigst.
Zum Schluss sollte das Holz mit Öl nachgepflegt werden. Lasse das Öl 15-20 Minuten einwirken und nehme überschüssiges Öl anschließend mit einem trockenen Baumwolltuch ab.
Dellen mit dem Bügeleisen ausbessern
Befinden sich Dellen im Holz, kannst du diese mit einem Bügeleisen rausdämpfen. Hierzu solltest du die betroffene Stelle zunächst mit Schleifpapier anrauen. Anschließend legst du ein feuchtes Tuch darauf und drückst ein Bügeleisen mit Dampffunktion auf niedrigster Stufe darauf.
Vermeide Feuchtigkeit!
Feuchtigkeit ist sowohl für unbehandelte als auch für behandelte Holztische nicht gut. Daher solltest du verschüttete Flüssigkeiten so schnell wie möglich wegwischen. Für die tägliche Reinigung eignet sich ein feuchtes Baumwolltuch.
Fettflecken auf dem Holztisch entfernen
Bei hartnäckigen Flecken kannst du einen Tropfen neutrale Seife oder Kernseife hinzufügen und mit einem feuchten Tuch auf dem Tisch auftragen. Wichtig ist, dass du es im Anschluss gründlich abwäschst und trocken nachreibst.
Spülmittel oder Haushaltsreiniger können die Ölschicht abtragen und sind daher nicht empfehlenswert. Zwar sind lackierte Holztische etwas geschützter als andere, allerdings solltest du es auch hier nicht drauf ankommen lassen.
Fettflecken wirst du am besten mit einem einfachen Küchenpapier los. Sind die Flecken schon älter, kannst du ein Löschpapier auf den Fleck legen und mit einem Föhn auf niedrigster Stufe darüber pusten. Durch die Wärme nimmt das Löschpapier das Fett auf.
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Achtung vor Verformungen: Das passende Raumklima ist für Holzmöbel sehr wichtig
Für Naturholzmöbel spielt übrigens das Raumklima eine wichtige Rolle. Es sollte weder zu feucht noch zu trocken sein. Ähnlich wie auch für uns Menschen, ist für Holzmöbel eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 % sowie eine Temperatur zwischen 18 und 23 Grad ideal.
Feuchtigkeit kann dazu führen, dass das Holz quillt. Eine sehr trockene Luft wiederum führt dazu, dass das Holz „schwindet“. In beiden Fällen kann es zu Verformungen kommen. Es lohnt sich daher umso mehr, auf ein gutes Raumklima zu achten.
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Das Einölen macht bei einem Holztisch nur Sinn, wenn er entweder unbehandelt ist oder bereits eingeölt wurde. Bei einem lackierten Tisch ist ein anderes Vorgehen erforderlich.
Ja, allerdings muss ein lackierter Holztisch zunächst vollständig abgeschliffen werden. Danach wird eine Grundierung und dann erst der Lack aufgetragen. Das ist wichtig, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Kratzer im Holztisch kannst du abschleifen, je nach Tiefe des Kratzers musst du die Körnung wählen. Bei feinen Kratzern reicht es oft, wenn du feines Schleifpapier verwendest. Ist der Tisch an vielen Stellen zerkratzt, lohnt es sich den Tisch vollständig abzuschleifen. Du kannst ihn danach unbehandelt belassen, einölen oder auch lackieren.
Zum Lackieren brauchst du robuste, wasserbasierte oder lösemittelhaltige Klar‑ oder Buntlacke. Lass dich im Fachhandel beraten, welcher Lack für deinen Holztisch geeignet ist. Lack wird am besten mit einem Pinsel auf dem Tisch aufgetragen. Für ein feines und gleichmäßiges Bild, solltest du mehrere dünne Schichten auftragen, die du zwischendurch immer wieder trocknen lässt.




