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Wohnung ausmisten: In 7 Schritten endlich mehr Platz zuhause

Wohnzimmer mit Pflanzen
© unsplash / Patrick Perkins

Vorab im Video: Richtig ausmisten: Diese Fehler solltest du beim Aussortieren unbedingt vermeiden!

Aufräumen und sich von alten Dingen befreien – Wohnung ausmisten schafft Raum für Neues und tut einfach gut. Hier 7 Tipps, wie es einfach gelingt.

Das kennen sicher die meisten: Über die Jahre hinweg haben sich haufenweise alter Kram, Unterlagen, Stoffbeutel, Kleidung, Schuhe, Glühbirnen und Kinderspielzeug angesammelt. Und die eigenen vier Wände werden voller und voller.

Verständlich. Schließlich tendieren wir dazu, Dinge zu kaufen, vergessen in dem Zug aber oft, uns auch irgendwann wieder von anderen Dingen zu trennen. Und genau das ist der Punkt: So wie wir Sachen anschaffen, müssen wir auch ab und an wieder Sachen ausmisten. Es sei denn, wir lieben es zuhause eng und zugestellt.

Oftmals weiß man aber gar nicht, wo man anfangen soll. Und zu tun hat man im Alltag eh schon genug. Und so wird das Projekt Wohnung ausmisten lange Zeit vor sich hergeschoben. Sich aufzuraffen fällt leider erstmal schwer.

Aber – versprochen – wenn man sich einmal überwunden hat, spornt einen die Aussicht auf ein luftigeres, freieres Zuhause richtig an. Damit ihr den Anfang schafft, haben wir hier sieben Tipps für euch, wie das Ausmisten endlich gelingt – und vor allem, wie eure Wohnung noch lange so schön aufgeräumt und übersichtlich bleibt.

1. Motivation finden

Alles Anfang ist schwer. Aber in diesem Fall solltet ihr euch das Ziel vor Augen bildlich vorstellen. Schaut auf all die vollgestopften Schränke, die Abstellkammer, die man kaum noch betreten kann, all die Dinge, die einem entgegenfallen, wenn man die Tür zum Küchenschrank öffnet. Spätestens, wenn einem die Tupperdosen-Sammlung, von der man gar nicht wusste, dass man sie besitzt, entgegenpoltert, ist es Zeit, etwas zu tun.

Stellt euch also mal vor, wie toll eure Wohnung nach der Aktion „Ausmisten“ aussehen wird. Wie viel Platz und noch mehr Stauraum ihr haben könntet, wenn ihr nur etwas aussortiert. Also, packen wir es an!

2. Vorbereitung zum Wohnung ausmisten

Sucht euch einen bestimmten Tag für die Entrümpelungsaktion aus und haltet euch den ganzen Tag frei. Wenn ihr einmal dran seid, solltet ihr die Energie nutzen. So habt ihr dann auch wirklich alles an einem Tag erledigt. Besorgt euch ein paar Müllbeutel, Handschuhe und Umzugskartons.

Wichtig ist auch ein dicker Stift zum Beschriften der Kartons. So könnt ihr alle Teile in Kisten sortieren, je nachdem, wohin zu gehen sollen. Ein Karton ist zum Beispiel zum Entsorgen gedacht, in den anderen kommen Dinge, die ihr verschenken wollt, in den dritten Dinge, die zum Verkauf taugen.

3. An andere denken

Oftmals fällt es schwer, sich von Dingen zu trennen. Sie sind doch noch gut, denkt man sich. Oder die haben mal XY gekostet und können nicht einfach weg. Um das zu ändern, solltet ihr überlegen, wem die Dinge Freude bereiten würden. Dann fällt das Ausmisten der Wohnung deutlich leichter.

Überlegt, wem eure alten oder überflüssigen Sachen nützlich sein könnten. Das betrifft sowohl Freunde oder Verwandte, aber natürlich auch die Möglichkeit, Sachgüter an Bedürftige zu spenden. Also großzügig und spendet euer Aussortiertes an Kleiderkammern und soziale Einrichtungen, meist freuen sie sich immer über Spenden und holen Möbel sogar ab.

Wichtig: Fragt vorher telefonisch an, was genau angenommen und gebraucht wird. Nicht immer haben die betreffenden Stellen Platz oder Bedarf an allem, was ihr ausmisten möchtet. Tipp: Bei den Wertstoffhöfen der Gemeinden könnt ihr Hausrat und Sperrmüll auch selbst abgeben.

4. Die 1-Jahres-Regel – mit Ausnahmen

Für mich persönlich wäre diese Regel nichts, aber vielen Menschen hilft sie vielleicht. geht beim Wohnung ausmisten nach folgender Faustregel vor: Alles, was über ein Jahr nicht angefasst wurde, fliegt raus (oder zu einem neuen Besitzer).

Denn Hand aufs Herz: Wir wissen genau, wenn uns ein Teil nicht mehr gefällt oder wir es gar nicht gebraucht haben in den letzten 365 Tagen, dann wird sich unsere Meinung auch nicht schlagartig ändern. Weder in sechs Monaten, noch in sechs Jahren.

Nur ein Tipp für die Ausnahmen, was Kleidung, Taschen und Schmuck angeht: Es gibt immer wieder Retro-Wellen und Karneval alias Fasching ist auch einmal im Jahr. Und auch die eigenen Kinder freuen sich sicher, über das ein oder andere Teil aus alten Zeiten. Bedenkt das beim Ausmisten mit.

5. Kurz und knackig

Ausmisten der Wohnung heißt auch, sich von Dingen trennen zu können. Fragt euch beim Aussortieren immer, ob ihr das Teil wirklich braucht. Wie lange habt ihr es nicht mehr in der Hand gehabt, wusstet ihr überhaupt, dass ihr es habt und wie oft wurde es genutzt.

Wichtig: Vergesst dabei in jedem Fall den Anschaffungspreis. Denn dann müsste man ja fast alles behalten. Denkt lieber daran, welchen Wert es jetzt noch für euch hat. Denn das ist wichtiger als irgendein Geld, das ihr vielleicht vor Jahren investiert habt. Und im Idealfall hatte Gegenstand X seine guten Zeiten und ist somit den Preis wert gewesen. Sortiert auch hier wieder alle Teile in eure drei Kisten, also zum Verschenken, zum Verkaufen und zum Wegwerfen.

6. Schritt für Schritt

Geht in kleinen Schritten vor, am besten Zimmer für Zimmer. So fällt das Aufräumen direkt leichter, weil ihr Räume gedanklich als fertig ausgemistet abhaken könnt. Zudem hab ihr die Möglichkeit, eure Aktion in Teilaktionen zu unterteilen und immer wieder zu unterbrechen. Es musst ja nicht alles auf einmal ausgemistet werden.

Zudem ist das Entscheiden, was wohin kommen soll, das eine. Die Gegenstände dann auch noch wegzubringen, zu verschenken, zu spenden, zu verkaufen oder zu entsorgen ist letztlich noch mal deutlich mehr Aufwand. Also plant diesen zweiten Part immer mit ein.

7. Nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten

Damit sich gar nicht erst die riesengroße Ausmistaktion ergibt, einfach immer mal wieder zwischendurch für Ordnung sorgen. Denn was uns wirklich vom Ausmisten abhält, ist der große Aufwand für die ganze Aktion.

Überlegt deshalb ab jetzt schon beim Einkauf: Brauche ich dieses Teil wirklich? Kann ich es im Alltag nutzen und zwar regelmäßig? Investiert lieber in ein paar wenige hochwertige Teile, als in viele Schnäppchen oder Zufallskäufe. Vieles, was man mitnimmt, weil es gerade im Angebot ist, braucht man gar nicht. Lediglich die roten Zahlen und das Wort „Sale“ hat einen da verleitet.

Dieser kritische Konsum gilt in Bezug auf Kleidung, Küchengegenstände, Drogerie-Zeugs, aber auch für Wohnungsdekoration und Accessoires. Macht euch klar: Ihr müsst nicht jedem Trend folgen. Bleibt lieber eurem Stil treu und konzentriert euch auf einige, wenige funktionale Dinge. Dann müsst ihr auch nicht mehr so viel Unnützes verstauen – und vor allem müsste ihr eine lange lange Zeit nicht mehr ausmisten.